Delbrück in alten Ansichten

Delbrück in alten Ansichten

Auteur
:   Meinolf Protte
Gemeente
:   Delbrück
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3033-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Delbrück in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Delbrück in alten Ansichten'; ein neues Buch über Delbrück - was hat man zu erwarten? Das Buch bringt eine Zusammenstellung von frühen Lichtbildern, hervorgekramt aus Schubladen und verstaubten Winkeln, einen Text, der einiges von der Atrnosphäre des alten Delbrück vermitteln will und Erinnerungen wachrufen möchte.

Es soll kein wissenschaftliches Werk vorgelegt werden, sondern ein Buch für jedermann: Ein unterhaltsames Buch, daß nach mehrmaligem Lesen, selbst ein Neubürger einen 'Delbrücker' werden läßt, einen, der einige Besonderheiten von Delbrück kennengelernt hat, aber auch über Aussehen und Entwicklung der Stadt von 1880 bis 1940 informiert ist. Daß er dabei auch fünfundsiebzig Fotodokumente entdeckt hat, sei nur am Rande vermerkt.

Daß hier und da Traurigkeit beim Anblick endgültig vergangener Häuser, Straßenzüge, Waldstücke und ruhigen Winkeln aufsteigen wird, soll doch der grundsätzlichen Heiterkeit keinen Abbruch tun. Bei allen Veränderungen, die diese Stadt durch die Zeit erfuhr, wird doch auch hinter vielen dieser alten Ansichtskarten und Fotos die heutige

Stadt mit sichtbar. So mag beim Gang durch die alte Stadt die neue zugleich bewußter und zum Teil liebenswerter werden.

Der Weg durch die Stadt an Hand von Postkarten, mit Abstechern in den heute zur Stadt gehörenden Ortsteilen, läßt die Zeit zwischen 1880 und den vierziger Jahren dieses Jahrhunderts lebendig werden.

Die Darstellungsweise ist, besenders in der frühen Zeit der Postkarte, manchmal bizarr. So wurde ein Herbst- oder Wintermotiv durch einige grüne Blätter an den Bäumen für den Sommer in Anspruch genommen. Bögen und Ranken und zeitgemäßer Schmuck ergänzen die oft bunten Bilder und vermitteln uns eine freundlich-heitere Atrnosphäre. Die ersten Ansichtspostkarten waren ausschließlich verschickte Bilder. Die Rückseite bot nur Raum für die Adresse, nicht für Mitteilungen. Deshalb finden wir auf den alten Karten oft kurze Mitteilungen vorne auf der Bildfläche, die manchmal schon für sich alleine Vergnügen bereiten.

Die Zusammenstellung dieses Fotobandes erwies sich als besonders schwierig, manche Klinke, wie man sagt, mußte 'geputzt' werden, bis alle ftinfundsiebzig Bilder für dieses

Buch standen. Dem Charakter des Bildbandes entsprechend habe ich nie daran gedacht, eine historische Fotodokumentation der Stadt Delbrück zusammenstellen zu wollen. Es blieb dabei nicht aus, daß manches urtümliche Bild dabei einer historischen Aufnahme vorgezogen wurde. Meine Aufgabe sah ich vielmehr darin, dem Betrachter ein Bild Delbrücks vor etwa einem Menschenalter zu vermitteln. Ein Bild, daß die 'kleine Geschichte der Stadt' wiederspiegelt.

Als ein Problem erwies sich die Datierung der Bilder. Konnten keine Schlüsse aus der Aufnahme selber bezogen werden, half oft der Name des Fotografen, das äußere Bild der Fotografie oder der Stempel des Ateliers weiter. Trotz aller Bemühungen mag es manchmal nicht gelungen sein, ein Bild zufriedenstellend zu datieren. Ich habe folgenden Schlüssel angewandt, den ich im Beispiel erläutern möchte: 1900: genaue Datierung

woh11900: plus oder minus zwei Jahre um 1900: plus oder minus fiinf Jahre etwa 1900: plus oder minus zehn Jahre

Die Aufgabe des Begleittextes besteht allein in einer Unterstreichung der Bildaussage. Gerade der Leser, der das Darge-

stellte nicht mehr aus eigener Anschauung kennt, soll hieraus Gewinn ziehen.

Der Text wurde geschrieben nach eigenen Ermittlungen und unter Benutzung der gängigen Literatur. Insbesondere fanden Verwendung:

Delbrücker Land, Herausgeber Amt Delbrück. Druck:

Merkur-Druck Tölle & Co. oHG. Detmold 1970.

General Sporck, von Jos. Friedel, Dorn-Druckerei, Paderborn 1913.

Das Bauerntum des Delbrücker Landes von Elisabeth Jüde, Dissertationsdruckerei Orthen, Köln 1939.

140 Jahre Delbrücker Karneval. Herausgegeben vom Karnevalverein 'Eintracht' von 1832. Druck: Alte Pache, Delbrück 1972.

Zum Schluß möchte ich allen denen danken, die rnir bereitwillig geholfen haben. Den Leihgebern der Bilder ebenso wie jenen, die mir durch Informationen und Hinweise weitergeholfen haben.

1. Beginnen wir den Rundgang durch das alte Delbrück mit einem Bild aus der Vogelperspektive. Wie man sieht, ist noch viel Platz um den Kirchturm herum. Im Vordergrund das Jugendheim, es ist gerade erbaut worden. Seitlich dahinter das Himmelreich, hier reiht sich Garten an Garten. Auf dem Wiemenkamp stehen noch Strohgarben. Auch Pastorsbusch, Dorffeld, Brenkenkamp und Benslipskamp sind noch unbebaut.

Aufnahme: Junkers Luftbild-Zentrale, Leipzig, 1931.

2. Eine Idylle von besenderem Reiz bietet die im Volksmund genannte 'Lumpenstraße', heute Ado1fKolping-Straße. Im Vordergrund links steht unter Kastanienbäurnen das Fachwerkhaus Thiele. Im Deelentor sieht man Thielen Drüta, die einigen noch bekannt ist. Dahinter stehen die Häuser Kleine, Rath, Protte, genannt Rieländer, und Kochs. Gegenüber ist die alte Vikarie zu sehen. Rechts im Bild Callens Haus, heute Schütte. Im Hintergrund Georg Breimhorst mit seinem Milchwagen, allen Delbrückern wohl bekannt.

Aufnahme: um 1935.

3. Der schiefe Kirchturm von Delbrück ist weit ins Land sichtbar und ist das Wahrzeichen der Stadt. Die Aufnahme wurde von der heutigen Adolf-Kolping-Straße aufgenommen. Einige der Häuser stehen heute nicht mehr, die sogenannte Pastors-Scheune, die alte Mädchenschule und Neukirchs Scheune.

Aufnahme: Otto Pache, um 1925.

4. Der Delbrücker Kirchplatz ist in seiner Art wohl einmalig, Er war Jahrhunderte hindurch eine Wehranlage, die mit Dornenhecken umgeben war. Dann wurde der Kirchplatz mit Speicherhäusern umbaut. Sie wurden nach und nach als Bürgerhäuser benutzt. Die Kirche war in früheren Jahrhunderten wesentlich kleiner und diente bei Kriegen und Unruhen als Pluebtburg.

Aufnahme: Otto Pache, um 1910.

5. Wer in den dreißiger Jahren durch Delbrück fuhr, mußte noch so manchem Schlagloch, wie hier auf der Langen Straße, ausweichen. Das Regenwasser und das sonst im Haus verbrauchte Wasser wurde in Gossen, die auf beiden Serten der Straße verliefen, aufgenommen und teilweise in offenen Abzugskanalen, die auch durch die Keller der Wohnhäuser verliefen, abgeführt, und oftmals belastigten sie die Anwohner durch allerlei Gerüche, Diese Form der Abwasserbeseitigung ist Dank der heutigen Kanalisationsbauweise nicht mehr vorstellbar.

Aufnahme: Ed. Pache, Delbrück, 1927.

6. Der Kirchplatz von Delbrück diente bis Mitte des 19. Jahrhunderts als Friedhof, wurde aber, als er nicht mehr ausreichte, an die Ostenländer Straße verlegt. Die schönen Fachwerkhäuser auf dem Bild sind von links: Café 'Bröckling', Kösters-Hüls, Meintrup, der ehemalige Massivbau der Knabenschule und das Geschaft Lewerken.

Aufnahme: Cramer, Dortmund, 1939.

7. Die Lange Straße von Delbrück, ohne den hektischen Verkehr der heutigen Zeit, gibt es nicht mehr. Man konnte sogar im Winter bei Einbruch der Dämmerung auf der Straße mit dem Schlitten rodeln oder mit Holzschuhen 'schlundern' , die mit 'Dröhen' und 'Häckern' frisiert wurden. Einiges hat sich auch auf der Langen Straße geändert, Das 1878 erbaute Amtsgericht steht nicht mehr; an dieser Stelle ist heute das Gebäude der Stadtsparkasse. Daneben das Hotel 'Zur Post' (Menneken). Generationen trafen sich bei Bükers auf der Bank, um sich beim Glas Bier 'datt Niggeste iutem Durpe' zu erzählen. Das Gebäude wurde vor kurzem abgebrochen.

Aufnahme: Korr, Frankfurt, etwa um 1935.

8. Einen schönen Winkel der Stadt zeigt uns diese Aufnahme von der Kirchstraße, mit Bliek auf den Kirchturrn durch das Geäst eines Baumes. Im Vordergrund das alte SchuItenhaus, heute Gaststätte 'Union Stuben', daneben Sievers, heute Lewerken, und im Hintergrund das Haus von Otto Pache.

Aufnahme: Rolf & Co., Hannover, 1931.

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