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Denkendorf in alten Ansichten

Denkendorf in alten Ansichten

Auteur
:   Rolf Deuschle
Gemeente
:   Denkendorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6557-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Denkendorf in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Zeit eilt dahin, sie bringt das Vergessen.

So sollen diese Aufnahmen aus der Vergangenheit Denkendorfs auf den wirken der in diesem Bildbändchen blättern wird. Alteingesessene Bürger werden sich an manches erinnern können. Damit sich Neuzugezogene besser orientieren können, sind in den Beschreibungen die Straßen und Gassen genannt. Denkendorf ist urkundlich erstmals bei der Klostergründung erwähnt. Da Kaiser Heinrich der V. im Mai 1 1 25 verstarb und nach einem 1560 geschriebenen Lagerbuch eine Schenkung an das Kloster bestätigte und von Steuern befreit hatte, liegt die Stiftung vor seinem Todesjahr. Der Stifter des Klosters, der hochadelige Graf Berthold, ein naherVerwandter des Grafen Gottfried von Bouillon, der 1099 den 1. Kreuzzug zur Befreiung des Heiligen Grabes von Jerusalem ausgeführt hatte, mag Vorbild und Anregung zur Stiftung Denkendorfs gewesen sein.

So ließen sich ab 1124 hier auf dem rechten Körschbachufer, auf dem Klosterberg, dort wo des Stifters Eigenkirche stand, nach des Stifters Willen, der seinen Denkendorfer Königshof dem Patriarchen von Jerusalem schenkte, Chorherren vom Orden des Heiligen Grabes zu Jerusalem nieder.

Bei seiner Schenkung die der Stifter nocheinmal 1 142 wiederholte, spricht er auch von Äckern und Weinbergen, Höfen und Leuten. Damit ist also das linksufrige Dorf gleichen Namens wie das Kloster gemeint.

Das Urdorflag an einer schmalen Ebene zwischen dem Bachlauf und einem ansteigenden Hang der mit Weinbergen bebaut war.

Die Verzahnung des Klosters mit seinem zu ihm gehörenden Dorf ist unmittelbar und auch nach fast 900jähriger Geschichte nicht wegzudenken.

Die Bilder der Zehentscheuer, der Kelter, der Kapell, der Klosterkirche und der Klostergebäude sind Zeugen der Vergangenheit im Rückblick auf das Kloster.

Ein neues Zeitalter brach nach dem Zweiten Weltkrieg an. Der Abschied einer mehr als 1 OOOjährigen Landwirtschaft wurde eingeleitet. Die Gemeinde veränderte sich zu einer industrialisierten Gemeinschaft. Neue Bürger kamen hierher, viele davon durch Flucht und Vertreibung, sie haben ihre teure Heimat aufgeben müssen und eine neue Heimat in Denkendorf gefunden. All denen ist mit diesem Band ein Rückblick in die Vergangenheit geboten, wie sich das Dorf und sein Straßenbild verändert hat.

In Denkendorf wählte man 1900 den ersten Bürgermeister, der eine lange Reihe von Bauernschultheißen ablöste.

Nach Christian Rammel, der letzte Schultheiß, trat Carl Wintergerst als erster das Amt des Bürgermeisters bis 1908 an. Ihm folgten die Bürgermeister Karl Geiger, diesem Paul Roller, dann

Fritz Stumpp bis 1954. Danach Bürgermeister Walter Dieterich bis 1986 und bis heute Bürgermeister Peter [ahn.

Die hier zusammengetragenen Bilder begleiten die Amtszeiten der Bürgermeister von Denkendorf. Sie geben Auskunft über das ehemalige noch landwirtschaftlich geprägte Leben und Treiben in der Gemeinde.

Ralf Deuschle, Denkendorf 1998

'Früher war halt alles anders .. :

... ein Satz, den wahrscheinlich jeder schon einmal gehört hat. Ein Satz, der uns - vielleicht unterbewußt, vielleicht bewußt - auch suggeriert, daß früher wohl alles besser war. Dieser Rückschluß wäre jedoch zu einfach. Aber, daß jeder die Zeit liebt, in der er selber aufgewachsen ist und schöne Erlebnisse hatte, ist verständlich und natürlich. Dazu kommt der Hang des Menschen zur Idealisierung. In der Erinnerung überwiegt häufig das Schöne und Richtige. Entwicklungen sind aber nicht aufzuhalten. Und mit den Entwicklungen kommen auch Veränderungen. Diese Veränderungen haben Einfluß auf alle Lebensbereiche. Gesellschaftliche Strukturen sind davon genauso wenig ausgenommen wie die Veränderung des Gesichtes einer Gemeinde. Wichtig dabei ist, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft als Einheit im Blick zu behalten. Denn nur wer die Vergangenheit kennt, kann auch die Gegenwart besser beurteilen und daraus die Konsequenzen für die Zukunft ziehen.

Es ist mir daher ein wichtigesAnliegen, die Vergangenheit aufzuarbeiten und ins Bewußtsein zu rufen. Dazu gehört auch, daß man Informationen sannnelt und zusammenträgt. Der Leiter unseres Denkendorfer Heimatmuseums, RolfDeuschle, hat mit viel Mühe eine Sammlung von interessanten Bildern aus demArchiv des Heimatmuseums für den interessierten Betrachter zusannnengestellt. Dafür möchte ich ihm an dieser Stelle herzlich danken. Lassen Sie sich einfach in die Vergangenheit entführen. Einiges wird ihnen vielleicht noch bekannt vorkommen und über andere Bilder werden Sie unter Umständen staunen. Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Betrachten der alten Bilder und Ansichten.

Ferer lohn, Bürgermeister

1 Dorfansicht um 1860. Mitten im Bild die altehrwürdige Klosterkirche die von den Chorherren des Heiligen Grabes von Jerusalem um 1195-1230 erbaut wurde. Im Vordergrund der zum Kloster gehörende Maierhof, das Dorf und die Kapelle. Im Bildausschnitt das von der Gemeinde 1840 erbaute Rat- und Schulhaus. Schon damals mußte man, um an dieser Stelle dieses große Gebäude erbauen

zu können, das ehemalige wohl nach 1605 erbaute Rathaus samt einem Schulgebäude und die Schulscheuer abbrechen. Die Rathausglocke im Türmchen läutete jeden Morgen den Schulbeginn ein. Ebenfalls geläutet wurde sie wenn ein Feuer ausbrach. Au-

ßerdem hatte der Bürgermeister eigens ein Glockenseil in seinem Amtszimmer mit dem er jeden Diensttuenden in der Gemeinde, meistens den Schütz, durch ein Glockenzeichen zu sich rufen konnte.

Meistens saß dieser in der Wirtschaft Zum Hirsch beim Viertele und freute sich gar nicht, daß er dieses stehen lassen mußte, weil sein Glockenzeichen ihn aufs Rathaus rief Im Bildausschnitt

ganz rechts sieht man das HausvonJohannJakob Fröschle, Wundarzt, bei dem drei [ahre lang der Vater des berühmten Dichters Friedrich Schiller in der Lehre war.

2 Hier haben Sie das älteste Schulbild aus Denkendorf Aufgenommen 1876 vor dem Gasthaus Zur Krone, im Hintergrund das Schaufenster mit Würsten auf der Stange. An gleicher Stelle befindet sich heute ein großes modernes Schaufenster mit Metzgerei-

auslagen der Familie Mezger. Im Bild sehen wir die [ahrgänge 1866/67/68 zusammen mit ihrem Schulmeister Gottlob Hafer, der von 1862 bis 1893 Lehrer und Erzieher in Denkendorf war. Leider sind nur vier Namen der Buben zu bestimmen. Erster

in der oberen Reihe von links Gottlob HenzIer, Bauer, Schäfersteige. Zweiter in oberster Reihe von rechts Friedrich Müller, Glasermeister, Furtstraße. In der dritten Reihe von oben der siebte von links Gottlieb Silber, Bauunternehmer, Karlstraße. Zunächst

Wolfer und Silber, dann Wolfer und Gäbel, Bauunternehmung, und neunter von links Friedrich Brucker, Bauer, Friedrichstraße (genannt der Kleine Frieder).

3 Die Klostermühle war bis zum Zweiten Weltkrieg in Betrieb. Ihre Geschichte reicht sehr weit zurück, sie bestand schon lange bevor sie im [ahre 1390 genannt wurde. 'Unsere Mülin die gelegen ist oberhalb dem Dorff zu Denckhendorff an der Kerse.' Dabei ist der durch das Körschtal fließende Körschbach gemeint. (Körsch = Kerse = Schleife = ein Wasserlauf mit vielen schlangenähnlichen Windungen.) In seinem Gedicht 'Der Wanderer' , geschrieben 1796-1798, erwähnt der Dichter Friedrich Hölderlin, der 1784 Klosterschüler in Denkendorf war, die Mühle.

'Aber unten im Tal, wo die Blume sich nährt von der Quelle, / Streckt das Dörfchen vergnügt über die Wiese sich aus / Still lst ' s hier:

Kaum rauschet von fern die geschäftige Mühle .. .'

4 Gottlob Henzler als Soldat in Ludwigsburg 1887-1890 beim Ulanenregiment. Die Henzler kamen als Schäfer um 1850 von Neckarhausen nach Denkendorf Zunächst gehörte die Hälfte der Zehnscheune zur Schafpacht, danach das Schafhaus im Oberdorf Die alte Dorfstraßenbezeichnung 'Dorfsteige' änderte sich in Schäfersteige. An dieser auf halber Höhe lag dann auch der reich begüterte Bauernhof, in den der erste Schäfer Ludwig Henzler eingeheiratet hatte. Von ihm stammen alle Henzler in Denkendorf, Berkheim und Oberesslingen ab.

5 Dies ist eine sehr frühe Ansichtskarte van Denkendorf vom 8. [anuar 1899, geschrieben von Gästen beim geselligen Beisammensein im Gasthaus Zur Germania von Friedrich Scheuren brand. Das Gasthaus Zur Germania lag an der alten Poststraße, die um

1 730 von Blaubeuren nach Stuttgart eingerichtet wurde. Die regelmäßig verkehrende Post nahm über Kirchheim nach Köngen, in Denkendorf durch die Furtstraße, die Schäfersteige hinauf, ihren Verlauf Am Gebäude' die Alte Post', heute Kreissparkasse, war die Denkendorfer Station. Die hier links unten und rechts oben zu sehende Senfund likörfabrik die im ehemaligen Kloster ansässig war,

brauchte bald auch einen Postanschluß, den Fabrikant Kauffmann wohlwollend begrüßte. Danach kam die Poststelle an Schultheiß RothweiIer, der sie um 1871 wieder abgab. Erst 1890 hört man

wieder davon, daß Posthalter Lang, Bäcker und Bärenwirt, die Postagentur übernahm und in seiner Wirtschaft betrieb. Er gab sie dann seiner Verwandten Anna Nürk in der Friedrichstraße.

6 Ein besonderes Ereignis:

Goldhochzeit in Denkendorf 1903 feiert Gottlieb Fetzer, Weber und Bauer, über vierzig [ahre Bürgermeister (Gemeindepfleger) zusammen mit seiner Frau Katharina geborene Gröber im Kreise

ihrer elf Kinder und 34 anwesenden Enkelkinder, ihre Goldene Hochzeit. Dieses freudige Ereignis blieb dem damaligen König von Württemberg nicht verborgen, so daß er einen seiner Hofräte und den Hoffotografen Hirrlinger aus Stuttgart hierher schickte. Die Aufnahmen entstanden im Hofraum, heute Haus Hilde Maier, Eichersteige 2 112. Ein silberner, vergoldeter Becher war das persönliche Geschenk des Königs aus Stuttgart. Die Feier umrahmte der Liederkranz Denkendorf

Die Familien von oben links sind: Gottlieb Steimer, [ohann Georg Steinle, Friedrich

Maier, Otto Fetzer Stuttgart, AdolfFetzer Dresden, das Goldhochzeitspaar mit der jüngsten Tochter Wilhelmine

Fetzer, Gottlieb Fetzer Elbing, ab 1945 in Denkendorf, August Fetzer, Wilhelm Münzenmaier, die Kinder der bereits

verstorbenen ältesten Tochter Katharina und Friedrich Deuschle.

7 Diese Postkarte erinnert an die Tage in denen die Lehrerbildungsanstalt, auch Lehrerseminar genannt, in den Gebäuden des ehemaligen Klosters Denkendorf untergebracht war. Einer der Schüler - er ist nach dem Abschluß Volksschullehrer - teilt seinen Eltern mit Randnotitzen auf dieser Postkarte von 1904 das freudige Ereignis mit, daß sie jetzt hellrote Mützen mit schwarzem und weißem Band und Silberborten erhalten haben.

8 Postkarte mit Gruß aus Denkendorf vom [ahre 1904. Das Gasthaus Zur Germania hat den Besitzer gewechselt, der jetzt Ernst Keller heißt. Links unten wieder das Kloster als Senffabrik und oben eine Totalansicht vom Dorf wie es sich entlang dem südlichen Körschtalhang hinauf entwickelt hat.

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