Denkendorf in alten Ansichten

Denkendorf in alten Ansichten

Auteur
:   Rolf Deuschle
Gemeente
:   Denkendorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6557-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Denkendorf in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

19 Hier sehen Sie den ehemaligen Rathausbrunnen mit zwei Viehtrögen und einer Wasserauslaufsäule. Weil das Schulgesetz van 1836 ordentliche Räume und Schulverhältnisse forderte, setzte sich in Denkendorf 1840 ein so bezeichneter' dreistockiger schön geräumiger Rat-und Schulhausneubau' durch. Die Kosten betrugen 13 000 Gulden. Dazu kamen 165 Gulden für den Brunnen, der von dem hiesigen Steinhauer und Maurermeister Johannes KeIler (Großvater von Hermann Rothweiler) ausgeführt wurde. Einer der Brunnentröge steht jetzt im Maierhof Ein Brunnenstockmittelstück ziehrte den Rathausneubau von 1968, dem der alte Brunnen weichen mußte.

20 Frauen beimAckern um 1920 auf der Hochebene, heute Rechbergstraße. Im Hintergrund das Wasserreservair und der alte Eichwald. Die Erträge der hiesigen landwirtschaftlichen Betriebe waren nicht so ergiebig, daß sie eine Familie ernähren hätten können. Die Frauen bewirtschafteten daher die Landwirtschaft, während ihre Männer einem Handwerk nachgingen. Fabrikarbeiter, auch Maurer, Gipser, Maler und Schlosser usw., standen in der nahe gelegenen Kreisstadt Esslingen in Arbeit.

1928 wurde die Straßenbahn gebaut, damit die Arbeiter nicht mehr zu Fuß nach Esslingen gehen mußten.

2 1 Mit einem Blick von der Farrenwiese aus gesehen, schauen wir aufKloster, Kirche, Maierhof und Kelter. Dem in seiner frühen Jugend schon mit Malen und Zeichnen begabte Sohn des Pfarrers Wilhelm Müller, Heinrich Müller, verdankt man diesen Kupferstich von 1925. Er ist hier im pfarrhaus arn 25. März 1900 geboren und aufgewachsen. Freude am Malen und Zeichnen hat ihn sein ganzes Leben lang begleitet. Er hat 1932 seine Frau Liesel Wallstätt geheiratet und lebte zuletzt als Zeichenlehrer in Schwäbisch Hall. Nicht nur sein Vater, der hiesige, kunstsinnige Pfarrer, auch sein Großvater Heinrich Gottlob Gutekunst, der mit viel Liebe

zur Kunst in Stuttgart Kunsthändler war, war wohl am Talent des jungen Denkendorfer Künstlers mitverantwortlich.

22 Ländliche Hochzeit am

1. April 1926 von Gottlieb Eppinger und Emma geborene Harsch. Das Bild entstand vor seinem elterlichen Haus in der Hinteren Gasse. Ein [ahr zuvor gründete Gottlieb Eppinger seine mechanische Werkstätte, im Haus seiner Schwiegereltern Harsch, in der Furtstraße. 1939 fertigte er bereits seine 100. Werkzeugschleifmaschine und beschäftigte achtzig Mitarbeiter. 1944 erster Bauabschnitt in den Breitwiesen, 1946 bringt er den 1. Eppinger Strumpfstrickautomaten auf den Markt. 1970 hat das Werk

12 000 Esta-Strumpfstrickautomaten hergestellt und hat 1 150 Mitarbeiter.

231m Bild sehen wir über Dächer hinweg, wie Karl EiseIe, Zeppelinstraße, 1926 die Schäfersteige fotografierte. Links das TagIöhnerhäusIe Krazeisen, mit 'Holzbeige' aufgeschichtet zum Trocknen. Am unteren Ende schaut das alte Rathaus mit seinem Sirenentürmchen heraus.

24 Hier sehen Sie noch das Harsche Haus in der FurtstraBe; an seiner Stelle steht heute der Neubau Furtstraße 11, jetzt Geschäfte Blumen und Versicherung, vormals Kreissparkasse Esslingen. 1648 sind fast alle Häuser in Denkendorf abgebrannt. Dieses Haus soll verschont geblieben sein, weil den Soldaten Speise und Getränke gereicht wurden. Dies geht auf eine mündliche Überlieferung zurück. Links im Bild Emma Nödinger, im Kinderwagen Erna Schwilk, die 1926 geboren wurde, daneben steht ihr Vater Wilhelm Scheurenbrand. Vor dem Garten die Familie Christian Harsch, seine Frau Barbara geborene Lieb und seine Kinder Oskar, Reinhold, Erich, EIsa und Anna.

25 Mit diesem Bild von

1927 zeigen wir die ehemalige Kelter, wie sie als Farrenstall benützt ausgesehen hat. Wahrscheinlich ist, daß hier der Weinbau schon längst vor der Klostergründung, also vor 1124, üblich gewesen war. Im Testament des Stifters von

1 142 lesen wir von Äckern und Weinbergen, die er dem Stift vermachte. Reste der Weinbergmauern sieht man immer wieder noch in der Mühlhalde und in der Schäfersteige. Der Mostobstbau setzte sich seit 1 750 immer mehr durch, weil der Apfelbaum ergiebiger, pflegeleichter und beständiger gegen Frost war. Die Kelter, deren Standort einst auf dem Klosterhof gewesen ist, konnte daher einer anderen Nutzung

als Farrenstall im Maierhof zugeführt werden. Seit 1995 kann die unter Denkmalschutz gestellte, von der Gemeinde Denkendorf neu renovierte Kelter mit seiner sehr seltenen, freitragenden Dachkonstruktion von 1 7 13 zu kulturellen Veranstaltungen beliebig genutzt werden.

26 Bild von 1928. Das ehemalige landwirtschaftliche Haus Schäfersteige Nr. 279, erbaut 1864, heute Neubau Wilhelm Nürk Nr. 29. Ganz typische Hausbauweise für den schwäbisch, ländlichen Bereich in Denkendorf Scheune und Stallungen nebeneinander, links der Wohnteil. Das Dach zieht sich über die ganze Hauslänge hinweg. Im rechten Hausteil die Scheune mit Vorratsräume für Frucht und Heu, Unterstellmöglichkeit für Wagen und Futterschneidmaschine.

27 Die Eintrachtfahne wird erstmals zum deutschen Sängerfest 1928 in Wien der Öffentlichkeit vorgestellt. Personen von links nach rechts sind: Chorleiter Ludwig Neff, Heinrich Müller, Wilhelmstraße; Gottlob Müller, Bauunternehmer, hält seine dem Verein gestiftete Fahne; Heinrich Müller, Löcherhalde; Johannes Metzger, Schäfersteige, Vorstand der Eintracht und Begründer der Arbeitsgemeinschaft Denkendorfer Vereine.

28 Mit diesem Bild von

1928 stellen wir Ihnen den Denkendorfer Motorradclub beim Solitutenrennen vor. 1909 gründete man hier in Denkendorf einen Radfahrerverein der bis heute besteht. Die Motorisierung schritt voran, man bauteAutos; dem das Fahrrad nicht mehr genügte, der kaufte sich ein Motorrad. Es blieb nicht aus, daß Denkendorf 1928 bereits zwei Benzintankstellen hatte. Auf dem Bild sind erkennbar:

Rudolf Steinle, Fritz Drechsler, der nach dem Zweiten Weltkrieg eine Zweiradmechanikerwerkstatt gründete, die heute noch als Autohaus Drechsler besteht; Richard Zimmermann, August Steimer, Fritz Reutter, Karl Nürk, Christian Reutter, Erwin und

Selma Deuschle, Fritz Keller, Klara Brändle, Friedrich Zimmermann, Bruder von Richard, deren Vater den Motorrad- und Fahrradhandel mit Tankstelle in der Friedrichstraße betrieb.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek