Denkendorf in alten Ansichten

Denkendorf in alten Ansichten

Auteur
:   Rolf Deuschle
Gemeente
:   Denkendorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6557-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Denkendorf in alten Ansichten'

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29 Bekanntmachung! So begann der Büttel auf der Straße auszurufen, wie hier in der Schäfersteige. Die Glocke im Arm, gibt er den aufmerksamen Zuhörern Neues vom Rathaus bekannt. Der Gemeindeanzeiger ersetzt heute die Aufgabe des Büttels. Im Bild Ernst Goll, verstorben 1945, als Amtsdiener um 1930 vor dem Haus Gänzle in der Schäfersteige.

30 Zur Goldhochzeit der Eheleute Karl Harsch Steinhauer und Christiane geborene Nürk am 18. Oktober 1930 stellte sich der Kriegerund Militärverein zu einem gemeinsamen Bild in der

Furtstraße vor dem Haus ihres Mitgliedes auf.

Hinterste Reihe von links nach rechts: Ipser Brucker, Deuschle, Kettenacker, Krinn, Nürk, Kaiser, Scheurenbrand, Müller, Wägner Gröber, Bunz.

Mittlere Reihe: nicht bekannt, Zement Fetzer, Rutenfranz, Lammwirt Lang, Alter Hof Deuschle; Gänzle, Feldschütz Kaiser, Rapp, Bürgermeister Geiger, Metzger, Müller. Erste Reihe: Osswald, Wägner

Brucker, Fetzer, Goldhochzeitspaar, vielleicht Müller, Küfer Metzger, Schreiner Brucker, Posthalter und Bärenwirt Lang.

3 1 Das malerische Bild aus dem Privatbesitz Gertrud Deuschle Schreibwaren, die den Alleinvertrieb für diese Postkarte hat, gemalt von ihrem Großvater Jakob Mack 193 O. Der idyllische Blick reizte immer wieder von dieser Stelle aus ein Bild zu gestalten, galt es doch den Körschbach mit Enten und Gänzen zu zeigen, den ehemaligen Fruchtkasten oder die Kapelle. Der Bau der mächtigen Klosterkirche, deren Chorraum von der Talsohle des Maierhofs herauf gebaut wurde, damit in einer Unterkirche das Heilige Grab von Jerusalem eingebaut werden konnte. Damit begann man 1196 nach dem Tod des Hohenstaufischen Kaisers Heinrich VI. Die Fertigstellung erfolgte etwa 1230. Zu

dieser Zeit gehört die Außenbemalung rot auf ockergelb. Um die Kapelle herum gruppieren sich Körschbrücke und Gebäude, die einst zu dem ehemaligen 1305 genannten Herrenhof gehört haben.

"

32 Die Süddeutsche Gemeinschaft befindet sich heute im Haus von Gottlieb Kirschner in der Schnellenstraße, der sie als Schwiegersohn van Daniel Adam bei sich aufgenommen hat. Als der erste in Denkendarf nahm DanielAdam in seinem kleinen Häusle in der Schäfersteige etwa 1920 diese Gemeinschaft auf. An den Sonntagen an denen er aus der Bibel vorlas, füllten zahlreiche Menschen seine Wohnung, standen auf dem Gang, saßen auf der Stiege und noch var dem Haus versuchten einige seine Warte zu hören. Die Gemeinschaft fand immer mehr Anhänger. Zunächst hatten sie einen Versammlungsraum in der Furtstraße, dann in Gottlieb Kirschners Haus.

33 Hier sieht man verschiedene verkehrstechnische Mittel. Die Straßenbahn auf Schienen, der Fußweg mit Randstein, die bereits geteerte Straße für motorisierte Fahrzeuge. In Richtung Esslingen bewegt sich noch ein aus Holz und Eisenrädern gemachter mit Mist beladener Wagen. Die Kuh zieht in Denkendorf wegen der Hanglage und steilen Wegen mit dem Stirnblatt die Lasten leichter. Katharina Brucker aus der Schäfersteige hat ihre Leitkuh an der Hand.

34 Der Radfahrverein Denkendorf um 1930 in Festkleidung. Im erstenjahrzehnt unseres Iahrhunderts entwickelte sich der Radsport, weil der Preis des Fahrrads in erschwinglicher Höhe lag und das neue Fortbewegungsmittel dem einfachen Mann seinen Bewegungsraum mit einem Male ungeahnt erweiterte, so wurde der Radsport alsbald auch ein Volkssport. Er breitete sich besonders in Arbeiterkreisen aus. Es konnte damals nicht ausbleiben, daß das errungene politische Selbstbewußtsein auch in den Vereinsbildungen zum Ausdruck kam. Das entscheidende Gewicht der politisch bewußten Arbeiterschaft lag im Zusammenschluß, in der Solidarität. So ist denn auch der Denkendorfer Verein 1909 zustandegekommen, als Orts-

gruppe des umfassenden Arbeiter-Rad- und Kraftfahrerbundes 'Solidaritàt'. Die hiesige Ortsgruppe bestand im Gründungsjahr aus fünfzehn Mitgliedern.

35 Der CVJM ist eine große und weit über Deutschland hinausreichende Bewegung innerhalb der protestantischen Kirchen, die im vorigen Jahrhundert entstanden ist. Sie faßte 1896 auch in DenkendorfFuß, als der damalige Pfarrer Fischer damit begann, am Sonntagabend junge Leute im Zeichensaal um sich zu sammeln. Zur Bildung eines eigentlichen Vereins kam es 1900 durch Pfarrer Müller. Das Wachstum des kleinen Vereins wurde entscheidend angeregt durch die Begründung eines Posaunenchors im [ahre 1910. Der tatkräftige Vereinsvorstand Gottlieb Eppinger ruhte nicht, bis der mutig beschlossene Bau eines Vereinsheims 1929 begonnen war und im Mai 1930 feierlich eingeweiht werden konnte.

36 Die CVJM - Vereinsfamilie hat sich 1931 zu einem Gruppenfoto im Maierhof aufgestellt. Sie haben wie alljährlich der Gemeinde Denkendorf ihre Farrenwiese abgemäht, dann Heu gemacht und dieses in den Farrenstall eingefahren. Der Neubau des Vereinshauses von 1930 verursachte Schulden; für das Heuen erhielt der Verein einen Geldbetrag, der der Vereinskasse des CVJM zugute kam. Auf dem Pferd der Vereinsvorsitzende.

37 Die Eröffnung des Denkendorfer Freibades 1932

war ein Fest für alle Badefreunde. In freiwilligen Arbeitsstunden haben die hiesigen Naturfreunde ein Freibad geschaffen. Ernst Allmendinger erzählte, daß alle Mitglieder, auch Frauen, Arbeitsstunden abgeleistet haben. Dazu gehörte der Erdaushub, der mit Stoßkarren abgefahren wurde, das Becken geschalt und betoniert, Dämme und Böschungen angelegt und mit Blumen bepflanzt. Dann die Umkleidekabinen gebaut, Dusche und Sprungbretter und Aus- und Einsteigetreppen, alles von Mitgliedern gemacht!

38 Luftbild, aufgenommen 1932 von Richard Zimmermann (ZET). Paul Wais überfliegt zusammen mit Richard Zimmermann den Klingenackersportplatz. Der 1922 gegründete Sportverein feiert 1932 sein zehnjähriges Stiftungsfest. Die beiden Freunde haben sich dazu die Kuriosität einfallen lassen, den Ball zum Spielbeginn aus dem Flugzeug herunter zu werfen. Nach dem Ballabwurfmachten sie dieses Bild. Ganz links ist schon die Bäckerei Beutel sichtbar, dann die Wilhelmstraße, das erste Neubaugebiet im Oberdorf, neben dem Schafhaus mit Endhaltestelle der Straßenbahn. In der Bildmitte das einzelne Haus van GotthilfDeuschle, Zim-

mermann, jetzt Haufstraße. Die dahinter liegenden Fruchtfelder sind heute überbaut.

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