Denkendorf in alten Ansichten

Denkendorf in alten Ansichten

Auteur
:   Rolf Deuschle
Gemeente
:   Denkendorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6557-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Denkendorf in alten Ansichten'

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49 Abend für Abend hat jeder hiesige Landwirt mit Milchkühen seine Milch am Milchhäusle, der Milchsammelstelle in der Karlstraße, abliefern können. Rechts war der Eingang für die abzuliefernde Milch; dort wurde die Menge gemessen, und über die Stempeluhr zur monatlichen Abrechnung festgehalten. Links arn Gebäude war der Milchverkauf, dort wurde am Ausschank die Milch in die mitgebrachten Milchkannen eingefüllt.

SO Eine Postkarte aus ungewöhnlicher Perspektive, wohl 1940 von der Zeppelinstraße aus aufgenommen. Mitten im Bild das auf dem Klosterberg gelegene ehemalige Kloster Denkendorf Unter ihm der Maierhof mit Zehentscheuer, dann das Dorf Denkendorf Die Gründung des Klosters Denkendorf durch Graf Berthold von Hohenberg Lindenfels geht auf das [ahr

1 1 24 zurück.

5 1 Grasmähen zum Heuen 1943 auf der Langwiese im Körschtal in Richtung Deizisau. Im Bild sieht man von links nach rechts: Wilhelm Gröber, Ella Nürk, Selma Deuschle und Emilie und Gottlob Nürk. Am Standort dieses Bildes steht heute die Kläranlage der Gemeinde Denkendorf.

52 Heuernte im Sulzbachtal. Im Hintergrund die erste Stahlbrücke der damaligen Reichsautobahn, die 1945 von der deutschen Wehrmacht gesprengt wurde. Die nachrückende Besatzungsmacht baute eine Umgehungsstraße die den Galgenberg herunter, entlang der Neuhäuser Straße unter dem kleinen Viadukt hindurchführte und danach wieder in die Autobahn einmündete. Der Sulzbach, wie hier im Bild von Buschwerk umsäumt, ist ein Zufluß der Körsch unterhalb dem Ort. Warscheinlich hat er seinen Namen daher, wenn der Anlaut 'S' ein hinweisendes keltisches Fürwort darstellt, und 'ulz' das romanische 'aulta,

alta, olta' meint, aus lateinisch altus = Anhöhe, sodaß 'Sulzbach' der Bach, ein von der Filderhöhe herunter fließender Flußlauf ist.

53 Auf diesem Bild sieht man das uralte Körschbachbrückle oberhalb vom Freibad, in einer 1946 gemachten Aufnahme. Es verbindet die im Bangert gelegenen Wiesen rechts vom Körschbach mit denen von der überwies auflinker Körschbachseite. Wie alt mag wohl das Brückle gewesen sein, auf dem eben der Frisör Schwenk und zwei Denkendorfer Buben stehen. Dieses Brückle war vielen Malern Anreiz es im Bild festzuhalten.

S4 Auf diesem Bild sehen Sie wie viele Menschen durch Vertreibung nach dem Krieg eine neue Heimat in Denkendorf fanden und 1946 im Maierhof ihre Fronleichnamsprozession abhielten. Allen voran führt derTaubstumme ungarndeutsche Franz Benderf Post die Kindergruppe an. Links auserhalb der Kinderreihe gehend, sieht man eines der Piechottakinder an die Hand genommen. Gegenüber schaut den beiden der Vater Ernst Piechatta zu. Die Piechottas betrieben in FrauendorfKreis Oppeln in Oberschlesien einen Bauernhof von dem sie vertrieben wurden. Auf dem Weg von Lager zu Lager wurde die Familie, so wie auch andere aus Ostgebieten, der Gemeinde Denkendorf zugeteilt.

SS Mit diesem 1948 gemachten Bild, können wir hineinschauen in die ehemalige Hintere Gasse. Alle Gebäude sind veschwunden. An ihrer Stelle stehen jetzt das Parkdeck, die Tiefgaragen und die Einfahrt für das Postauto beim Seniorentreff. Unter dem Durchgang geht Frieda Steinle, Frau des Seilermeisters und Seegrasspinners GustafSteinle, der diesen Durchgang zum Seilemachen brauchte.

56 In der Pfarrgasse 1948. Fast alle Häuser und Scheunen mit Schuppen sind durch neue moderne Wohnhäuser ersetzt. Die Scheune in der Bildmitte hatte in Stein gemeißelt die [ahreszahl 1560. Woher kommt die Bezeichnung Pfarrgasse ? 1 1 60 teilt der Bischof von Konstanz dem Propst Konrad mit, daß von nun an er, sowohl auch seine Conventualen, die Seelsorge für seine Untertanen im Dorf versehen darf. 13 10 lesen wir, erhält jeder Besucher, so er die Kirche des Heiligen Grabes zu Jerusalem in Denkendorfbesucht, Ablaß gewährt. 1 5 1 1 teilt der Bischof wieder dem Propst mit, er dürfe ein [ahr lang den Kirchendienst mitTragaltären

versehen. Zu all diesen Vorgängen brauchte man kein Pfarrhaus, erst als der evangelische Pfarrer Leonhard Alber, der zwischen 1567 und 1585 ein Haus im Dorfkaufte, gab es ein pfarrhaus. Die namengebende Zeit machte aus dem Gassenabschnitt vom Brunnen zum neuerworbenen Pfarrhaus, das 'pfarrgässle', danach die Pfarrgasse.

57 Der Trauerzug vor dem Haus Jakob Maier Eichersteige 21/2. Er war der Denkendorfer Leichenwagenfahrer und Landwirt. Im Bild führt er, wie jeden anderen Bürger, seinen Schwiegervater Wilhelm Münzenmaier, ehemaliger Bäcker und Löwenwirt, der am 12. April1949 verstarb, von seinem Haus zum Friedhof. Verwandte, Freunde und Trauernde kommen vor dem Trauerhaus zusammen um dem Toten das letzte Geleit zu geben.

58 Auf diesem Bild sehen Sie wie der Trauerzug Wilhelm Münzenmaier die Kirchgasse herunterkam, die Körschbrücke passierte und eben die Kapellenstraße hinaufzieht. Wenn der Trauerzug oben am Kirchhofeingang ankam, dann sangen die Leichensänger, wie schon vor dem Haus nocheinmal ein Lied. Von da an trugen entweder Schulkameraden, Männer aus der Nachbarschaft, oder Vereinskameraden den Sarg auf einer Bahre zum offenen Grab.

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