Denkendorf in alten Ansichten

Denkendorf in alten Ansichten

Auteur
:   Rolf Deuschle
Gemeente
:   Denkendorf
Provincie
:   Baden-Württemberg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6557-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Denkendorf in alten Ansichten'

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S9 Ungarndeutsche Doppelhochzeit 1949, der Geschwister Dittmann in ihrer neuen Heimat Denkendorf, vor dem Rathaus Furtstraße 1. Das linke Brautpaar: Josef Fritz aus Veces uns seine Frau geborene

Dittmann, die aus Elek ist. Das rechte Brautpaar: Martin Dittmann und seine Frau geborene Grater, beide aus Elek. Die älteren Leute tragen noch die Kleider der alten Heimat, die Jüngeren und Kinder haben

sich schon neuzeitlich eingekleidet. Die ungarische Gemeinde Elek gehörte zur großen Kreisstadt Gyula. Ein Teil der damaligen Vertriebenen wurde Denkendorf zugeteilt. Veces ist eine Gemeinde un-

weit der Landeshauptstadt Budapest und von Elek etwa 400 km entfernt. Gemeinsame neue Heimat, und Landsmannschaft, über weite Entfernungen hinweg, lassen enge Verbindungen entstehen.

60 Der Wagnerzunftmeister, auch Landwirt, Friedrich Gröber (geboren 1894) gewöhnt eben sein Kalbel 1950 in der Friedrichstraße ans Kuhfuhrwerk an. Die Familien Gröber, zu der auch der Zunftmeister gehörte, können hier in Denkendorf auf viele Jahrhunderte zurückschauen. Gröber (= Greber = Graber) ist aus einerTätigkeit hervorgegangen. Das Wort ist nur noch als Silbe erhalten und war ursprünglich Totengräber.

61 Bild vom Kirbefest um 1950-1955. Alljährlich zur Kirbe erfreuten sich die Herzen der Kinder, wenn sie Karussell fahren durften. Am 'Bläule' , der freie Platz am Körschbrückle neben dem alten Feuerwehrspritzenhaus, war Raum genug für das Karussell und die Schießbude. Manche [ahre zeigten Schausteller auch einen tanzenden Bären, der Kunststücke vorführte.

62 Das ehemalige Gasthaus Zum Bären von Otto Lang. Seit 1978 von der Gemeinde renoviert und neu eröffnet als Gasthaus Zum alten Bären mit Heimatmuseum. Hier der Musikverein Denkendorf beim Platzkonzert 1960. Das Haus hat eine lange Geschichte, kein anderes Haus würde es an Größe undAusmaß übertreffen. Ohne Zweifel war es der einstige Sitz des Denkendorfer Ortsadels. Dies wird auch schon durch seine Lage am Ortsmittelpunkt bestimmt. Der am Hausgiebel angebrachte Neidkopf kann auch eine Gerichtsmaske sein. Graf Eberhard van Württemberg soll 1490 bei einem ]agdaufenthalt in Denkendorf dort eingekehrt sein. In der Wirtschaft wurde einst die erste Posthalterei eingerichtet.

63 Mit diesem Bild zeigen wir, wie bei hiesigen Hochzeiten die Männer noch Frack und Zylinder tragen. Der Hochzeitszug kommt 1953 nach der Trauung in der Klosterkirche, von dort aus zurück die Kirchgasse herauf zum Gasthaus Zur Krone. Dem Brautpaar RudolfTonn und seiner Frau Leonore geborene Nürk, die man auf diesem Bild leider nicht sieht, folgen die Brauteltern Frau Anna Nürk geborene Henzler und Eugen Nürk, danach die Eltern des Bräutigams.

64 Das Bild zeigt wie 1955 das Haus Kirchstraße 9 ausgesehen hat. 1979 konnten wir unser schönes Heimatmuseum im Gasthaus Zum alten Bären eröffnen, 1983 folgte die erste Erweiterung in der ehemaligen Krazeisenschmiede Kirchstraße 9, 1995 plante man dort eine zweite Erweiterung ins obere Stockwerk. Hausbesitzer war seit 1756 Johannes Lederlin (verstorben 1796), dann seine Tochter Maria Barbara und Michael Deuschle, von denen es heißt, daß sie an Sonn- und Feiertagen geistliche Lesungen und Predigten abgehalten haben. Es folgt deren Sohn [ohann Georg Deuschle, dann dessen Tochter Katharina mit Josef Harsch Nagelschmied, der

1894 verstarb. Danach kauft Anna Maria Fetzer mit Jakob Müller Wagner das Haus.

191 3 kauft die Tochter Helene Magdalene mit ihrem Mann Johannes Krazeisen, 1926

geht es an ihren Sohn Gottlob und 1964 an dessen Tochter Hilde und ihren Mann Erwin Schroth über. 1975 erwirbt die Gemeinde Denkendorf das Haus.

65 Im Bild Rosa Krazeisen 1955. Sense und Heurechen geschultert, 's Vespersäckle mit Kumpf und Wetzstein unter den Arm geklemmt, ist sie auf dem Weg zum Grasmähen zu ihrer Wiese am Neuhäuser Weg. Im Hintergrund sieht man den Schafstall und die Straße nach Neuhausen. Die bereits in Bewegung geratene Industrialisierung erbrachte nicht nur das Ende der Feldarbeit von Hand in der Landwirtschaft, sondern bereitete auch selbständige Handwerker wie dem Wagner und dem Schmied, deren Berufe nicht mehr gefragt waren, bald ein jähes Ende.

66 Das Bild zeigt die Fahnenträger vom Festzug am Marktplatz, am 24.]uli 1956 als sich die beiden DenkendorferVereine, der 1896 gegründete Turnverein Denkendorf und der jüngere 1922 gegründete Sportverein Denkendorf, sich zu einem Verein, dem TSV (Turn- und Sportverein) Denkendorf zus am mengeschlossen haben.

67 Vom hohen Kirchendach der Klosterkirche herunter entstand 1957 das Bild von der Zehentscheuer. Das Ende der Zehentscheune war dort, wo die Trennwand der Scheuer zum etwas niedereren Haus Steimer 1850 an das Ende der Scheune angebaut wurde. Bei einer Dachreparatur hat man an dem Zehentscheunenende das frühere Walmdach entfernt und zu einem geraden Giebel hochgezogen. Seit 1998 wird das denkmalgeschützte Gebäude von der Gemeinde saniert. Für das Alter der Bauhölzer wurde das [ahr 1532 bestimmt. Das Brandjahr 1 377 hat keine Zehentscheuer überleben lassen. Was die Brände folgender [ahre zerstört haben ist ungewiß. Es dürfte sich wohl 1532 um

eine Erneuerung gehandelt haben. Zehentscheunen sind aus Karolinischer Zeit, was bedeutet, daß sie schon längst vor der Klostergründung 1124 dem Denkendorfer Ortsadel dienten.

68 Die Freiwillige Feuerwehr Denkendorf 1958 wie sie sich vor dem alten Spritzenhaus am Körschbachbrückle aufgestellt hatte. Inmitten der Gruppe steht Bürgermeister Walter Dieterich,

links von ihm der Kommandant Gottlieb Steimer und rechts der Vizekommandant Friedrich Mezger. In Denkendorf ist das Feuerwehrwesen in den alten Lagerbüchern weit zurück nachzuweisen.

Ein 1605 erneuertes Lagerbuch enthält schon eine recht anschauliche Feuerordnung. Zu jedem erwachsenen Bürger gehörte ein Ledereimer, mit dem er sich im Brandfall in eine Löschkette einreihen

mußte. Schließlich wurde 1863 in Denkendorf die Freiwillige Feuerwehr gegründet, die 1988 auf ihr 125jähriges Bestehen zurückschauen konnte.

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