Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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EINLEITUNG

'Woid' nennt der Waldier den Bayerischen Wald, ein Mittelgebirge, das sich zwischen Donautal und bayerisch-böhmischen Grenzkamm, zwischen dem oberösterreichischen Mühlviertel und dem Oberpfälzer Wald erstreckt. In den mittelalterlichen Urkunden wird dieses herrliche Stück Land als 'Nordwald' bezeichnet und noch bis in unser 20. Jahrhundert war der Hauptgebirgszug zwischen Hohem Bogen und Dreisessel unter dem Namen Böhmerwald bekannt. In den zwanziger Jahren bürgerte sich die Bezeichnung Bayerischer Wald ein. 1951 wurde diese Bezeichnung vom bayerischen Landtag beschlossen und amtlich eingeführt.

Der vorliegende Band behandelt die Kultur- und Naturlandschaft des Bayerischen Waldes von ungefähr 1890 bis 1930. Die Abbildungen stammen aus dernselben Zeitraum. Um das kulturhistorische Bild des Bayerischen Waldes für den Zeitraum um die Jahrhundertwende abzurunden, folgen diesem ersten Band noch zwei weitere. Darin werden die bäuerliche Arbeit, das ländliche Handwerk, das geistige Schaffen sowie das waldlerische Brauchtum beschrieben.

Dank an die Leihgeber

Folgenden Damen und Herren habe ich herzlich und aufrichtig zu danken: Herrn Malermeister Friedrich Biller, Regen; Frau Fachoberlehrerin Elisabeth Faatz, Regensburg; Herrn Geschäftsinhaber Alois Gröller, Arnbruck; Frau Studienrätin Elisabeth Hafner,

Regen; Herrn Verkehrsamtsleiter Karl Schlager, Hauzenberg; Herrn Geschätsinhaber Otto Huber, Regen; Frau Oberlehrerin Katharina Hundsrucker, Eging am See; Frau Johanna Höltl, Thyrnau bei Passau; Pfarrer Rudolf Krause, Kirchdorf im Wald; Pfarrer Johann Gröger, Ludwigsthal; Frau Betty Jankowski, Zwiesel; Frau DI. Annemarie Kuhn-Wengenmayr vom Landesamt für Denkmalpflege, München; Herrn Xaver Stecher, Langbruck bei Regen; Herrn Fotografen Fritz Ostermann, Regen; Pfarrarchiv Arnbruck; Herrn Lothar Blenk, Bischofsmais; Herrn Verwaltungsangestellten Gunther Partheter, Regen; Herrn Fotografen Hermann Popp, Viechtach; Herrn Oberamtsrat Fritz Weber vom Stadtarchiv Regen; Familie Katharina und Georg Trauner, Trametsried bei Kirchdorf im Wald; Pfarrarchiv Teisnach; Frau Katharina Sigl, Regen; Herrn Georg Schafhauser, St. Oswald; Herrn August Schmidt, Passau; Herrn Geschäftsinhaber Karl-Heinz Schwarz, Arnbruck; Frau Maria Sommer, Regen; Frau Sekretärin Marianne Sporer, Passau; Herrn Alois Weinbacher, Regen; Herrn Studiendirektor Herbert Wolf vom Brauchtumsarchiv Cham; meinen Schülern Thomas Kaiser und Jürgen Weinfurtner, Regen.

Mein ganz besonderer Dank gilt Frau Oberlehrerin Friedelinde Rosenberg, Zwiesel, und Herrn Bundesbahnbetriebsinspektor Friedrich Pech, Regen. Sie haben mir bereitwillig und großzügig den Nachlaß ihres Vaters Anton Pech zur Verfügung gestellt (vergleiche NI. 83).

Onsregtster der Abbildungen Aicha vorm Wald 63 Altschönau 84

Arber 2,47,48,49,50,51 Arnbruck 40

Bärnsteiner Leite 89 Bernried 27

Bodenmais 44, 45, 46 Bogenberg 17

Böhmhof bei Bodenmais 66 Breitenberg 100 Brotjacklriegel 71

Bruckmühle bei Röhrnbach 104 Cham 6

Cham-Further Senke 5 Chammünster 6, 7 Deggendorf 28 Dreikögelriegel 78 Dreisessel 96, 97, 98 Dreitannenriegel 28 Donaustauf 14

Ecker Sattel 40 Eizersdorf bei Zenting 68 Englburg 115

Fahrnbach bei Bischofsmais 67 Falkenfels 23

Falkenstein (Berg) 51, 57 Falkenstein (Ort) 12

Frauenbründl bei Gehmannsberg 74, 75 Frauenzell 15

Freyung 93, 94

Furth 5

Further Senke 5 Fürstenstein 115 Grafenau 87, 88 Geißriegel 28

Gotteszell 29, 30 Haibach 25

Hauzenberg 107, 108, 109 Hoher Bogen 5

Holzhof bei Kötzting 38, 69 Hötzelsried bei Arnbruck 43 Hz 113, 114

Ilztal114

Kaitersberg 37,41 Kirchdorf im Wald 60 Kötzting 37

Lacken bei Wegscheid 101 Lackenhäuser 99

Lam4

Lamer Winkel 4

Langbruck bei Bischofsmais 56 Leopoldsreuth 95

Lindberg bei Zwiesel 64, 65 Lindbergmühle 57

Lohberg 1, 3

Ludwigsthal 58, 59

Lusen 92

Mauth 93

Metten 26

Mitterfels 21, 22

Neue Welt 98, 100 Niederaltaich 71, 72 Niederhaus (Veste) 114 Oberaltaich 18 Oberfrauenau 77

Obernzell 110, 111

Osser 1, 2

Otterskirchen 116 Perlesreut 105, 106

Pfahl 33, 34, 35 Prackenbach 32

Rachel51, 78, 79,80,81, 82 Rachelsee 80

Rathmannsdorf bei Vilshofen 62 Rauchröhren 42

Regen 36, 54, 78

Regental bei Teisnach 35 Reichenbach 10

Ried am Haidstein bei Kötzting 39 Riede1stein 40

Rinchnach 73

Roding 11

Röhrnbach 103

Rosenberger Gut 99

Sankt Oswald 61, 85, 86 Saldenburg 115

Schönberg 90, 91

Steinere Kanzel41

Thyrnau 112

Tittling 115

Tramtesried bei Kirchdorf im Wald 70, 76

Viechtach 31 Wagensonnriegel 78 Walderbach 8, 9 Waldkirchen 102 Waldhäuser 81 Walhalla 14

Weißenstein bei Regen 55 WetzeIsberg bei Stallwang 24 Windberg 19, 20

Wörth 16

Zell bei Roding 13 Zellertal 40 Zwiesel51, 52, 53

O ser, /283 m.

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1. Von Lohberg aus (siehe Titelbild) entfaltet der Osser seine ganze majestätische Pracht. Den gewaltigen Bergstock und Grenzkamm zwischen Bayern und Böhmen bekrönen zwei Gneisgipfel, der Kleine Osser (1 272 Meter) und der Große Osser (1 292 Meter). Um die Jahrhundertwende wurden für den größeren, bereits auf der böhmischen Seite gelegenen Berggipfel nur 1 283 Höhenmeter gemessen (siehe Bild). Doch um diese Zeit trennte die Grenze noch nicht Herz und Sinn der Menschen aus beiden Ländern. Böhmen und Bayern erfuhren in dem 1901 von der Waldvereinssektion Lam-Lohberg erbauten und aufbayerischem Boden gelegenen Schutzhaus herzliche Gastfreundschaft.

Literatur: Joh. Bapt. Detter, lIlustrierter Führer durch mittleren und oberen bayerischen Wald. Deggendorf, 1902, S. 134-135. (Foto: Sammlung Gunther Partheter, Regen.)

GI. Arber,1476 m

Panorama vom Osser, 1283 m. [Bayr. u. Böhmerwald.]

2. In seinem 'Führer durch den Bayerischen Wald und den Böhmerwald' (Leipzig, 1910, S. 35) beschreibt Leo Woerl die vortreffliche Aussicht vom Osser: Gegen Norden iibersieht man das bohmische Hügelland mit seinen Städten, Marktflecken und Dorfem, gegen Nordwesten die Oberpfalz bis zum Fichtelgebirge, gegen Westen das hûbsche Tal des Weißen Regen, im Süden steigt der Arber auf (siehe Bild), gegen Südosten kann man bei hellem Wetter die Alpen sehen, gegen Ost und Nordost sieht man das Andeltal, Eisenstraß usw. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

3. Das 'Schwarzauer-Anwesen' in Lohberg bei Kötzting ist ein stattlicher Einfirsthof, bei dem Wohnhaus, Stall und Scheune in einer Flucht unter einem Dach untergebracht sind. Der zwiegädige Hausstock ist auf einer Bruchsteinmauer aufgezimmert und mit zwei Altanen ausgestattet. Firstsäule und Hänger sind geschnitzt. Die bauchigen, kegelförmigen 'Schroutbretter' füllen die Fassade harmonisch aus, Das flache, vorspringende Dach schützt vor jedem Wind und Wetter. An der Längsseite befindet sich die Haustür. Das fast quadratische Wurzgärtchen (rechts im Bild) ist mit 'Hanicheln' umzäunt. Unter den Fenstern der Giebe!front werden 'Prügeln gehaut', von denen schon ein Teil zum Trocknen aufgeschichtet ist. Das Foto entstand vor 1922.

Literatur: A. Bergmann, Volksarchitektur aus Ostbayem und dem Böhmerwald. Amberg, 1977, S. 9 ff. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

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4. Lam, die 'Laubenau', ist altes Rodungsland: 1279 schenkte Bischof Heinricn IJ. von Regensburg dem oberbayerischen Benediktinerkloster Rott den 'Neubruchzehnten' zwischen Osser, Zwercheck und Arber. Tiroler wurden angesiedelt und sie brachten zugleich auch ihren Patron, den heiligen Ulrich mit. Der seit 1463 rege einsetzende Abbau von Silbererzen erlosch um 1600. In seiner Blütezeit erhob Herzog Wilhelm IV. 1522 Lam zur 'gefreiten Bergstatt'. Den Bau der am 1. August 1893 eröffneten Stichbahn Kötzting-Lam haben die Glashuttenherren des Lamer Winkels vorangetrieben. Doch als kurz danach das Holz, das Brennmaterial der Glashütten, im Preise kräftig anzog, verlegten die Glashüttenherren ihre Betriebe hauptsächlich nach Neustadt an der Waldnaab, um dort die günstigere Kohle aus Böhmen beziehen zu können. Die Bahn aber blieb dem Ort erhalten.

Literatur: Karl B. Krämer, Landkreis Kötzting. Straubing, 1964, S.41-45 und S. 255-257. (Foto:

Brauchtumsarchiv, Cham.)

5. Die Cham-Further Senke zwischen dem Oberpfälzer Wald im Norden und den Ausläufem des Bayerischen Waldes im Süden ist eine breite Einmuldung, durchaus nicht völlig eben, sondern von flachen Geländewellen unterbrochen und randlich von hochwassersicheren Terrassen begleitet. In einer Höhe von rund 400 m NN und einer Breite von 4-5 km führt sie quer von Ost nach West durch das Grenzgebirge und setzt sicn in der Bodenwöhrer Bucht fort. Als relativ waldarme breite Tiefenzone zwischen wald- und schneereichen Mittelgebirgshohen, diente sie seit vorgeschichtlichen Zeiten den Durchgangsverkehr und wurde früh besiedelt. Die Aufnahme zeigt die Further Senke vom Norden aus. Die südliche Silhouette wird vom Hohen Bogen gebildet. In der Mitte des Bildes ist Furth im Wald zu sehen. Die Aufnahme entstand um 1907.

Text: Hans Fehn in: Bayerischer und Oberpfälzer Wald. Essen, 1965, S. 67-92. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

6. Die Chamer Bucht ist dem Nordwesten des Bayerischen Waldes vorgelagert und uralter historischer Boden. Völker- und Heerscharen haben das Chambtal durchzogen. Kaiser Heinrich lIl. hat um Cham eine Markgrafschaft errichtet. Die Reichsburg Cham auf dem Galgenberg hatte die Straße nach Böhmen zu schützen. Als älteste Markt- und Bürgersiedlung bei der Reichsburg gilt wohl das südlich des heutigen Cham gelegene Altenmarkt. Das im Vordergrund abgebildete Chammünster wurde vom Agilolfingerherzog Odilo gestiftet. Herzog Tassilo hat die Stiftung erneuert und dem Kloster vermutlich kolonisatorische Aufgaben im 'Nordwald' zugewiesen. Während der Ungarnstürme erlosch in Chammünster das klösterliche Leben. Bis ins 17. Jahrhundert war Chammünster Pfarrsitz von Cham. Die vorgegebene Ansichtskarte stammt aus den dreißiger Jahren.

Literatur: Max Spindier, Handbuch der bayerischen Geschichte. München, 1967, S. 3 ff. (Sammlung:

Brauchtumsarchiv, Cham.)

7. Unter den gotischen Bauten des ehemaligen Bezirksamtes Cham steht an Größe wie an kunstgeschichtlichem Interesse die stattliche, dreischiffige Kirche in Chammünster an der Spitze: in den Osttürmen und in den Umfassungsmauern des Chores frûhgotisch, im iibrigen aber spatgotisch, bietet die ehrwiirdige Mutterkirche der Chamer Gegend bei eindringender bauanalytischer und technischer Untersuchung eine Fülle lehrreicher Einzelheiten, und auch in künstlerischer Beziehung entbehrt sie als Raumschöpfung nicht eines gewissen Reizes. Kurz vor 1906 erstellte das Landesamt für Denkmalpflege die Aufnahme.

Text: KDM, Bezirksamt Cham. München, 1906, Band 6, S. 148.

8. Über die Gründung der Zisterze Walderbach am rechten Regenufer liegen keine gesicherten Nachrichten vor. Burggraf Otto I. von Regensburg, aus dem Hause der Landgrafen von Steffling stammend, soll Walderbaeh, das anfangs mit Augustinerchorherrn besetzt war, gestiftet haben. 1143 kamen aber schon Zisterzienser aus Waldsassen nach Walderbaeh. Gegen Ende des Mittelalters konnte die Walderbacher Stiftsbibliothek einen reichen Bestand aufweisen, unter anderem sogar eine Parzifal-Handschrift. 1428 wurde Walderbach von den Hussiten zerstört; 1556 reformiert. 1669 gab Kurfürst Ferdinand Maria Walderbach wieder den Zisterziensern zurück. Der Aldersbacher Abt mußte dafür 8 357 Gulden erlegen. Zisterzienser aus Aldersbach besiedelten nun Walderbaeh. 1803 wurde Walderbach säkularisiert. Vor 1905 entstand die Aufnahme.

Literatur: Handbuch der historischen Stätten Deutschlands. Stuttgart, 1974, Band 7, S.783-784. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

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