Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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9. Über die Walderbacher Klosterkirche urteilt der bekannte Kunsthistoriker DI. Hugo Schnell: Der um 1180 entstandene Gewölbebau reiht sich in die Hallenkirchenlosungen von Priill, St. Leonhard, VenedigHabburg. Seine Anlage mit drei Apsiden, der Regensburger Schule angehorend, ist bayerisches Element. Der Gewölbebau von Walderbach beeindruckt durch seine Architektur stärkstens. Dieses Erlebnis steigert die hochwertige Malerei. Hier siegt nicht das fehlende Figûrliche, sondern das Ornament, das sich in reichsten Variationen und Verflechtungen um die Himmelsdecke schlingt. In der Renaissance wurden die romanischen Wandmalereien übertüncht. In den Jahren ab 1888 wurden sie durch den königlichen Bauamtsassessor freigelegt. Die Aufnahme wurde kurz vor 1905 durch das bayerische Landesamt für Denkmalpflege gemacht.

Literatur: Hugo Schnell, Walderbaeh. München, o.J., S. 7. (Sammlung: Landesamt für Denkmalpflege.)

10. Die Benediktinerabtei Reichenbach wurde zur Zeit der Hirsauer Reform 1118 von Markgraf Diepold Il. gegründet. Die ersten Mönche kamen aus dem Nordgaukloster Kastl. Auf Zeiten der Blüte folgten in Reichenbach immer solche des Niedergangs. 1330 konnte Reichenbach Ettal besiedeln. Den Hussitensturm konnten Konvent und Kloster abwehren; den Lehren Luthers erlagen sie. 1562 wurde die Abtei erstmals aufgelöst. Der Bildersturm hat viele Kunstschätze zerstört, Die Gegenreformation brachte zunächst die Jesuiten nach Reichenbach, ab 1669 waren es wieder Benediktiner aus St. Emmeran in Regensburg. Am 1. Mai 1803 wurde Reichenbach säkularisiert. Der begeisterte Kunstfreund Domvikar Georg Dengier in Regensburg rettete 1884 Reichenbach vor dem Verfall und Abbruch, indem er das Kloster aufkaufte. 1891 richteten die Barmherzigen Brüder darin eine Pflegeanstalt ein. Die Aufnahme wurde kurz vor 1905 vom Landesamt für Denkmalpflege gemacht.

Literatur: KDM, Bezirksamt Roding. München, 1905, S. 90-127.

11. Roding zeigt eine mehr städtische Bauanlage, wenigstens im westtichen Teile und nach Süden. Auf einer erhöhten Stufe inmitten des Ortes erhebt sich die Pfarrkirche, einfachen Barockstiles, mit einem mächtig weit sichtbaren Kuppelturme... Das wirtschaftliche Leben zeigt neben Viehsucht und Ackerbau viele Gewerbetätigkeit: wir finden drei Brauereien, drei Gerbereien, zwei Färbereien, eine Ziegelei; das Kunstgewerbe wird durch eine Schnitzschule gepflegt. Floße auf dem Regen befordem die Holzabfuhr.

Text: Wilhelm Götz, Geogr.-hist. Handbuch von Bayern, München, 1895-1898, Band 1, S.849-850. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

Kurort Falkensteln I. bayr. Wald

12. Die Burg Falkenstein, vermutlich im 11. Jahrhundert angelegt, erhebt sich aus einem weiten Talkessel auf einem steilen, 627 Meter hohen Granitkegel, um den sich ein urwüchsiger Naturpark mit bizarren Felspartien, schattigen Buchen und Ulmen, Linden und Fichten, Eichen und Tannen zieht. Die Fürsten von Thurn und Taxis, seit 1829 Eigentümer der Burg, haben diesen einzigartigen, ungefähr 12 Hektar großen Landschaftspark geschaffen, der schon um die Jahrhundertwende Einheimische wie Sommergäste anzog. 1895 zählte der Markt Falkenstein 634 Einwohner, die hauptsächlich von der Viehzucht lebten. An größeren Betrieben hatte Falkenstein zur selben Zeit zwei Brauereien, eine Kräuterwasserfabrik, eine Mühle und eine Ziegelei aufzuweisen.

Literatur: vergleiche NI. 11, S. 851. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

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Verlag von Hans Dietl, Falkenstetu.

13. Im Königreich Bayern mußten um die Jahrhundertwende Post- und Ansichtskarten mit den damals bekarmten grünen Fünfpfennigmarken frankiert werden. Die vorliegende Ansichtskarte wurde, wie der Stempel zeigt, am 4. Oktober 1904 zwischen fünf und sechs Uhr abends aufgegeben und kam am 5. Oktober 1904 zwischen drei und vier nachrnittags am Postamt Nittenau an. Am nächsten Tag wurde sie dann ausgetragen. Die Ankunft der Ansichtskarte in Nittenau ist ebenfalls durch einen Stempel festgehalten. Bei den königlich bayerischen Postämtern war dies damals so üblich. Ab- und Eingänge wurden auf den Briefen und Karten durch runde Stempel genauestens gekennzeichnet. Die vorgegebene Ansichtskarte zeigt Zell im ehemaligen Bezirksamt Roding. (Sammlung: Brauchtumsarchiv, Cham.)

.' < WalhalJa bei Donaustauf

14. Bei Donaustauf reichen die Vorberge des Bayerischen Waldes bis ans liebliche Donautal heran. August von Platen wie auch König Ludwig 1. waren begeistert von der Schönheit dieses Fleckchens Erde. Der König legte am 18. Oktober 1830 den Grundstein zum Bau der Walhalla. Leo von Klenze schuf die Pläne für diesen würdevollen, streng klassiz istisch gegliederten Bau, sich wohl daran er· innernd, daß die Wurzeln europäischer Kultur in der griechischen Antike zu suchen seien. Dem Parthenon in Athen isr die Walhalla nachgebildet, 67 Meter lang und 35 Meter breit, und von 52 dorischen Säulen umgeben. Am 18. Oktober 1842 war dieses Bauwerk vollendet. Ludwig von Schwanthaler, Martin Wagner und Christian Daniel besorgten die künstlerische Ausstattung. Die Ansichtskarte wurde von Martin Weiß aus Donaustauf um 1920 verlegt.

Literatur: Leo Woerl, Führer durch den Bayerischen Wald und den Böhmerwald. Leipzig, 1910, S. 22. (Samrnlung: Stadtarchiv, Regen.)

15. Aus einer Einsiedelei, die Reimar von Brennberg 1321 in ein Kloster umwandelte, ist Freuenzell hervorgegangen. 1325 wurde die Klosterkirche von Weihbischof Walther von Regensburg konsekriert und die jubelnde, himmelfahrende Gottesmutter zur Patronin von Stift und Ort erwählt. Der Ortsname Marien- oder Frauenzell führte sich ein. Oberaltaicher Benediktiner haben in Frauenzell die klösterliche Gemeinschaft begründet. 1424 wurde Frauenzell zur selbständigen Abtei erhoben. Im 18. Jahrhundert erlebte Frauenzell Blüte und Glanz. Die alte Klosterkirche wurde 1747 bis auf den Turm niedergerissen (siehe Bild rechts). Für die herrliche neue Rokokokirche haben die Brüder Asam die Pläne entworfen. Am 21. März 1803 wurde Frauenzell säkularisiert. Der Ostflügel wurde Pfarrhof, der Südtrakt Schule und der Nord- und Westflügel an die Dorfbewohner verkauft. Die Aufnahme entstand 1910.

Literatur: Joseph Siller, Frauenzell. München, 1960, S. 2-15. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

16. Wörth, seit 1132 Markt, kann auf eine über tausendjährige Geschichte zurückblicken. Die Kirche St. Peter ist im 8. Jahrhundert schon erwähnt. Ein weites, umfangreiches Gebiet gehörte zu ihr. Das Hochstift Regensburg hat es einverleibt und erreicht, daß es eine selbständige Reichsherrschaft wurde. Die Burg auf dem Bergkegel haben die Regensburger Bischöfe erbaut. 1810 kam Wörth an Bayern und 1812 erwarben die Fürsten von Thurn und Taxis Wörth um 480 000 Gulden. Sie führen von nun an auch den Titel eines 'Herzogs zu Wörth und Donaustauf". 1892 zerstörte ein Feuer größtenteils den Marktflecken. Die Aufnahme stammt von Arnold Ehrensperger aus Wörth und wurde in den zwanziger Jahren als Ansichtskarte vertrieben.

Literatur: vergleiche Nr. 8, S. 832-833. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

17. Die Grafen von Bogen-Windberg und ihre Verwandten, die Regensburger Domvögte, waren ein mächtiges Adelsgeschlecht. Mit ihren Ministerialen haben sie ein weites Gebiet, das sich donauabwärts von der Mündung der Großen Laaber bis hinunter nach Niederaltaich erstreckte und im Norden bis nach Schüttenhofen in Böhmen reichte, erobert, besiedelt und beherrscht. Das weiß-blaue Wappen war ihr Hoheitszeichen. Mit dem Tode Alberts IV. am 15. Januar 1242 erlosch ihr Geschlecht. Die Wittelsbacher erbten Herrschaft und Territorium. Die Burg der Bogener Grafen soll sich nicht bei der hier abgebildeten Bogenberger Wallfahrtskirche befunden haben, sondern auf dem sich nördlich anschließenden Bergrücken gestanden sein. Die Aufnahme stammt von Anton Pech aus Zwiesel.

Literatur: vergleiche Nr. 8, S. 102-104. (Foto: Sammlung Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

18. Als Hauskloster für seine Verwandten, die Bogener Grafen, hat der Regensburger Domvogt Friedrich etwa um 1100 Oberaltaich gegründet und Reforrnbenediktiner aus Hirsau haben es besiedelt. Großartiges haben die Oberaltaicher Mönche geleistet. 1225 werden Haselbach, Konzell und Loitzendorf im Bayerischen Wald als Oberaltaicher Patronatspfarreien genannt. Die beiden mächtigen Türme und die 1629 vollendete Abteikirche sind unverrückbare, stumme Zeugen benediktinischen Kunstsinns. Für die Kirche hat Abt Vitus Hoeser selbst den Plan entworfen. Abt Poppo (1260-1282) ließ in einer umfangreichen Bibliothek das Wissen seiner Zeit sammeln. Im 18. Jahrhundert waren der Historiker Aemilian Hemmauer und der Diplomatiker Hermann Scholliner vorzügliche Klostergelehrte. 1803, bei der Säkularisation, lebten neben dem Abt und dem Prior 42 Konventualen im Stift. Literatur: Michael Hartig, Die niederbayerischen Stifte. München, 1939, S.69-82. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

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