Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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19. 1m weltabgeschiedenen Landstrich nordöstlich von Bogen ist noch echte kultivierte Ursprünglichkeit zu spüren und zu sehen. In weiten, saftigen Talauen scharen sich Bauernhäuser um die Dorfkirchen. Hinter Buckeln und Hügeln versteeken sich oft uralte Einzelgehöfte und Weiler. Fettig schwarz glänzen die Ackerschollen. Von einem der Hügel des auslaufenden Vorwaldes grüßt die im 12. Jahrhundert entstandene Prämonstratenserabtei Windberg (Bildmitte). Das Foto entstand um 1930. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

20. Windberg wurde kurz vor 1139 von dem Grafen Adalbert von Bogen mit Grund und Boden ausgestattet. Fast siebenhundert Jahre haben die Prämonstratenser in Wind berg gewirkt, ehe sie am 26. März 1803 im Auftrag des bayerischen Kurfürsten vom Aufhebungskommissär Freiherrn von Limpöck vertrieben wurden. Zu Beginn unseres Jahrhunderts zog in das stille Waldkloster wieder Leben ein, Am 13. Juni 1923 kaufte Evermod van den Berg, Abt des holländischen Prämonstratenserklosters Berne, Wind berg für seinen Orden zurück. P. DI. Michael van der Hagen wurde zum Prior bestellt und seit dem 11. Juli 1924, dem Norbertustag, erschallt in Windberg wieder das feierliche Chorgebet der Prämonstratenserchorherren, die die Waldier lieben und schätzen gelernt haben. Die Ansichtskarte stammt aus den zwanziger Jahren.

Literatur: Norbert Backmund, Kloster Windberg. Windberg, 1977, S. 5 ff. (Sammlung: Elisabeth Faatz, Regensburg.)

Sommerfrische Mitterfels (das bayr, Jerusalem)

'.

J. Meier, Mitterfels

21. Mitterfels, erstmals 1223 urkundlich erwähnt und an der Bahnlinie Straubing-Konzell gelegen, ist ein alter wittelsbachischer Ort. Als nämlich am IS. Januar 1242 mit dem Tod des Grafen Albert IV. das Bogener Grafengeschlecht erlosch, erbte der Wittelsbacher Herzog Otto Il., der 'Erlauchte', die Burg Mitterfels mit allen Ländereien, Hoheits- und Vogteirechten und baute sie zum zentralen Sitz eines umfangreichen Landgerichtsbezirkes aus. Von der alten Burg (links im Bilde) haben sich nur mehr noch die Grundmauern erhalten. Der Bergfried stürzte am Pfingstmontag 1812 um sechs Uhr morgens ein. Die Lage des Ortes am Ende eines Bergsprungs, der nach drei Seiten hin steil abfällt, soll ein Pilger mit der Jerusalems verglichen haben, worauf sich dann Mitterfels als das bayerische Jerusalern bezeichnete.

Literatur: Max Lachner, 800 Jahre Geschichte um Mitterfels. München, o.L, S. 7 ff. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

Mitterfels bei Straubing N.- Bay.

Marktplatz

22. Um die Jahrhundertwende wurde von Mitterfels aus ein weites Umland verwaltet. Mitterfels hatte ein Post- und Telegrafenamt, ein Amtsgericht mit einem Amtsgerichtsgefängnis, ein Rentamt, ein Notanat. eine Gendarmeriestation. ein Volksschule, ein katholisches Pfarramt, eine Bahnstation, eine Distriktsparkasse und ein Vermessungsamt. 1895 zählte die politische Gemeinde Mitterfels 1032 Einwohner in 33 Ortschaften. 1930 hatte der Ort selbst nur 84 Hausnummern aufzuweisen und war weiturn nur als 'Beamtendorf bekannt.

Literatur: vergleiche NI. 21. (Foto: Sammlung Elisabeth Hafner, Regen.)

Falkenfels

23. Eine der großen Leistungen des Königreiches Bayern ist es, daß das gesamte Land im 19. Jahrhundert vermessen und statistisch erfaßt wurde. Die Gemeinde Falkenfels im Bezirksamt Bogen soll dies verdeutlichen. Ihr Areal umfaßte 1896 ungefähr 1150 Hektar. Davon wurde 510 Hektar als Ackerland, 153 Hektar als Wiesen und 443 Hektar als Wald genutzt, Die übrigen 44 Hektar machten die Wege, Hausplätze, Öden und Weiden aus. 1897 zählte die Gemeinde 792 Einwohner. Der Anteil der Frauen betrug 421, der der Männer 371. Nach dem Familienstand aufgegliedert waren 1897491 ledig, 251 verheiratet und 50 verwitwet. Alle 792 gehörten dem katholischen Bekenntnis an. 791 Bürgerinnen und Bürger hatten die bayerische Staatsangehörigkeit, nur ein Einwohner war Ausländer. Die Leute wohnten in 15 Orten.

Literatur: vergleiche Nr. 11, S.504 und Gemeindeverzeichnis des Königreich Bayern, Heft 61. München, 1897, S. 44. (Sammlung: Brauchtumsarchiv, Cham.)

24. Rodungslandschaft um Wetzeisberg bei Stallwang im oberen Bayerischen Wald - eine großartige Komposition von Wiesen und Äckern, Wäldern, Weilern und Wegen. Die Ansichtskarte stammt aus der Zeit um 1930. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

25. Den Landesausbau und die tatsächliche Rodungsarbeit innerhalb des domvögtisch-bogenschen Machtbereiches hatten die gräflichen Ministerialen durchzuführen. Das eroberte und gewonnene Land wurde durch Burgen gesichert. Im Mehnachtal waren vermutlich den Haibecken von Haibach diese Aufgaben zugewiesen worden. Bereits seit dem 12. Jahrhundert sind sie als Ministerialen der Bogener Grafen beurkundet. 1515 ist ihr Geschlecht ausgestorben. Eine mächtige Anlage war ihre Burg. Die Ruinen bezeugen es (siehe links oben im Bild). Das Dorf Haibach, im 13. Jahrhundert als oberaltaichische Klosterpfarrei belegt, liegt am Nordfuß des Burgberges. Der das anmutige Tal bestimmende Kirchturm stammt aus dem ausgehenden 13. Jahrhundert. Der Dorfkern von Haibach hatte einst viele formschöne altbayerische Bauernhäuser aufzuweisen.

Literatur: KDM, Bezirksamt Bogen. München, 1929, Band 20, S. 124-130. (Sammlung: Brauchtumsarchiv, Cham.)

26. Fast ununterbrochen seit 776 wirken Benediktinermönche in Metten, haben den inneren Bayerischen Wald bis zum Regenfluß kolonisiert, immer Wissenschaft und Kunst gepflegt und gefördert, die Jugend erzogen und den Menschen in Gäu und Wald Hoffnung und Trost zugesprochen. Ausgerechnet am Benediktustag des Jahres 1803 wurde die Abtei säkularisiert und bereits am 1. April 1803 mußten Abt und Konvent das Kloster räumen. Doch eine gütige Fügung bewahrte Metten vor Zerstörung und Zerstückelung. Der adelige Nachbar des Klosters, Maximilian von Pronath auf Offenberg, kaufte Metten auf. Als Ludwig I. die Wiedererrichtung Mettens veranlaßte, überließ Herr von Pronath dem König am 8. Juni 1826 unentgeltlich den Konventstock. Der König konnte nun sein Werk beginnen. 1830 wurde Metten wieder Benediktinerpriorat, 1840 zur Abtei erhoben und das Kloster mit einer Dotation von 50000 fl. aus der königlichen Kabinettskasse ausgestattet. Im Studienjahr 1857/58 zählte das Seminar bereits 375 Zöglinge.

Literatur: vergleiche Nr. 8, S. 444-446 und Nr. 1, S. 34-36.

27. Bernried, 453 Meter hoch gelegen, ist ein liebliches, in iippiges Grün gebettetes Dorfund liegt am Fuße des Hirschenstein. 1895 gehörten zur Gemeinde Bernried 33 Ortschaften, in denen insgesamt 875 Bürgerinnen und Bürger wohnten. Zur selben Zeit umfaßte das Gemeindegebiet 1517 Hektar, davon wurden 308 Hektar als Wiesen genutzt, 365 Hektar dienten als Ackerland und 788 Hektar machten die Waldungen aus. Die Fläche der Ödungen, Weiden, Wegen und Hausplätze betrug 56 Hektar.

Literatur: vergleiche Nr. 1, S. 90 und Nr. 11, S. 504 und 506. (Sammlung: Elisabeth Hafner, Regen.)

28. Deggendorf ist das Tor zum Bayerischen Wald. Auf über 1 000 Meter steigen die Vorberge des Bayerischen Waldes von der Donauebene an. Im Hintergrund sind der Dreitannenriegel (1 092 Meter) und der Geißriegel (l 043 Meter) zu sehen, Die Ansichtskarte wurde in den zwanziger Jahren vertrieben. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

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