Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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29. Über 500 Jahre wirkten die Zisterzienser in Gotteszell, haben das Teisnachtal kultiviert, den Geist des Christentums in die Herzen der Menschen eingepflanzt, im 15. Jahrhundert eine blühende Wallfahrt zur heiligen Anna aufgebaut und im 18. Jahrhundert Philosophie und Theologie gelehrt. Aus Aldersbach kamen die ersten Mönche. Heinrich von Pfelling, der mit seiner Frau in kinderloser Ehe lebte, schenkte 1286 den Mönchen seinen Meierhof in Droßlach, den Bischof Heinrich von Regensburg, der Schwager des Stifters, in Gotteszell umbenannte. Am 24. März 1803 wurde Gotteszell säkularisiert und 1807 als Weltpriesterpfarrei organisiert. 1904 zählte das Pfarrdorf Gotteszell 68 Wohngebäude und 389 Einwohner. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1925.

Literatur: Michael Hartig, Die niederbayerischen Stifte. München, 1939, S. 168-176. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

30. Gerade im letzten Jahrhundert vor der Klosteraufhebung blühten in Gotteszell Kunst und Wissenschaft. Abt Wilhelm 11. Grafstrum barockisierte seine Kirche. Egid Quirin Asam wurde als Stuckateur gewonnen. Cosrnas Damian Asam malte das heute allen Gotteszellern bekannte, reichbewegte Fresko von der Himmelfahrt Mariens in die Apsis des Psallierchores der Mönche. Aber bei der 1889 erfolgten Kirchenrestaurierung wurde der Stuck entfernt und das Fresko übermalt. Erst 1940 entdeckte man wieder dieses erstrangige Kunstwerk. Zwischenzeitlich erfolgte die Restaurierung, und der noch hier abgebildete, zweisäulige Hochbau des Hauptaltares wurde abgetragen, um das Werk des e.D. Asam besser wirken lassen zu können. 1925 wurde die vorgegebene Aufnahme gemacht.

Literatur: vergleiche Nr. 29 und Auskunft durch Fritz Schosser, Gotteszell. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

31. Viechtach wird von den Waldlern aus dem Viechtacher Bezirk 'Veida' genannt. Daran hat sich seit Jahrhunderten nichts geändert. 1104 wird der Ort am linken Ufer des Schwarzen Regen erstmals erwähnt. Die herrliche Rokokokirche, der stattliche, freundliche Marktplatz und vor allem die unverfälschten Menschen waren und sind das Fluidum, das dieser Ort ausstrahlt. Die Fliegeraufnahme aus den dreißiger Jahren beweist zurecht, daß Viechtach das 'grüne Herz' des Bayerischen Wald genannt werden darf.

Literatur: A. Lackerbauer, Viechtach im Viechtreich. 1979, S. 24. (Foto: Sammlung Hermann Papp, Viechtach.)

32. Für Haus und Hof und die Dinge des täglichen Bedarfs mühen und rackern sich die Waldierinnen und Waldier ab; für ihre 'Hoamat' aber, ihre Zuhause, leben sie. Im schützenden Haus, im Kreise ihrer Familien, fühlen sie sich angenommen, geborgen und in ihrer Liebe und Sorge für die Ihren bestätigt. Mit allen Kräften der Seele und des Gemüts hängen sie an ihrer 'Hoamat'. Das vorgegebene Bild stammt aus dem Jahre 1915 und zeigt die 'Hoamat' der Familie des Rupert Rainer in Prackenbach bei Viechtach. (Foto: Sammlung Alois Weinbacher, Regen.)

33. Der zirka 150 Kilometer lange Pfahl, ein Härtlingszug aus unzerbrechlichem, kristallinischem Quarz, verläuft schnurgerade von Freyung im Unteren Bayerischen Wald bis nach Freihung in der Oberpfalz. Seine Breite beträgt zwischen 10 und 100 Metern. Seine Tiefe ist noch nicht erforscht. In Weißenstein und zwischen Moosbach und Viechtach haben sich seine Felsformationen am kräftigsten herausgebildet. Nur dem unermüdlichen Einsatz von Karl Lankes und Apotheker Kar! Gareis aus Viechtach, von Dr. Georg Priehäusser aus Zwiesel und Siegfried von Vegesack aus Weißenstein ist es zu verdanken, daß dieses erstrangige Naturdenkmal der Nachwelt erhalten blieb. Abgebildet ist der Große Pfahl bei Viechtach.

Literatur: G. Priehäusser, Der Pfahl im Bayerischen Wald. Grafenau, 1976. (Foto: Sammlung Hermann Popp, Viechtach.)

34. Das 1683 erbaute Antoniuskirchlein auf dem Pfahl und der Kalvarienberg wurden von den Viechtachern während der Sommermonate und da besonders an Sonntagnachmittagen gerne aufgesucht. Im Sommer 1900 hat unterhalb des Kirchleins der Ökonomie- und Sägewerksbesitzer Josef Biller aufgrund eines Gelöbnisses in den Pfahl hinein eine Grotte einhauen lassen. Den Betrag von der damals recht hohen Summe von 900 Mark opferte er dafür.

Literatur: Werner Pohl, Heimatkundliche Beitrage aus dem Viechtreich, Heft 12, S. 42. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

35. Der deutsch-baltische Dichter Siegfried von Vegesack hat über den Bayerischen Wald, wie folgt, geurteilt: Diese herbe und strenge Landschaft erschließt sich nicht leicht, sie ist abweisend, unzugänglich und nirgends gefällig. Endlos blaue Hohenzûge umlagern den weiten Horizont, nirgends kann der Bliek sich ins Enge, Begrenzte retten. Man muß sich innerlich selbst sehr weiten, um sich vor dieser strengen Gebirgslandschaft zu behaupten. Wer einmal den Rhythmus dieser Wald- und Berglinien in sich aufgenommen hat, dem wird die verhaltene Schönheit dieser unaufdringlichen Landschaft stärker und tiefer ans Herz wachsen als irgendeine andere. Er wird ihr verfallen. Und wem sie zur Heimat wurde, den wird dieser Wald nie mehr loslassen. Abgebildet ist die Regenschleife bei Teisnach.

Text: Siegfried von Vegesack, Der Wald und die Waldier, Nachlaß irn Stadtarchiv Regen. (Foto:

Pfarrarchiv, Teisnach.)

36. Im mittleren und oberen Bayerischen Wald wurden an Stadelwänden, Bäumen, bei Kapellen und Wegkreuzen Totenbretter zum Gedenken an die Verstorbenen aufgestellt. Lebensdaten, Berufsstand und ein sinnvoller Vers sowie die Bitte um ein Gebet für den Verstorbenen standen meistens auf dem Totenbrett. Im Volksmund hieß es, daß die Seele des Verstorbenen erst dann erlöst sei, wenn das Totenbrett verfault sei. Die hier abgebildeten Totenbretter stammen aus der Regener Gegend. (Sammlung: Otto Huber, Regen.)

K6fzting (baçr, Wald).

37. Kötzting ist ein gemütlich altbayerischer Ort, den Benediktinermönche aus dem Kloster Rott am Inn gegen Ende des 11. Jahrhunderts gegründet haben. Die Markgrafen von Cham haben diese klösterliehe Ansiedlung noch mit Grund und Boden aus ihrem Reiehsgut ausgestattet und ihre Ministerialen, die Herren von Chostingen, begannen seit dem Ende des 12. Jahrhunderts um die Kirche herum eine Burg zu errichten, die das Grenzland am Weißen Regen schützen und befestigen sollte. Nach dem kinderlosen Tod des Markgrafen Bertold hatte 1204 der Wittelsbacher Herzog Ludwig 1. auch das Kötztinger Land wieder Altbayern einverleibt. Kötzting wurde Gerichtssitz und kurz nach 1255 Markt. Am 24. Mai 1953 wurde der Markt Kötzting, in welchem sich seit 1412 der Brauch des Pfingstrittes erhalten hat, zur Stadt erhoben.

Literatur: vergleiche NI. 8, S. 124-126 und S. 370-371. (Sammlung: Marianne Sporer, Passau.)

38. Nicht nur mit behäbigen Bauernhäusern waren die Waldlerdörfer ausgestattet, sondern es zählten auch die Kleinbauten, wie das 'Austragshäusl', das Hirtenhaus und der Kleinbauernhof, das sogenannte Sacherl, dazu. Das hier abgebildete 'Häusl', ein niedriger eingädiger Blockbau, stand in Holzhof bei Kötzting. Auf einer aus Feldsteinen gemauerten Grundfeste ist der Hausstock gezimmert. Die Holzbalken sind an den Hausecken durch die sogenannte Schwalbenschwanztechnik verbunden. Der 'Schrout' nimmt die ganze Giebelseite ein. Das Dach ist flach, mit Legschindeln eingedeckt und mit Steinen beschwert. Wohnung, Stall und Scheune befinden sich unter einem First. Das Foto entstand kurz vor 1922.

Literatur: vergleiche Nr. 3, S. 22 ff. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

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