Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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49. Winter am Arber. Die Ansichtskarte wurde 1922 von der Waldbauer'schen Buchhandlung in Passau verlegt. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

50. 'Wetterfichte auf dem Arber', so betitelte der Künstler und Lehrer Anton Pech aus Zwiesel sein Foto. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

Zwiesel

51. Die Lage Zwiesels hat Johann Baptist Detter 1902 wie folgt skizziert: Zwiesel (580 m). Diese vielbesuchte Sommerfrische, in einer freundlichen Talweitung am Vereinigungswinkel vom Großen und Kleinen Regen gelegen, ist von einem Kranze imposanter Berggipfel und Hohenziige eingeschlossen, wie im Norden von dem kuppenförmigen Arber, im Vordergrunde desselben vom bewaldeten Hennekobel, vom Falkenstein und im Osten vom düsteren, [elskuppigen Rachel. An diese Bergriesen schließen sicb im Süden der Rinchnacher Hochwald und im Westen das Pfahlgebirge mit seinen gigantischen Felsformen an und bilden so den Abschluß zum malerischen Rahmen des Zwieseler Beckens. Der Markt Zwiesel hat städtische Verfassung, zählt 3 761 Einwohner und ist Station der Staatsbahn Plattling-Eisenstein und der Lokalbahn Zwiesel-Grafenau. Zwiesel ist der Hauptplatz der Glas- und Holzindustrie des Bayerischen Waldes.

Literatur: vergleiche Nr. 1, S. 98. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

Zwiesel i. b. W.

1m Stadtplatz

52. Der Markt Zwiesel wurde am I. Mai 1904 zur Stadt erhoben. Die von Deggendorf nach Bayerisch Eisenstein führende Straße verbreitert sich in Zwiesel zum rechteckigen Stadtplatz. Die Bürgerhäuser weisen schlichte einfache Putzfassaden auf und stehen mit der Längsseite zum Stadtplatz. Die breiten gewölbten Toreinfahrten benötigten die Ackerbürger, um mit ihren Fuhrwerken zu den dahinter liegenden Höfen, Scheunen und Ställen zu gelangen. Auf dem Platz vor dem Gasthof 'Zum Deutschen Rhein' stand die in der Nacht vom 18. zum 19. August 1876 durch einen Brand zerstörte Pfarrkirche (rechts im Bild).

Literatur: Johann Nepomuk Zöllner, Historische Notizen aus dem Bezirke Regen. Regen, 1879, S. 64. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

53. Das Zwieseler Rathaus wurde 1838 im klassizistischen Stil erbaut. Die Harmonie der Fassade des dreigeschossigen Baues wurde durch eine ausgetüftelte Anordnung der fünf Fensterachsen erzielt. Das St.-Nepomuksmonument vor dem Rathaus ließ der Hopfenlieferant Wolfgang Luckner 1767 aufstellen. 1846 wurde die St.-Nepomuksfigur vergoldet. Vor Jahren ist dieses erstrangige Kunstdenkmal weiter in die Mitte des Stadtplatzes gesetzt worden und Tausende von Fahrzeugen fahren heute an ihm täglich vorbei.

Literatur: Kunstdenkmäler von Bayern, Bezirk Regen, Band 19, S. 120-129. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

54. Gegen Ende des 13. Jahrhunderts haben die Wittelsbacher Regen zum bedeutenden Waren- und Viehmarkt sowie zum Verwaltungsmittelpunkt ausgebaut, Der Wochenmarkt am Samstag findet seit l. Februar 1335 statt. Die großen Ochsen- und Krammärkte haben Händler und Käufer aus Altbayern und Franken angezogen. Gewerbe und Handel blühten. Doch blieben die Regener auch Ackerbürger. Wie die Statistik von 1904 zeigt, wurden im Markt 60 Pferde, 473 Rinder, 15 Schafe, 265 Schweine und 19 Ziegen gehalten. Die am 16. September 1877 eröffnete Bahnlinie Plattling-Ludwigsthal und die 1898 angesiedelten optischen Werke G. Rodenstock brachten dem Ort den Aufschwung. Die Bevölkerung stieg an, 1880 zählte die Marktgemeinde Regen 2 153 Einwohner, 1910 2828. Die Aufnahme stammt aus der Zeit um 1890. M. Kopecky aus Winterberg (Böhmen) hat sie gemacht.

Literatur: Horst Sauer, Regen in alten Ansichten. Zaltbommel, 1979, S. 1 ff. (Sammlung: Friedrich Biller, Regen.)

55. In Weißenstein erreicht der Pfahl seine höchste Erhebung, nämlich 765 Meter. Noch als Ruine ist die Burgruine Weißenstein ein imposantes Bauwerk, das die Grafen von Bogen als Ministerialensitz im 12. Jahrhundert errichtet haben. Der hier abgebildete Bergfried ist Eigentum des bayerischen Staates und wurde erstmals 1842 umfangreich ausgebessert, Seitdem ist er auch Wanderern und Naturfreunden zugänglich. Die Regener Sektion des Bayerischen Waldvereins betreut den Bergfried, der bei klarem Wetter eine Rundsicht auf fast alle Berge des Bayerischen Waldes bietet. Literatur: Raimund Karl, Die Burgruine Weißenstein. Grafenau, 1980, S. 5. (Sammlung: Maria Sommer, Regen.)

Burg-Ruine Weißenstein

56. Bereits schon vor der Mitte des vergangenen Jahrhunderts wurde beim bauen Holz weitgehend durch Granit und selbstgebrannte Ziegel ersetzt. Holz wurde nur noch beim Scheunenbau verwendet. Wohnhaus, Stall und Leibtum wurden als Steinbauten aufgeführt. Dabei aber blieb im Grundriß, wie es der hier abgebildete 'Dickl-Hof' in Langbruck bei Bischofsmais deutlich zeigt, der in sich geschlossene Vierseithof erhalten. Um mehr Wohnfläche zu erhalten, wurde zweistöckig gebaut. Das nun mit Ziegeln eingedeckte Dach konnte eine etwas steilere Neigung annehmen. Der 'Dickl-Hof" wurde 1903 erbaut. Das Foto stammt aus dem Jahre 1917 und zeigt den Hofbesitzer Ferdinand Steeher mit seiner Familie.

Auskunft und Foto: Xaver Stecher, Langbruck bei Bischofsmais.

57. Von allen Seiten des Zwieseler Winkels erscheint der Falkenstein als bogenförmiger Bergrücken. Seine Harmonie aber entfaltet er erst von der Lindbergmühle aus. Die unendlich weiten Walder an seinen Abhängen haben sich trotz verheerender Windbrüche in den Jahren 1868 und 1870 noch ein Stück schöpferischer Ursprünglichkeit bewahrt. Schon 1863 erkannte König Max 11. von Bayern den Wert dieses ewigen Geschenkes und bestimmte, daß Urwaldbestände der Nachwelt erhalten werden müßten.

Literatur: Aufzeichnungen des Anton Pech in der Sammlung von Friedelinde Rosenberg, Zwiesel. (Foto: Sammlung Betty Jankowski, Zwiesel.)

58. Um die 1823 von Christoph Abele erbaute Spiegelglashüttc hat sich der Fabrikort Ludwigsthal entwickelt. Die Bahnlinie Plattling-Eisenstein, die am 15. November 1877 fertiggestellt wurde, hat den weiteren Ausbau der Ortschaft bewirkt. 1904 zählte Ludwigsthal 255 Einwohner und 31 Wohngebäude, Im Herrenhaus, das Glashüttenherr Christoph Abele 1830 erbaute, verbrachte der königliche Prinz Otto von Bayern in der Zeit vom 1. Juni bis 1. September 1877 einen Genesungsurlaub. Die Aufnahme, die Anton Pech aus Zwiesel besorgte, zeigt Ludwigsthal in den zwanziger Jahren. Im Hintergrund ist das Arbermassiv zu sehen.

Literatur: Joh. Nep. Zöllner, Historische Notizen aus dem Bezirke Regen. Regen, 1879, S. 117-118. (Foto: Sammlung Friedrich Pech, Regen.)

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