Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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59. Die neurornanische Ludwigsthaler Pfarrkirche wurde in den Jahren 1893/94 nach den Plänen des Münchener Architekten J.B. Schott von Baumeister J. Cormeau aus Landshut erbaut. Der Außenbau ist bewußt einfach gehalten. Dafür aber strahlt der Innenraum des Gotteshauses eine mystische Faszination und sakrale Würde aus. Ein Werk des Münchener Jugendstilkünstlers Franz Hofstötter! Sämtliche freien Flächen in der Raumschale hat er für seine Kornposition genutzt und schöpferisch belebt. Schwungvoll und frei sind die Figuren und Szenen aus dem Alten und Neuen Testament gestaltet. Bunte geometrische Ornamente wechseln sich ab mit verschlungenen Pflanzen, plastischen Köpfen und geheimnisvollen Masken. Bis in die letzte Einzelheit sind alle Motive auf den triumphierenden Schöpfergott hingeordnet. Franz Hofstötter ist es gelungen, auch den Jugendstil mit christlicher Thematik zu erfüllen. Die Aufnahme entstand um 1900.

Auskunft: Pfarrarchiv, Ludwigsthal. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

60. Bliek auf einen Teil des Friedhofs in Kirchdorf im Wald bei Regen. Steinmonumente stehen neben einfachen hölzernen und formenreichen gußeisernen Kreuzen. Buschnelken, brennende Herzen, Männertreu, Astern, Moose und Stiefmütterchen, aber auch künstliche Kränze und Blumen schmückten die Gräber. (Foto: Pfarrarchiv, Kirchdorfim Wald bei Regen.)

61. Unsagbares Leid und unbeschreibliche Not hat der Erste Weltkrieg über das Volk gebracht. Jede Gemeinde hatte eine lange Liste mit den Namen der Gefallenen und Verrnißten zu beklagen. Mit Kriegerdenkmälern wurden die Opfer geehrt. Den Lebenden zur Mahnung wurden die Namen der Gefallenen und Vermißten eingemeißelt. Die vorliegende Ansichtskarte zeigt das Kriegerdenkmal in St. Oswald bei Grafenau. Das Kriegerdenkrnal wurde 1923 errichtet. Die Aufnahme stammt etwa aus der gleichen Zeit. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

6russ aus 'Rathmannsdorf

Schlosswirtschaft

N eues Schulhans

62. Kirche und Schule, Wirtshaus und Kramerladen machten schon immer den Kern eines altbayerisehen Dorfes aus. In der Kirche wurde der Glaube gepredigt und zu guten Sitten angehalten. Die Schule hatte den Kindern neben Schreiben. Rechnen und Lesen das Wissen der jeweiligen Zeit zu vermitteln. Im Kramerladen wurden hinter vorgehaltener Hand die neuesten Dorfnachrichten weitergegeben und im Wirtshaus hatten Bauern und Handwerker, also nur 'gstandne Mannsbilder' die große Politik zu erörtern, Handelschaften und Heiraten anzubahnen. Man war stolz auf sein Dorf, seine Heirnat. Jedermann wurde mit dem vertraulichen 'Du' angesprochen; nur Lehrer und Pfarrer waren davon ausgenommen. Sie galten als Respektpersonen, nach denen man sein Leben auszurichten hatte. Die Jugendstilkarte zeigt Rathmannsdorf bei Vilshofen, In der Mitte ist noch die alte Dorfkirche zu erkennen. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

fnsicht von Süden

Kapelle

63. In den meisten Pfarrdörfern des Bayerischen Waldes waren und sind die Pfarrhöfe stattliche Amtsgebäude, in denen der Pfarrer, der 'Herr', wie er auch ehrfurchtsvoll von seinen Pfarrkindern genannt wurde, wohnte und amtierte. Der Pfarrhof der Pfarrei Aicha vorm Wald liegt in respektvoller Entfernung etwa eine gute Viertelstunde weg vom Pfarrdorfe. Der adelige Pfarrer DI. Siegmund Roman Rudolf Horrnayr auf Hortenburg ließ ihn 1730 erbauen. Die Pläne dazu soll der berühmte Passauer Domkapitelbaumeister Jakob Pawager entworfen haben. Die im Pfarrhof sich befindliche Kapelle wurde vornehmlich als Taufkapelle genutzt. Zum Pfarrhof gehörte eine umfangreiche Ökonomie. Die Ökonomiegebäude befinden sich an der Südseite des Pfarrhofes. Die Ansichtskarte wurde im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts vertrieben.

Literatur: Kunstdenkmäler von Bayern, Bezirksamt Passau, Band 4, S. 21-22. (Sammlung: Stadtarchiv, Regen.)

64. Frühling in Lindberg bei Zwiesel. Die Aufnahme stammt von Anton Pech aus Zwiesel und entstand um 1924. (Sammlung: Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

65. Über die Gründung Lindbergs liegen keine urkundlichen Nachrichten vor. Das Walddorf mit seinem weiträumigen Anger dürfte wohl um 1300 angelegt worden sein. Jedenfalls werden den Lindbergern schon 1356 umfangreiche Holz-, Streu- und Weiderechte zugestanden. Die t1achgiebeligen Bauernhäuser sind durchwegs eingädig und verhältnismäßig niedrig. Als 'Gansldorf' war Lindberg allseits bekannt. Die Lindberger Bäuerinnen verstanden sich auf die Aufzucht und das Mästen von Gänsen. Dazu hat sicherlich auch der große moosige Dorfanger beigetragen. Die Gänse hatten viel Auslauf und genügend Wasser (siehe Bild). 1904 zählte der Ort 462 Einwohner und 53 Wohngebäude. Die beachtliche Einwohnerzahlläßt wohl darauf schließen, daß die Bevölkerung nicht nur von der Landwirtschaft lebte, sondern sich auch ihr Brot in den Glasfabriken Ludwigsthal, Zwiesel und Theresienthal sowie im Staatsforst verdiente.

Literatur: 100 Jahre Landkreis Regen, 1962, S. 138-139. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

66. Der 'Böhmhof" bei Bodenmais war ein Vierseithof. Wohnhaus und Stall befanden sich unter einem breiten, flachgiebeligen Dach, das mit Legschindeln eingedeckt und mit Steinen beschwert war. Das steilere Walmdach des Stadels ist am Rande mit Scharschindeln, in seinen mittleren Flächen aber noch mit Stroh eingedeckt. Der Backofen stand aus feuerpolizeilichen Gründen in geziemender Entfernung vor dem Gehöft (links im Bild). Die vor dem Hof abgebildete Großfamilie des Böhmhofbauern war, wie überall noch im Bayerischen Wald um die Jahrhundertwende, eine echte Lebens- und Arbeitsgerneinschaft. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1914. (Foto und Auskunft: Stadtarchiv, Regen.)

67. Auch am Hoftor haben die Zimmerermeister ihr handwerkliches Können bewiesen. Das hier abgebildete Hoftor aus Farnbach bei Bischofsmais ist in seiner Konstruktion reich ausgebildet, weist Rundbögen auf und stammt vermutlich noch aus dem 18. Jahrhundert. Das Foto entstand kurz vor 1928.

Literatur: vergleiche NI. 46, S. 33. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

68. Diese strohgedeckte Scheune, ein Blockbau mit tief herabgezogenem Satteldach, stand einst in Eizersdorf bei Zenting im ehemaligen Bezirksamt Grafenau. Die Aufnahme entstand kurz vor 1933. Literatur: KDM, Bezirksamt Grafenau. München, 1933, Band 24, S. 24. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

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