Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Der Bayerische Wald in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Bayerische Wald, Der
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-1200-0
Pagina's
:   120
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Bayerische Wald in alten Ansichten'

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69. Das ausgedroschene Getreide wurde im "Iroadkasten', dem Getreidespeicher, der bei keinem größeren Bauernhofe fehlte, eingelagert. Die 'Troadkästen' waren einfache Blockbauten, hatten flache vorspringende Dächer und standen auf Pfosten, um das im Speicherraum eingelagerte Getreide vor Feuchtigkeit, Ungeziefer, Ratten und Mäusen zu schützen. Den Zugang zum Lagerraum ermöglichte eine steile Außenstreppe. Der hier abgebildete 'Troadkasten' stammt aus Holzhof im ehemaligen Bezirksamt Kötzting. Giebel- und Langseite umgibt ein 'Schrout'. Von hoher Zimrnerrnannskunst zeugen die geschnitzten Säulen. Das Untergeschoß ist mit Brettern abgedeckt und wurde als Wagenremise, teilweise aber auch als Holzlege genutzt.

Literatur: vergleiche Nr. 43, S. 38. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

70. Dorfkapellen waren für den Waldier immer Zeichen des Glaubens, die sie sich gesetzt hatten. Die Frau des Dorfhirten oder die Familie des jeweiligen Dorfhauptmannes hatten die Dorfkapelle, die meistens auf Rechtlergrund stand, zu betreuen. Der Rhythmus des Tages wurde von der Glocke der Dorfkapelle bestimmt. Über die Erbauungszeit der hier abgebildeten Trametsrieder Dorfkapelle liegen keine Nachrichten vor. Das weit vorgezogene Schopfwalmdach und der naehbarocke Grundriß lassen jedoch vermuten, daß sie an der Wende vom 18. zum 19. Jahrhundert entstanden ist. (Auskunft und Foto: Pfarrarchiv, Kirchdorf im Wald bei Regen.)

71. Auf eine mehr als zwölfhundertjährige Geschichte kann das 741 vom dem Agilolfingerherzog Odilo gegründete Benediktinerstift Niederaltaich zurückblicken. Mönche aus dem Bodenssekloster Reichenau waren die ersten, die in Niederaltaich das Gotteslob gesungen und der unwirtlichen Flußlandschaft am nördlichen Donauufer fruchtbares Land abgerungen haben. Ihre Nachfolger haben im 8. und 9. Jahrhundert den Lallinger Winkel gerodet und im 11. und 12. Jahrhundert das Rinchnachtal erschlossen. Am 25. Februar 1803 wurde Niederaltaich säkularisiert. Ein Jahrhundert des Zerfalls und der Zertrümmerung folgte. 1918 wurde Niederaltaich als Kloster wiederhergestellt. Die Ansichtskarte stammt aus dem Jahre 1921 und zeigt im Hintergrund den Sonnenwald und Brotjacklriegel.

Literatur: G. Stadtmüller-B. Pfister,Geschichte der Abtei Niederaltaich 741-1971. Augsburg, 1971. S. 19 ff. (Foto: Stadtarchiv, Regen.)

72. Eine Symphonie von Licht und Farbe mag wohl jeden Besucher ergreifen. sobald er durch das enge gotische Portal der Niederaltaicher Stiftskirche getreten ist. Das staunende Auge kann sich nicht genug satt sehen an der barocken Prunkfûlle und dem Formenreichtum. Ein Werk einzigartiger Schönheit und genialer Architektonik ist hier dem Mûnchener Stadtmauerermeister Johann Michael Fischer gelungen. Der Betrachter kann nur erahnen, mit welcher Kûhnheit und Kunstliebe Abt Joscio Hamberger (1700-1739) diesen Bau entstehen ließ. Im Bereich der Niederaltaicher Grundherrschaft sowie der incorporierten Propsteien Rinchnach und St. Oswald gibt es kein Gotteshaus, das nicht durch Abt Joscio Hamberger eine grundlegende Barockisierung erfahren hätte. Echt benediktinische Lebensfreude, tiefe Frommigkeit und der Drang des rastlosen Schaffens zeichnen diesen altbayerischen Prälaten aus. Das Foto stammt aus der Zeit um 1925.

Literatur: vergleiche Nr. 86, S. 81 ff. (Sammlung: Elisabeth Faatz, Regensburg.)

73. Rinchnach wurde zwischen 1011 und 1016 von dem Niederaltaicher Reform- und Rodungsmönch Gunther gegründet. 1040 hat Kaiser Heinrich diese Neugründung dem Stifte Niederaltaich einverleibt. Rinchnach wurde Propstei des Stiftes Niederaltaich. In einer über zweihundertjährigen harten Rodungsarbeit haben die Rinchnacher Benediktiner das Rinchnachund Regental sowie den Landstrich um Kirchdorf im Wald erschlossen und kultiviert. Von der Weihe einer spätgotischen Propsteikirche wird 1438 berichtet. Unter Abt Joscio Hamberger wurde 1727 die Propsteikirche nach den Plänen von Johann Michael Fischer barockisiert. 1803 wurde die Propstei säkularisiert. Die Aufnahme besorgte Anton Pech aus Zwiesel, Sie dürfte um 1925 entstanden sein.

Literatur: Michael Hartig, Die niederbayerischen Stifte. München, 1939, S. 26-29. (Foto: Sammlung Friedelinde Rosenberg, Zwiesel.)

74. Das hier abgebildete Frauenbründl, eine gute Gehstunde von Ririchnach entfernt, wurde von Abt Augustin Ziegier erbaut und am 14. Dezember 1766 geweiht. Die Überlieferung berichtet, daß sich an dieser Stelle die Guntherklause befunden haben solt. Hierher soll sich der Gründer Rinchnachs zum Gebet zurückgezogen haben. Am 9. Juli 1809 wurde das Frauenbründl auf Abbruch versteigert. Das Ansinnen des Staates wehrten die Gehmannsberger Bauern ab. Sie schlossen sich zusammen und ersreigerten für 135 Gulden das Kirchlein. Die Aufnahme entstand kurz vor 1928. Die Flächen unterhalb des Kirchleins werden noch als Waldweiden genutzt.

Literatur: Rupert Brandlmeier, Rinchnach, o.J., S. 13-14. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

75. Die vorliegende Aufnahme aus der Zeit kurz vor 1928 zeigt das Frauenbründl noch ganz in seiner anmutigen Rokokoausstattung. Die Stichkappen und Gewölbeanläufe sind reich mit Muschelwerk verziert. 1m Chorfresko ist die Heimsuchung Mariens zu sehen. Die beiden Fresken im Mittelfeld des Langhauses stellten die Bekehrung Gunthers und seinen Tod dar. Die Fresken waren vermutlich ein Werk des Niederaltaicher Hofmalers Franz Anton Rauscher aus Aicha an der Donau. 1946 wurden die Fresken übertüncht. In den letzten Jahren wurde das Guntherkirchlein, wie es auch heißt, mehrmals bestohlen. Ein echter Verlust für unsere Heimat.

Literatur: vergleiche Nr. 74, S. 13. (Foto: Landesamt für Denkmalpflege, München.)

76. Der "Iraunerhof" in Trametsried bei Kirchdorf im Wald ist ein in sich geschlossener Viertseithof. Das zwiegädige Wohnhaus ist mit dem Stall unter einem First verbunden. Quergestellt dazu ist der geräumige Stadel. Wohnhaus und 'Troadkasten' stehen in einer Flucht und werden durch das Hoftor verbunden. Gegenüber von Wohnhaus und Stall ist die Geräteremise angebracht. An der Giebelfront sind Wurz- und Gemüsegarten angelegt. Der Backofen (links im Bild) ist ein selbständiges Gebäude und steht wegen des Funkenfluges in geziemender Entfernung vor dem Gehöft. Das Foto stammt aus der Zeit um 1935. (Auskunft und Foto: Katharina und Georg Trauner, Trametsried bei Kirchdorf im Wald.)

Schloß.

Ober- Frauenau. (Bayr. Wald!.

77. Das Oberfrauenauer Schloß, am Fuße des Rachel gelegen, war ein stolzer Neurenaissancebau, den Glashüttenherr Georg Benedikt Ir. Poschinger 1873 nach den Plänen des Münchener Architekten Albert Schmidt errichten ließ. Über sieben Jahrzehnte bewohnte die freiherrliche Familie Poschinger von Frauenau das Schloß. 1959 wurde es abgerissen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1909. Literatur: Roman Eder - Alfons Hannes, Frauenau, 1974, S. 76-77. (Sammlung: Betty Jankowski, Zwiesel.)

78. Der Rachel ist ein langgestreckter, sich weit ausladender Bergrücken, der von Südosten nach Nordosten verläuft und in zwei Kuppen gipfelt, dem Großen Rachel mit 1 453 Metern und dem Kleinen Rachel mit 1 399 Metern. Unübersehbar weite Wälder, bestehend aus Buchen und Bergahorn, Tannen und Fichten breiten sich an seinen Abhängen aus. Die vorgegebene Aufnahme stammt von dem Regener Fotografen Franz Xaver Biller und zeigt im Vordergrund den damaligen Markt Regen, in der Mitte den Dreikögel- und Wagensonn-Riegel und dahinter den Rachel.

Literatur: Josef Mayenberg, Führer durch den Bayerischen Wald. Passau, 1921, S. 184-187. (Foto:

Stadtarchiv, Regen.)

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