Der Kreis Göttingen zur Zeit Wilhelm Buschs

Der Kreis Göttingen zur Zeit Wilhelm Buschs

Auteur
:   Dr. Günther Meinhardt
Gemeente
:   Göttingen zur Zeit Wilhelm Buschs, Der Kreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4866-5
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Kreis Göttingen zur Zeit Wilhelm Buschs'

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EINLEITUNG

Wilhelm Busch, der wohl volkstümlichste Zeichner und Humorist der deutschen Literatur, wurde von seinen Eltern als neunjähriger Junge dem Bruder seiner Mutter zur Erziehung übergeben. Dieser, Pastor Georg Kleine, war von Mai 1841 bis November 1846 in dem etwa fünfzehn Kilometer von Göttingen entfernt liegenden Dorf Ebergötzen tätig, in dem sein Neffe fünf Jahre bei ihm wohnen und bleibende Eindrücke empfangen sollte.

Schon am Tage der Ankunft schloß Wilhelm Busch mit dem gleichaltrigen Müllerssohn Erich Bachmann eine Freundschaft, die erst der Tod trennen sollte. Die aufgeweckten Jungen lernten gemeinsam, durchstreiften die Umgebung und verübten Schuljungenstreiche, die Busch zu seinem berühmtesten Werk 'Max und Moritz' inspirierten.

Als bereits berühmter Schriftsteller hat Wilhelm Busch die Freundschaft mit Bachmann gepflegt

und den wohlhabenden Müller, der auch jahrelang Bauermeister , d.h. Bürgermeister, in Ebergötzen war, häufig besucht.

Zur Kinderzeit Buschs gab es noch keine Fotografie. Das Sammlerglück stand aber dem Verfasser zur Seite, als er zehn Skizzenbücher des Göttinger Zeichenlehrers Georg Friedrich Neise erwerben konnte, die in den Jahren 1834 bis 1851 entstanden und somit Göttingen und seine weitere Umgebung so zeigen, wie Wilhelm Busch sie während seiner Ebergötzener Jahre gesehen hat.

Noch glücklicher ist der Zufall, daß der Bruder des Zeichners Georg Andreas als Vikar und Vakanzvertreter das Pfarramt in Ebergötzen von Februar bis April 1841 verwaltete und somit der Vorgänger Pastor Kleines war. Die Ebergötzener Motive zeigenden Skizzen entstanden also wenige Wochen vor der Ankunft Wilhelm Buschs in Ebergötzen als der Zeichenlehrer seinen Bruder besuchte und

sind deshalb auch für die Buschforschung wichtig. Sie ermöglichten aber auch dem Verfasser, eine lange gehegten Wunsch zu erfüllen, seinen Lesern Motive aus dem Landkreise Göttingen vorzustellen, wie sie sich Wilhelm Busch in seinen Kinderjahren und ein halbes Jahrhundert später bei Besuchen der Jugendstätten boten.

Viel hatte sich geändert. Die Postkutsche war der Eisenbahn gewichen, Postillonschänken Ausflugsgaststätten, Trachten der Arbeitskleidung, dörfliches Lehmfachwerk Backsteinbauten, die stets mit einer persönlichen Aussage des Künstlers verbundene Zeichnung dem Massenprodukt Ansichtskarte und so manches Idyll der unberührten Landschaft der Bebauung.

Da inzwischen seit dem Erscheinen der Ansichtskarten fast ein weiteres Jahrhundert verstrichen ist, geben uns die Zeichnungen, Fotos und Postkarten Einblicke in jene 'gute, alte, geruhsame und

gemütliche' Zeit, in der die Streiche von Max und Moritz tatsächlich passieren konnten und in der auch das Gleichgewicht von Mensch und Natur in Ordnung war, eine Zeit, in der Wilhelm Busch lebte und wirkte und in die wir uns so gern zurückträumen, weil wir sie nicht wiederherstellen können.

Inhaltsverzeichnis der Abbildungen DieFahrtnach Göttingen 1841 Göttingen undder Hainberg ImKreisgebietvor1850

Trachten undBräuche DieFahrtnach Göttingen 1880 ImLandkreis vor 1900 Landarbeitin alter Weise WilhelmBuschs Tod

1-8

9-19 20-64 65-80 81-93

94-132 133-138 139-140

1. In diesem Hause wurde am 15. April 1832 der Humorist, Zeichner und Maler Wilhelm Busch geboren. Im Frühsommer 1841 wurde er seinern Onkel, Pastor Georg Kleine in Ebergötzen bei Göttingen, zur Erziehung übergeben (Foto von 1902).

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2. Auf der Fahrt von Wiedensahl nach Göttingen rumpelte der Bauemwagen an dem ehrwürdigen Kloster Marienstein in Nörten vorbei.

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3. Die Ruine der Burg Hardenberg hat sicher das Interesse des neunjährigen Wilhelm Busch erregt.

4. Angenehm war der Aufenthalt in einer Postschänke selbst dann nicht, als um 1870 Gaslicht die trüben Ölleuchten ablösten,

5. Ein längst verschwundener Beruf: der Wasserer tränkte die Pferde der Postkutsche, wenn diese nicht gewechselt wurden.

6. Die Abfahrt der Postkutsche war nicht nur umständlich sondern verzögerte sich oft, weil bis zum letzten Augenblick Briefe oder Frachtgut angenommen wurden.

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7. Werbung 1870. Die Lösung lautet: Fritz Bettmann Gastgeber zur Krone in Göttingen rekommandiert sein Haus Reisenden zu Fuß, per Post und Bahn ganz gehorsamst.

8. Das Ziel Göttingen erblickte man vom Höhenzug bei Bovenden aus.

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