Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Erich Hessing
Gemeente
:   Lüneburg, Der Landkreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2131-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten'

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9. Im ersten Jahr der Freiheitskriege , 1813, erstand die Bardowicker Windmühle am Nordausgang des Fleckens. Im Jahre 1907 wurde sie von Georg Meyer erworben. Sein Enkel Manfred führt heute die Mühle in der dritten Generation. Mit dem Fortschreiten der Technik wurden die Windrnühlenflügel von wechselnder Maschinenkraft unterstützt und schließlich ganz von ihr abgelöst. Im Jahre 1952 wurden die Flügel demontiert. In ihrem Kern ist die Mühle seit 165 Jahren unverändert geblieben.

10. Der am Ortsrand von Bardowick liegende Nikolaihof gehört, soweit wir die Überlieferung verfolgen können, der Stadt Lüneburg. Im Mittelalter war dies Stift einmal ein Aussätzigenhospital (Lepra). Später wurde es ein Altenwohnheim für bescheidene Ansprüche. Die zum Stift gehörende Kirche von 1435 ist dem heiligen Nikolaus geweiht, dem Schutzpatron nicht nut der Schiffer und Fischer, sondern auch der Fernreisenden. Über der weiträumigen Anlage mit ihren mittelalterlichen Häusern, mit ihren Gärten und dem alten Baumbestand liegt eine friedvolle Stille.

Bardewiek

11. In Bardowick hat man im 18. Jahrhundert diese langgestreckte Häuslingskate auf den alten Markt hinaus gebaut. Nach völliger Erneuerung birgt das Gebäude heute einen Getränke-Abholmarkt. Geradeaus geht der Bliek über den Marktplatz in dié Blöckenstraße,

12. Der um die Jahrhundertwende von Winsen (Luhe) in Bardowick zugezogene Adolf Fallap gründete dort in der Pieperstraße eine Musikschule, aus der eine Reihe von gut ausgebildeten Musikern hervorging. Auf den ländlichen Festen war die Musikschule als Blaskapelle sehr geschätzt. Bei besonderen Anlässen prunkten die Bläser in Fantasieuniformen. Im Auf und Ab der Zeiten bestand die Kapelle bis in unser Jahrzehnt hinein.

13. Vögelsen, seit 1968 mit Bardowick und Mechtersen zu einer Samtgemeinde vereinigt, der ersten des Landkreises, ist zu einem Wohnvorort von Lüneburg geworden. In seinem Kern (unser Bild) aber hat es sich unverfälscht den Charakter eines altdeutschen Haufendorfes bewahrt. Einige der alten Bauernhäuser sind in die Hände von Städtern übergegangen, die sich hier weiträumige Landsitze geschaffen haben.

14. Der am 4. Apri1l848 im südhannoverschen Gronau geborene Heinrich Ast war 1872/1873 Schäfereigehilfe auf Gut Lüdersburg (siehe Nummer 26), bevor er sich in Radbruch niederIieß, Hier erwarb er 1888 die Abbauerstelle Nummer 58. Aus einer alten Schäfertradition kommend, selber durch seinen Beruf mit der Natur verbunden und mit vielen Heilkräutern vertraut, verstand er es, Menschen und Tiere zu heilen. Seine Diagnose stellte er, indem er die Nackenhaare seiner Patienten durch das Vergrößerungsglas nach Anzahl und Art der Knoten in den einzelnen Haaren untersuchte eine Methode, die von der Wissenschaft bis heute nicht anerkannt wird. Heinrich Ast blieb bis zu seinem Tode am 15. August 1921 ein bescheidener Mann, der nur plattdeutsch sprach und alle Menschen unterschiedslos mit 'Du' anredete.

15. Der Zulauf, den Schäfer Ast bis zu seinem Tode erfuhr, war beispiellos. An manchen Tagen der ersten Jahre fanden sich siebenhundert bis achthundert Patienten bei ihm ein, Nicht nur der Wunderdoktor selber wurde ein wohlhabender Mann, auch viele andere in Radbruch und Umgebung brachten mit Hilfe von Schäfer Ast 'ihr Schäfchen ins Trockene': die Gastwirte, deren Häuser ständig überfüllt waren, die Bauern, die die Patienten mit dem Gespann ins Dorf holten und notfalls bei sich übernachten ließen, und der Apotheker in Winsen (Luhe), der die von Ast verordneten Arzneien verkaufte. Die Patienten erhielten Nummern und warteten im benachbarten Wirtshausgarten darauf, an die Reihe zu kommen.

16. Klappbrücken - wie hier in Wittorf, so auch in Bardowick (siehe Nummer 8) ermöglichten auf der Ilmenau den Verkehr mit Frachtkähnen flußaufwärts bis Lüneburg. Dem Straßenverkehr allerdings genügte die Wittorfer 'Klappe' schon seit langem nicht mehr. Lastwagen mit einern Gewicht von mehr als sechs Tonnen mußten vor ihr umkehren, und die Fahrgäste der Omnibusse hatten bei jedem Wind und Wetter auszusteigen und die Brücke zu Fuß zu überqueren. Mit Ausnahmegenehmigung durfte der Omnibus leer folgen. Im Jahre 1974 wurde die morsche Holzkonstruktion durch einen Neubau ersetzt.

17. St. Dionys, das schmucke Dörflein am Übergang von der Heidegeest zur Elbmarsch, ist in den letzten Jahrzehnten von vielen entdeckt worden, die sich hier ein stilles Refugium abseits von der Unruhe der Großstadt geschaffen haben. Manches hat sich hier erhalten, was sich sonst wohl nur noch in einem Museumsdorf vorfinden läßt. Und Ziehbrunnen kann man erblicken, aus denen heute wie einst das Wasser mit dem Eimer an einem langen Schwenkbalken emporgeholt wird.

18. Über schweren Feldsteinen bauen sich die jahrhundertealten Ziegelwände der Adendorfer Kapelle auf. Im Sommer ist ihre Eingangstür von den Blüten der Kletterrose umrankt. Im Jahre 1258 wurde diese Kapelle errichtet und Johannes dem Täufer geweiht, und immer noch wird in ihr an jedem ersten Sonntag im Monat Gottesdienst gehalten. Die Giebelseiten haben heute an ihren Oberteilen eine Holzverkleidung. Sonst hat sich seit dem Entstehen unseres Bildes um die Jahrhundertwende am Äußeren der Kapelle nichts geändert. Aber überall ist die liebevolle Pflege durch die Gemeinde zu spüren.

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