Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Erich Hessing
Gemeente
:   Lüneburg, Der Landkreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2131-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

19. Das Herrenhaus des Rittergutes Adendorf brannte am 19. Mai 1971 ab. Damit ging die rund 1 OOOjährige Geschichte eines herrschaftlichen Hofes und Rittergutes sichtbarlieh zu Ende. Schon in einer Urkunde Kaiser Heinrichs Il. aus dem Jahre 1004 kommt ein 'Addunestorp' vor, das sich wohl mit dem heutigen Adendorf identifizieren läßt.

20. Der Schweineteich beim Lehrgut in Adendorf ist heute einplaniert. Im Hintergrund unseres Bildes erkennt man die sommerliche Behausung der Schweine. Zwischen den beiden Kriegen wurde das Rittergut Adendorf zu einem Lehrgut umgestaltet. Die Tierärztliche Hochschule in Hannover gab hier ihren Studenten eine praxisbezogene Ausbildung. Mitte der sechziger Jahre wurde das Lehrgut aufgelöst.

21. 'Vad der' Heinrich Bleckmann in Adendorf fertigt aus Weidenruten einen Kartoffelkorb. Ähnliche Körbe begegneten uns irn Bilde Nummer 1. Hier trägt eine Bardowickerin den, gehenkelten, Gemüsekorb auf dem mit einem Kissen gepolsterten Kopf. Das mit Federn gefüllte Kissen wird mundartlich Waasch genannt.

22. Die Sonntagsfreude der 'guten, alten Zeit' war für die Lüneburger der Nachmittagsausflug in einen der Kaffeegärten rings um ihre Stadt. Nach Erbstorf, wo 'Heine's Gasthaus' loekte, konnte man dazu die Bleekeder Kleinbahn benutzen. Wirtsleute und Bedienung hatten alle Hände voll zu tun, wenn nach der Ankunft des Bähnleins der Ansturm der Kaffeegäste einsetzte.

23. Über Fischhausen, einen Ortsteil der Gemeinde Echem, konnte J.P. Ravens in seinem Buch 'Vom Bardengau zum Landkreis Lüneburg' noch 1969 schreiben: Bis in die Gegenwart ist Fischhausen ein geradezu weltabgeschiedener Platz geblieben. Erst 1966 zum Beispiel ging die Zeit der Petroleumlampe vorbei, und das elektrische Licht kam (Seite 258). Inzwischen hat die moderne Zeit Fischhausen mit Riesenschritten eingeholt. Das dort liegende Einzelgehöft mit alter Fischereigerechtigkeit auf der Neetze wurde zur Gastwirtschaft mit Campingplatz und den entsprechenden Baulichkeiten, die das Bild völlig verändert haben.

Gruss aus Scharnebeek

Qlto Hagelberg

24. Vor der Gastwirtschaft von Otto Hagelberg in Scharnebeek hält eines der ersten Autos, mit denen sich die Pioniere des Autosports nach der Jahrhundertwende auf die Straßen wagten. In den Jahrzehnten, die seitdem vergangen sind, hat der Gasthof, der früher einmal 'Klosterkrug' hieß, sein Gesicht verändert. Auch ist er durch Einheirat zum 'Gasthof Rose' geworden.

25. Zisterziensermönche ließen sich 1253 in Scharnebeek nieder. Der von ihnen angesammelte reiche Besitz fiel mit der Reformation in die Hände des Landesherrn. Aus dern Kloster wurde ein herzogliches Amt, das sich zum Vorgänger des Landkreises Lüneburg entwickelte. Die in Scharnebeek selber liegenden Besitztümer wurden zu einer Domäne zusammengefaßt. Das hier abgebildete repräsentative Wohnhaus entstand 1705. Nach der Auflösung der Domäne wurde es zum privaten Wohnhaus. Es gehört nicht viel Fantasie dazu, sich das rege Leben und Treiben vorzustellen, das hier einmal geherrscht haben muß.

26. Mehr als vierhundert Jahre war die Familie von Wittorf im Besitz des Rittergutes Lüdersburg. Dann verkaufte sie es 1775 an den Obristen Adolf Ludwig Freiherr von Spörcken. In zehnjähriger Bauzeit ließ der neue Besitzer ein Schloß errichten, dessen barocker Baustil nahezu vollkommen erhalten ist. Die Fassade zum Hof besteht aus Fachwerk, das mit Efeu bewachsen ist. Die Parkseite ist mit rotem Stein verkleidet. Wegen der großen Unterhaltungskosten - das Schloß hat eine Wohnfläche von 1 500 qm - wird es seit längerem nicht mehr von der Besitzerfamilie bewohnt und steht zum Verkauf. Seit 1950 war hier die inzwischen nach Scharnebeek verlegte Elbmarschschule untergebracht.

27. Den Aposteln Petrus und Paulus ist die Lüdersburger evangelische Kirche geweiht, die hinter einem unscheinbaren Äußeren eine der schönsten Barockausstattungen der Lüneburger Gegend birgt. Der neugotische Kirchturrn wurde 1873 anstelle eines hölzernen Glockenstuhls errichtet. Die Gutsarbeiterhäuser auf der gegenüberliegenden Seite, die heute weit wohnlicher aussehen, tragen zur Straße hin die Freiherrnkrone mit den Jahreszahlen 1854 und 1875 und die Initialen W Sp. Damit ist Werner von Spörcken gerneint, der verdierite Begründer des Pferdezuchtvereins der Artlenburger Elbmarsch.

28. In Jürgenstorf vollzieht Meister Adebar seinen 'Wachwechsel im Storchennest'. Die Storchenfamilien auf den Dachfirsten sind heute im Landkreis Lüneburg seltener geworden. Manch ein Nest bleibt leer.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek