Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Erich Hessing
Gemeente
:   Lüneburg, Der Landkreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2131-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten'

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STRANDBAD HOH STORF bel Lauenbura a. Eibe

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Blick auf Lauenburg

29. Vor dem Hintergrund der Häuser und der Kirche der Stadt Lauenburg am anderen Elbufer präsentieren sich Hohnstorfs wind- und wettergewohnte Fischer der Kamera des Fotografen. Zeichen ihres Berufes sind Schiffermütze, Langschäftige und Ölzeug, das einige der Männer tragen. Im Jahre 1597 gab ein Lauenburger Herzog die EIbe zwischen Barförde und Obermarschacht den Hohnstorfern und Lauenburgern zum Fischen frei. Im Jahre 1894 kauften die Hohnstorfer den Lauenburgern die Fischereigerechtigkeit auf deren Stromhälfte ab. Damals war das Fischergewerbe in Hohnstorf noch in mehr als zwanzig Familien vertreten. Heute ist davon eine einzige geblieben.

30. Den Hohnstorfer Bahnhof baute man als wichtige Grenz- und Übergangsstation in einer Größe, die nur noch von dem Bahnhof der Landeshauptstadt übertroffen wurde. Am 15. März 1864 konnten die Hannoverschen Staatsbahnen die Strecke LüneburgHohnstorf eröffnen. Für den Verkehr über die Elbe begnügte man sich zunächst mit einer Eisenbahnfähre zwischen Hohnstorf und Lauenburg (siehe Nummer 31). Durch den späteren Bau der Elbbrücke (siehe Nummer 32) wurde eine neue Linienführung erforderlich, und der 'alte Bahnhof' blieb abseits liegen. Heute wird er als Schulgebäude durch die Jungen und Mädchen aus Hohnstorf mit neuem Leben erfüllt.

31. Nach der Ankunft des Lüneburger Zuges in Hohnstorf (siehe Nummer 30) begaben sich die Reisenden über eine Rampe auf das Deck des Fährschiffs. Lokomotive und Personenwagen blieben am Ufer zurück. Die Güterwagen dagegen wurden mit Hilfe einer Winde von der Höhe des Bahndamms auf das Deck des Raddampfers herabgelassen. Am anderen Ufer in Höhe des jetzigen Bahnhofs Lauenburg vollzog sich alles in umgekehrter Ordnung, und die Reise konnte mit neuer Lokomotive und neuen Personenwagen fortgesetzt werden. Bei schlechtem Wetter war die Überfahrt auf dern zugigen Dampfer alles andere als ein Vergnügen. War die Elbe im Winter zugefroren, mußten die Reisenden einen Fußmarsch über das Eis machen. Bei Treibeis ruhte der gesamte Verkehr.

32. Bogen auf Bogen überspannte die am 1. November 1878 eingeweihte Eisenbahn- und Fußgängerbrücke die EIbe zwischen Hohnstorf und Lauenburg. Ende des Zweiten Weltkrieges wurde sie von den an das rechte Elbufer zurückflutenden deutschen Truppen gesprengt. Jahrelang mußten sich die Reisenden der Strecke Lüneburg-Lübeck mit der Fähre über die Elbe setzen lassen.

33. Schon sind einige Autos auf der Hohnstorfer Elbfähre verstaut. Ein weiterer Wagen, der heute ein begehrter Oldtimer wäre, wartet an der Uferrampe auf den Wink des Fährmanns, Einige Schaulustige beobachten den Vorgang des Verladens. Alles spielt sich ohne große Eile ab. Inzwischen gibt es an der Elbgrenze des Kreises keine Fähren mehr. Sie sind durch die Brücken zwischen Hohnstorf und Lauenburg und zwischen Niedermarschacht und Geesthacht abgelöst worden.

34. Die Diele eines Bauernhauses in Hohnstorf stellt sich mit ihren Köstlichkeiten, den zum Räuchern aufgehängten frischgemachten Würsten, dar. Der Rauch zieht hier durch keinen Schornstein ab. Vom Flett her, wo der Herd steht (im Hintergrund), umkräuselt er die Würste und Schinken unter der Decke und gibt ihnen Würze und Aroma, bevor er das Haus durch die Dielentür oder die 'Eulenlöcher' oben in den Giebeln verläßt. Diele und Flett sind durch Gitter, Truhen und Schränke voneinander getrennt.

35. Alles konnte man einmal in Hohnstorf und ähnlich auch anderswo - unter einern Dache finden: 'Colonial-Material-FettwarenHandlung', Gastwirtschaft und Kaiserliche Postagentur rnit dem Öffentlichen Fernsprecher. Auch eine Versicherungsagentur gehörte dazu, die von fernher kam: die österreichische kaiserIich-königliche privilegierte Versicherung aus Triest, die sich italienisch Assecurationi Generali nannte. Aus dem Mehrzweckgebäude von damals ist inzwischen eine schlichte Tischlerwerkstätte geworden. Und schlichter ist auch die Postbeamtenuniform geworden.

36. Hochauf türmt sich im Winter 1947 das Eis am Elbufer bei Hohnstorf. Im Hintergrund sieht man den Rest der 1945 beim Kriegsende zerstörten Eisenbahn- und Fußgängerbrücke. Eis auf der Elbe bedeutete in jenen Jahren ein erhebliches Verkehrshindernis. Hatten die Fähren erst einmal ihren Betrieb einstellen müssen, war der gesamte Verkehr von hüben nach drüben auf die weit entfernten Hamburger Elbbrücken angewiesen. Eine Änderung brachten die am 20. Mai 1951 eingeweihte neue Hohnstorfer Eisenbahn- und Straßenbrücke und die Brücke an der Staustufe bei Geesthacht.

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37. Dichte Qualmwolken ausstoßend schieben sich die von Lauenburg kommenden Eisbrecher gegen das Eis der Elbe langsam stromab. In Geesthacht werden sie wenden und dann stromauf vorstoßen - bis Dömitz, nötigenfalls auch noch weiter. Geradezu halbmeterweise, im immer erneuten Zurücksetzen und Vorwärtsstarnpfen, erkämpfen sich die schweren Schiffe eine breite Fahrrinne, durch die das losgeschlagene Eis abwandern kann und die durch den Frost festgehaltenen Frachtkähne freie Fahrt erhalten. Der Ruf 'Die Eisbrecher kommen!' loekt in strengen Wintern viele Zuschauer auf die Deiche.

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38. Interessiert und ein wenig sorgenvoll betrachten Elbanwohner von einer Buhne aus die Eislandschaft auf dem Strom. Schon haben die Eisbrecher eine breite Fahrrinne in der Mitte des Flusses geschaffen. Wird das übrige Eis nun nach und nach abwandern? Oder könnte die sicherlich bald einsetzende Schneeschmelze doch noch zu einem Hochwasser führen, das den Deich gefährdet? Für die Menschen an der Elbe hängt viel davon ab.

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