Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Erich Hessing
Gemeente
:   Lüneburg, Der Landkreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2131-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

59. Auf halbem Wegezwischen Garze und Bleekede erhob sich einmal die-stattliche Garzer Mühle. Der Wind, der hier ungehindert von der Elbe her über das Land streichen kann, bewegte ihre Flügel. Im Jahre 1878 war sie nach einer Zerstörung durch Blitzschlag neuerrichtet worden. Am Ende des Zweiten Weltkrieges ging der Bau beim Kampf um Bleekede erneut in Flammen auf. Der Besitzer, Friedrich Neumann, verzichtete auf einen Wiederaufbau der Mühle, die bis dahin das Wahrzeichen Garzes gebildet hatte. Heute wird der Platz von einem Autofriedhof eingenommen.

60. An der Elbe zwischen Bleekede und Radegast gibt es noch ein weithin unzerstört bewahrtes Landschaftsgebiet. In der Vitiko, einem Sumpfwald landeinwärts hinter dem Deich, horsten die unter besonderem Schutz stehenden Graureiher. Andere seltene Vogelarten suchen hier im Winter Zuflucht. Und auch fischen läßt es sich hier noch. Das Bild zeigt fischereiberechtigte Bauern aus den umliegenden Dörfern, die ihr Schleppnetz durch das Brackwasser an der Vitiko gezogen haben und nun dabei sind, die Beute zu bergen und aufzuteilen.

bei Blec.kede.

61. Das am Elbufer zwischen Bleekede und Radegast liegende kleine Anwesen Heisterbusch, im Besitz des Domänenrentamtes, war um die Iahrhundertwende an die Familie Schur verpachtet. Mutter und Tochter Schur (dritte und vierte von links) geben sich auf unserem Bilde zu erkennen. Damals wußte man noch nichts von dem schrecklichen Grenzzaun, der sich heute am jenseitigen Ufer hinzieht. Diesseits ist ein stilles Paradies für Angler geblieben. Willst du einen Tag glûcklich sein, stand hier vor kurzen noch in einem Aushangkasten zu lesen, so heirate; willst du eine Woche glücklich sein, so schlachte ein Schwein; willst du dein Leben lang glücklichsein, so lerne angeln.

;. ) l ,-
~..; .. ,
,
~
'.
t.
J 62. In stolzer Fahrt rauscht die 'Hugo Basedow', das Flaggschiff der Lauenburger Elbschiffahrtsreederei Burmester und Basedow, stromabwärts. Der 1925 in Dienst gestellte Raddampfer konnte bis zu vierzehnhundert Passagiere befördern. Im heutigen Landkreisbereich gab es feste Anlegestellen in Artlenburg und in Bleckede. Vor anderen Orten an den Ufern hüben und drüben mußte ausgebootet werden. Im Jahre 1959 nahm die 'Hugo Basedow' als erstes Schiff noch an der Einweihung der Staustufenschleuse in Geesthacht teil. Im Jahre 1961 trat sie ihre letzte Fahrt an - zum Abwracken.

63. Soweit der Bliek über die Felder rings um Garlstorf geht, ist alles Land dem Wasser abgerungen. Die ersten Ansiedler ließen sich auf Wurten im Urstromtal der Elbe nieder. Dann begarm man mit der Eindeichung des Stromes (ab 1258), und Höfe im heutigen Sinne konnten entstehen. Das Haupthaus des Marbenschen Hofes (unser Foto) stammt aus dern Jahre 1722 und ist das zweitälteste Gebäude des Ortes - nach dem Hillmerschen Hof (1689). Seit den letzten Jahren dient das alte Haus nur noch als ViehstalL

<6ru~ aus Wenöewifd?

meyers <5aft~aus

64. Berta Meyers Gasthaus - man sieht die Besitzerin mit weißer Bluse und weißer Schürz e inmitten der Gruppe - war der Treffpunkt für jung und alt im kleinen Wendewisch. Im Saal erhielt die Dorfjugend ihre Tanzstunde und wurden Puppenspiele aufgeführt. Hier kamen die Männer der 1902 ins Leben gerufenen Feuerwehr zusammen. Und hier gab es auch das lange Zeit einzige Telefon des Dorfes. Vor dem Hause hatte die von Dahlenburg über Bleekede nach Echem, später nur bis Wendewisch, führende Schmalspurbahn ihre Haltestelle.

65. Auf ein rundes Jahrtausend blickt der Turm der St. Vituskirche in Barskamp zurück. Hermann Billung, Herzog von Sachsen <t 973), errichtete ihn als Wachtturm gegen die Wenden. Die Kirche selber ist in ihrer gegenwärtigen Gestalt erst 1768/1769 durch einen Umbau entstanden. Später mußten die baufällig gewordenen Turmwände durch Stützpfeiler abgesichert werden. Nach erneuter Restaurierung blickt der uralte Turm wieder rnächtig und stolz in das Land. Und immer noch um den 15. Juni, den Vitus- oder Veitstag, feiert Barskamp seinen alljährlichen Vieh- und Krammarkt.

66. Auf der Straße zwischen Pfarrhaus und 'Gasthaus zur Post' stand der Fotograf, der vor etwa einem halben Jahrhundert in Barskamp die Dorfmitte unterhalb der Kirche aufgenommen hat. An den Gebäuden im Bildhintergrund hat es inzwischen mancherlei Veränderungen gegeben, vor allem an den Häusern von Persil und Brammer auf der rechten Seite. Die links liegende Schmiede hat sich in ein Möbelgeschäft verwandelt. Die unser Bild im Vordergrund beherrschende alte Gerichtslinde hat das Zeitliche gesegnet. Die Erinnerung an sie lebt in Barskamps Gemeindewappen fort, in das man sie zusammen mit dem anderen Wahrzeichen des Ortes, dem alten Kirchturm (siehe voriges Bild), aufgenommen hat.

67. Ein durch die Zonengrenzziehung heute nicht mehr mögliches Bild: Harburger und Mindener Pioniere haben eine Brücke über die Elbe bei Alt Garge geschlagen. In Ufernähe wird die Brücke von Schlauchbooten, im Mittelteil von Pontons getragen. Die Übung fand 1937 statt, als zu Ehren Mussolinis ein Manöver in Mecklenburg ablief. Im Vordergrund erkennt man 'Tante Nanni' Lohmann aus Bleckede, die ihren Sohn an der Hand hält.

68. Vom linken Elbufer zwischen Bleekede und Hitzacker (Kreis Lüchow-Dannenberg) fällt der Bliek auf Häuser und Dörfer jenseits des Stroms, die zum Landkreis Lüneburg gehört haben, bis 1945 der Eiserne Vorhang an der Elbe niederging. Es ist das frühere Amt Neuhaus mit dem Flecken Neuhaus-Elbe als Mittelpunkt. Im 17. Jahrhundert hat dieser Ort einmal glanzvolle Tage als Residenz der Herzöge von Sachsen-Lauenburg gesehen. Das damalige Schloß ist längst abgerissen. Hinter dem Fluß Krainke sieht man die Häuser des heutigen Städtchens, aus denen der Turm der 1824/1826 neuerrichteten Marienkirche emporragt.

<<  |  <  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  10  |  11  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2019 Uitgeverij Europese Bibliotheek