Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten

Auteur
:   Erich Hessing
Gemeente
:   Lüneburg, Der Landkreis
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2131-6
Pagina's
:   160
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Lüneburg in alten Ansichten'

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(Eibe)

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69. Die kaiserliche Postarchitektur zeichnete sich nicht durch besonderen Einfallsreichtum aus. Das Postamt in Neuhaus-Elbe und das Postamt in Bleckede-Elbe sind innen und außen nach dem gleichen Schema gestaltet. Nach Größe, Charakter und Einflußbereich gibt es auch sonst Parallelen zwischen beiden Orten. In den mehr als sechzig Jahren, die seit der Aufnahme des Bildes vergangen sind, hat sich die Damenmode mehrfach geändert. Am Kopfsteinpflaster und an den niedrigen Häusern von Neuhaus-Elbe wird sich nicht viel geändert haben.

70. Ähnlich wie Bleekede sein Hospital St. Georg hatte, gab es in Neuhaus-Elbe das Hospital zum Heiligen Geist. Im Jahre 1608 war es von Herzog Franz Il. als Armenhaus gegründet worden. Nach dem Willen des Stifters sollten jeweils vier alte Leute dort Wohnung, Licht und Heizung erhalten. Dafür wurde von ihnen am Morgen und am Abend zum Klang der Betglocke ein Vaterunser für das Herzogshaus erwartet. Anders als in Bleekede hat man in Neuhaus bisher keine Möglichkeit gehabt, das baufällig gewordene Haus durch einen Neubau abzulösen.

71. Nach einem strengen Winter plötzlich einsetzendes Tauwetter brachte 1888 eine Hochwasserkatastrophe über die Dörfer stromaufwärts von Bleckede. Nach Deichbrüchen bei Dörnitz und im Kreise Darmenberg brach in der Nacht vom 24. zum 25. März auch der Deich bei Popelau und Darchau im Amt Neuhaus. Dabei wurden zahlreiche Gebäude zerstört. Auch das Gast- und Fährhaus Rautenkranz (rechts) und die Popelauer Windmühle wurden von den Fluten fortgerissen. Aus dem zusammenbrechenden Rautenkranz'schen Haus retteten sich zweiundzwanzig Personen in das Altenteilerhaus (links). Vier blieben zurück und fanden den Tod. Insgesamt starben in Darchau acht Menschen.

72. Vom Gasthof Rautenkranz im rechtselbischen Darchau ging die Fähre hinüber nach Neu Darchau (Kreis Lüchow-Dannenberg). Seit 1945 ruht ihr Betrieb. Auch die Windmühle von Popelau, einem Darchauer Ortsteil, die einmal ein weithin sichtbares Wahrzeichen bildete, gehört der Vergangenheit an. Bei den Kampfhandlungen von 1945 wurde sie zerstört. Mühle und Gasthaus waren 1888 nach einer schweren Hochwasserkatastrophe neuerrichtet worden.

Hotel zur Börse, W. Dührkoop

73. Noch ist in Neuhaus-Elbe jenseits des heute trennenden Stroms nicht der graue Alltag der DDR eingekehrt. Vor dem Hotel 'Zur Börse' haben sich Schüler in ihren bunten Mützen versammelt. Eine Blaskapelle ist angetreten. Am linken Bildrand steht Musikdirektor König in schwarzem Anzug, die Trompete in der Hand. Der Anlaß dieses bunten, bewegten Treibens, vielleicht ein Schulfest, ist vergessen. Die Erinnerung daran, daß das Amt Neuhaus einmal ein Stück des Landkreises Lüneburg war, und die Verbundenheit mit den Menschen am anderen Elbufer aber muß bleiben.

74. Unsere Ansichtskarte zeigt oben links die Silhouette des Fleckens Dahlenburg nach einer Zeichnung aus dem Jahre 1898. Außer dem alten Kirchturm (siehe Nummer 76) und der Ratsmühle ragen noch die Schornsteine zweier inzwischen eingegangener Fabriken aus den Häusern und Bäumen des Ortes empor. Im Jahre 1289 war Dah1enburg von Herzorg Otto dem Strengen mit Stadtrechten ausgestattet worden, die in den folgenden harten Zeiten wieder verlorengingen. Doch zeigen Gemeindewappen und -siegel heute noch drei Stadttürme mit einem offenen Tor in der Mitte und dem welfischen Löwen davor.

75. Dahlenburg. Von der Burg, die den Nachkommen Heinrichs des Löwen zeitweise als Residenz diente, ist nur die St. Laurentiuskapelle, die alte Burg- und Schloßkirche, geblieben. Bis zur Reformationszeit Pfarrkirche, geriet sie in den folgenden notvollen Jahrhunderten in Vergessenheit. diente in der Franzosenzeit als Pferdestall, später als Friedhofskapelle und war schließlich nur noch Abstellraum und Rumpelkammer. Während unser Bild aus der Zeit der Jahrhundertwende die St. Laurentiuskapelle einsam inmitten der verfallenen Gräber des alten Friedhofs zeigt, liegt sie heute im Schatten hoher Bäume und hat als Heimatmuseum eine ihr angemessene neue Aufgabe gefunden.

76. Der alten St. Johanniskirche in Dahlenburg standen die Leiden der vergangenen Jahrhunderte geradezu ins Gesicht geschrieben. Als Folge vieler Plünderungen im Dreißigjährigen Krieg und mancher Repressalien in der Franzosenzeit war eine große Armut in dem Flecken zurückgeblieben. So konnte die Gemeinde nur wenig an ihr Gotteshaus wenden: .Irn Jahre 1903 wurde die Kirche, deren Baubeginn man in der Zeit um 1300 ansetzt, abgerissen, um durch einen Neubau ersetzt zu werden.

77. Am Neubau einer Kirche wird man als Handwerker wahrscheinlich nur einmal im Leben beteiligt. Verständlich, daß die, die von 1903 bis 1905 bei der Errichtung der Dahlenburger evangelisch-lutherischen Kirche mitgewirkt haben, sich zu einem Erinnerungsfoto zusammenfanden. Ganz links steht Maurer Fritz Meyer aus Quickborn. Seine Hand liegt auf der Schulter seines Arbeitskollegen Schulz aus Buendorf. In der Mitte sitzen Kantor und Lehrer Menke, Pastor Lukas und Maurermeister Stute (zweiter bis vierter von links). Das rechts am oberen Bildrand eingefügte Porträt zeigt den Architekten Wilhelm Matthies aus Bardowick (t 1934). Und wer mag der junge Mann auf dem ebenfalls zugesellten kleinen Foto ganz unten rechts sein?

78. Im Jahre 1905 konnte die neue Johanniskirche in Dahlenburg eingeweiht werden. Nur wenig später entstand die Fotografie. In dem vor der Kirche stehenden Haus hatte damals der Tischler Karl Euler Wohnung und Werkstatt. Später zog dort der Uhrmacher Silvester ein. Heute beherbergt dies Haus ein Geschäft für Farben und Lacke. Links geht der Bliek in die Johannisstraße. Im Hintergrund wird das Pfarrhaus sichtbar, das aus einer früheren Brauerei für seinen heutigen Zweck umgebaut wurde.

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