Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen, Der Landkreis
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0807-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Regen in alten Ansichten'

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19. Erst wenn der Waldlerbauer das geböckelte Korn (Roggen) mit dem Daumen aus den Ähren streifen konnte, so etwa nach vier bis acht Tagen, je nachdem, wie halt die Witterung war, wurde es in den Stadel gefahren. Eine mittlere Kornfuhre faßte zirka 25 Böckl. Stolz und würdevoll bringt Georg Kopp, der seine Landwirtschaft bei den Stadeln in Regen (heutige Bodenmaiserstraße) betrieb, seinen Erntesegen heim.

Foto: Sammlung Georg Weikl, Regen. Auskunft:

Michael Kopp, Bärndorf.

20. Feldbestellung unterm Hennenkobel. Das gesäte Getreide wurde zweimal eingeeggt. Ein gut abgerichteter 'Meht' (= Zugochse) brauchte nicht am 'Zam' geführt zu werden, sondern ging am 'Woier'. Foto: Anton Pech, Zwiesel.

21. Der Dreschwagen wurde vom 'Dampf betrieben, der wiederum eine Leistung von zirka 10 PS erbrachte und vornehmlich mit den nicht mehr klobbaren Stockbinken beheizt wurde. Zum 'Maschinen', so wurde auch das Dampfdreschen bezeichnet, waren zirka 25 Personen notwendig. Auf 'Wiederhilf wurde im ganzen Dorf zusammengearbeitet. Da mußte das eingelagerte Getreide aus dem Stock geworfen und in die Trommel eingelassen werden. Frauen hatten das Stroh abzunehmen und zu Bauschen zusammenzubinden. Schulbuben mußten die anfallende Spreu wegtragen. Ein kräftiger Knecht hatte die schweren Strohbauschen in den Stock oder auf den oberen 'Dent' mit einer Gabel zu heben. Buben und ältere Taglöhner verräumten das ausgedroschene Stroh wieder in den Stock. Die gefüllten Säcke wurden auf den "Iroadboden' getragen. Die Maschinisten hatten Dampf und Dreschwagen zu bedienen. Das Bild zeigt das Dampfdreschen beim Hirschenwirtstadel in Viechtach.

Foto: Sammlung Hermann Popp, Viechtach.

22. Bei den ärmeren Waldlern waren die Kartoffeln aus dem täglichen Speiseplan nicht wegzudenken. 'Hosenknöpf", 'Reinstriezel', 'Reibernudl', 'Erpflsterz' und im Sommer die 'Rahrnerpfl' kamen Woche für Woche auf den Tisch. Nur reichere Bauern und wohlhabendere Bürger leisteten sich Fleischspeisen und das auch nur am Sonntag oder hohen Festtagen. Das Foto, welches Martin Lutz von der fotografischen Gesellschaft Regen um 1930 machte, zeigt die Kartoffelernte in Schollenried bei Regen. Der Köppl Sepp (Schreibname Josef Kreuzer) gräbt mit seiner Mutter Kartoffeln und radelt sie schubkarrenweise nach Hause.

Foto: Sammlung Georg Weikl, Regen. Auskunft: Michael Kopp, Bärndorf.

23. Der Häusler Josef Meindl von Hochgart bei Gotteszell radelt mit dem Schubkarren sein Sackl Korn zum Mahlen in die Mühle.

Foto und Auskunft: Sammlung Fritz Schosser, Gotteszell.

24. Von dem mit 'Urer' gesäuertem und aufgegangenem Teig nahm man etwa ein fünf Pfund großes Stück, knetete es und wirkte es am Backtrog so aus, daß es keine Falten mehr machte und legt den geformten Laib auf das Brotbrett. In der Stube mußte es warm sein, damit die Laibe aufgehen konnten. Abgebildet ist die Kaufmannbäuerin Frau Anna Ebner aus Hintberg mit ihrer Tochter Berta, Das Bild entstand 1943.

Foto und Auskunft: Anna Ebner, Hintberg bei Unternmitterndorf.

25. Der erste Laib wurde mit dem Kreuzzeichen bezeichnet und auf der Ofenschüssel in den Backofen eingeschoben.

Foto und Auskunft: Anna Ebner, Hinterberg.

26. Nach zirka zwei Stunden Backzeit wurden die Laibe herausgenommen, mit lauwarmem Wasser abgewischt und in eine Schwinge gestellt. Katharina und Anna Kreuzer aus Poschetsried verrichten gerade diese Arbeit. Das Foto stammt aus der Zeit um 1930.

Foto und Auskunft: Familie Süß, Poschetsried bei Regen.

27. Die Hansenbauernfamilie aus Rinchnachmündt bei Regen hat sich um den großen Bauerntisch zur Abendsuppe geschart. Morgens und abends war Brot die Hauptzuspeise. Glücklich konnten sich die Familien schätzen, in denen es nie an Brot mangelte und jeder im Hause zu jeder Zeit die Tischlade öffnen durfte und sich ein Stück abschneiden konnte. Es gab auch Familien, die ihr Brot in einer großen Emailschüssel absperren mußten, weil es eben nicht reichte.

Foto und Auskunft: Sammlung Peter Oswald, Regen.

28. Das Spinnen eines Flachs- oder Wollfadens war eine wahre Kunstfertigkeit. Vor allem war es der Stolz einer jeden Frau, daß sie einen gleichförmigen Faden spinnen konnte. Um dieses zu erreichen, mußte ein rhythmisches Ebenmaß zwischen dem Zupfen des am Rocken aufgebundenen Wollbauschens und dem Treten des Spinmades hergestellt werden. Dazu feuchtete man sich die Finger an. Eine Könnerin ihres Faches war Katharina Süß aus Rinchnachmündt bei Regen, die über fünfzig Jahre auf dem Hansenbauernhof lebte und arbeitete.

Foto und Auskunft: Sammlung Peter Oswald, Regen.

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