Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen, Der Landkreis
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0807-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Regen in alten Ansichten'

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49. Ein, zwei Tage vor der Hochzeit wurde der Kammerwagen gefahren. Das Heiratsgut des einheiratenden Ehepartners wurde zu seinem zukünftigen Wohnort gebracht. Kasten, Kommoden, Tisch und Stühle sowie Wäsche und allerlei Hausgerät waren da auf den Kammerwagen geladen. Der Schreiner hat das Laden und Aufstellen der Möbel besorgt. Mit gespanriten Seilen haben die Kinder den Kammerwagen aufgehalten und der Bräutigam beziehungsweise die Braut konnten sich bei den Kindern nur mit Krapfen und Geldmünzen auslösen. Der abgebildete Kammerwagen wurde um 1930 auf der Straße von Böbrach nach Bodenmais aufgenommen. Der Wert! Gang (Schreibname Wolfgang Schaffer) hat den Wagen gefahren. Der Bub im Straßengraben ist der Lederer Lois (Schreibname Alois Kollmeier).

Foto: Stadtarchiv, Regen.

50. Eine echte Bauern- und Schenkhochzeit begann schon frühmorgens beim Wirt mit dem Frühmahl. Nach der kirchlichen Trauung stellten sich das Brautpaar, Brautjungfern, Brautführer, Tauf- oder Firmgöd, die beiderseitigen Eltern des Brautpaares, die Näherin und der Hochzeitlader dem Fotografen. Beim festlichen Hochzeitessen spielte die Musik 'übers Mahl'. Am Abend hat der Hochzeitlader anhand einer 'hochtitulierten' Namensliste die geladenen Gäste, Familienangehörige, Verwandte, Freunde, Nachbarn, Dorfleute, zum Schenken aufgerufen. Mit Musik und 'Gstanzlsingen' zog sich das Schenken bis spät in den Abend hinein. Dazwischen wurde getanzt. Der Brauch des Brautstehlens wurde geübt. Das vorliegende Hochzeitsbild wurde 1908 in Gotteszell aufgenommen. Es war damals üblich, daß die Braut ein dunkles beziehungsweise schwarzes Brautkleid trug. Der Hochzeitlader hieß bei dieser Hochzeit Andreas Haban. Er hält den Ladstock in der Hand.

Foto und Auskunft: Sammlung Fritz Schosser, Gotteszell.

51. An Stadeln, Wegkreuzen, Dorfkapellen und Bäumen wurden Totenbretter zum Gedenken an die aus dem Dorfe Verstorbenen aufgestellt. Lebensdaten, Berufsstand und ein sinnvolles Gedicht mit der Bitte um ein Gebet für den Verstorbenen standen meistens auf dem Totenbrett. Im Volke meinte man, daß der Tote erst dann seine Ruhe habe, wenn das Brett verfault sei. Abgebildet sind Totenbretter aus Farnbach bei Bischofsmais aus der Zeit um 1930.

Foto: Stadtarchiv, Regen.

52. '8' Schlittenfahren' - für die Kinder des Hansenbauernhofes in Rinchnachmündt bei Regen - eine echte Winterfreude! Das Foto entstand 1932.

Foto: Peter Oswald, Regen.

53. Eisstockschießen in Reinhartsmais - auch für die Dorfjungen eine sehr beliebte Kurzweil! Foto: Sammlung OUo Pfeffer, Reinhartsmais,

54. Skiwanderung durch das verschneite Lindberg. Die Aufnahme entstand um 1930. Foto: Anton Pech, Zwiesel.

55. Am 25. und 26. Januar 1930 wurde in Bayerisch Eisenstein die bayerische Skimeisterschaft ausgetragen. Der deutsche Meister Gustav Müller aus Bayerischzell, hier im Bild, sprang 33 Meter weit. Er wurde nach Punkten Gesamtsieger und bayerischer Meister, weil er am Tage zuvor die Langlaufstrecke von insgesamt 16 Kilometern in einer Stunde und fünf Minuten bewältigte. Text: Der Bayerwald. 1930, S. 23-25.

Foto: Anton Pech, Zwiesel.

56. Der Turm der Patersdorfer Filialkirche wurde 1889 nach den Plänen des Landshuter Bauamtsassessors Preisser im neubarocken Stil aus Granitquadern errichtet. 10 500 Reichsmark betrugen die Baukosten; allein 2 500 Reichsmark davon erbrachten die Patersdorfer durch Hand- und Spanndienste. Die vorgegebene Fotografie zeigt die Filialkirche vor der Verlangerung des Langhauses nach Westen im Jahre 1908. Die Bretterhütte im Vordergrund diente dem Bäcker von Linden als Verkaufsstand, in welchem er nach den Ämtern und Messen den Kirchenbesuchern Zuckerbrot, Semrneln, Bretzen und Zöpfl anbot. Foto und Text: Pfarrarchiv Patersdorf, vergleiche Pfarrchronik S. 82-86; (Handschrift).

57. Die Wallfahrt zum Pestheiligen Sebastian hat sich in Patersdorf zur Blüte entfaltet, als am 9. August 1746 der Regensburger Weihbischof Joachim von Schmid eine Reliquie des so beliebten Heiligen aufstellen ließ. Kurz zuvor war das Langhaus erbaut und von erstrangigen Künstlern ausgestattet worden. Die Gebrüder Asam sollen hier gearbeitet haben. Doch die religionsfeindlichen Jahre nach der Säkularisation haben der Wallfahrt sehr geschadet. Um 1900 ist es still geworden um die Patersdorfer Wallfahrt. Nur mehr die Regener, die Viechtacher und die Bauern aus Schwarzach bei Langdorf kamen gewallfahrtet. Das Foto stammt aus den zwanziger Jahren und zeigt den Hochaltar und den Sebastiansaltar noch mit den 1880 eingesetzten Nazarenerbildern sowie den Marienaltar mit der Lourdesmadonna. Literatur: vergleiche Nr. 56, S. 18-38.

Foto: Landesamt fiir Denkmalpflege, München.

58. Da die Patersdorfer Filialkirchc um die Jahrhundertwende längst nicht mehr alle Gottesdienstbesucher fassen konnte, wurde 1908 das im 18. Jahrhundert erstellte Langhaus nach Westen hin verlängert. Der berühmte Architekt Schott aus München zeichnete für 150 Reichsmark den Plan. Bei den Umbauarbeiten wurde die obere Orgelempore etwas nach unten versetzt und die untere sogenannte Männerempore beseitigt, Auf dem Foto, welches kurz vor den Umbauarbeiten entstanden sein dürfte, sind noch beide Emporen zu sehen.

Foto: Pfarrarchiv Patersdorf; vergleiche Pfarrchronik, S. 31 (Handschrift).

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