Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Der Landkreis Regen in alten Ansichten

Auteur
:   Horst Sauer
Gemeente
:   Regen, Der Landkreis
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-0807-2
Pagina's
:   128
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der Landkreis Regen in alten Ansichten'

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79. Gustav Werner war ein Mensch voller Energie und Tatkraft und gerade in Teisnach an der Regenschleife gründete er seine 'Holzpapier- und Pappenfabrik' , weil er sich dazu gedrängt fühlte, dem Regenf1uß seine Wasserkraft abringen zu müssen. 'Hier baut Wemer,' soll er ausgerufen haben, als er am 8. September des Jahres 1880 das Gelände an der Regenschlucht besichtigte. Und obwohl die Gotteszeller Bahnstation 15 Kilometer entfernt weglag, die Waldier erst zu einer disziplinierten Fabrikarbeit erzogen werden mußten und die Staatsbehörden Schwierigkeiten über Schwierigkeiten bereiteten, der am 17. November 1845 zu Hechingen geborene Arzt- und Majorssohn setzte seinen Willen durch! Mit 500 000 Reichsmark Eigenkapital, das ihm sein Schwager Heinrich Richter beim Ausscheiden aus der Arnsdorfer Papierfabrik im Riesengebirge auszahlte, begann er den Bau des Teisnacher Werkes. Zunächst wurden weiße und braune Holzpappen hergestellt, dann 1883 die erste Papiermaschine aufgestellt und Papier fabriziert. Literatur: J. Mayer, G. Werner und seine Gründung in Teisnach. Regensburg, 1931.

Foto: Pfarrarchiv, Teisnach.

Teisr-ach, (bayr. Wald).

Te soaener Papie-fabrik H.·G

80. Im Jahre 1893 betrieb Gustav Werner selbst die Umwandlung des Unternehmens in eine Aktiengesellschaft mit einem Kapitale von 900000 Reichsmark. Obwohl sich Kommerzienrat Werner die Mehrzahl der Aktien sicherte, war er nicht glücklich über diesen Schritt. Er glaubte, aus gesundheitlichen Gründen, die Verantwortung und Leitung niederlegen zu müssen. Sein Sohn Heinrich wurde Vorstand der A.-G. und Direktor des Unternehmens. Im Geschäftsjahr 1904/1905 waren im Unternehmen rund dreihundert Personen beschäftigt, wobei zeitweilig an Holz- und Triftarbeitern noch mehr als einhundert Personen hinzukamen. An Löhnen wurden im gleichen Geschäftsjahr 302 477,51 Reichsmark ausgezahlt. Herr Prokurist H. Massoth hat 1907 die vorliegende Aufnahme vom Teisnacher Werk gemacht. Literatur: NI. 79.

Foto: Hausarchiv J. Götz, Teisnach.

81. Geiersthai ist bereits in einem Oberalteicher Zehentbuch aus der Zeit um 1100 erwähnt. Als Pfarrort gehörte es neben Viechtach und Arnbruck zu den Urpfarreien im Viechtacher Bezirk, und sein Pfarrsprengel erstreckte sich ursprünglich über das gesamte Teisnachtal Doch schon vor der Jahrhundertwende wurde Geiersthai von dem benachbarten Teisnach, das aus der Einöde Gstatthof und dem Flößernest Teisnach zu einem aufstrebenden Industrieort zusammengewachsen war, überflügelt. Die 1880/1881 von Kommerzienrat Gustav Werner gegründete Teisnacher Papierfabrik löste einen Bevölkerungsanstieg und eine rege Bautätigkeit aus. Geiersthai zählte 1904 immer noch 61 Einwohner und 12 Wohngebäude, während Teisnach zu diesem Zeitpunkt schon 678 Einwohner und 69 Wohngebäude aufzuweisen hatte. Das Foto entstand kurz nach der Jahrhundertwende und zeigt bereits die ehemalige Geiersthaler Pfarrkirche nach dem Abbruch ihres Langhauses. Literatur: M. Treiber, Geschichte der Pfarrei Teisnach, 1950.

Foto: Pfarrarchiv, Teisnach.

Teisnach um 1900

82. Das Flößernest und Bauerndorf Teisnach, nur wenige Meter von Gstatthof entfernt, hat um 1900 noch ganz seinen ländlichen Charakter, wenigstens was die Hausformen und das Ortsbild betrifft, bewahrt. Die Regenäcker und Gartenwiesen sind noch nicht verbaut. Literatur: Siehe NI. 79 und 8I. Foto: Pfarrarchiv, Teisnach.

83. Das neue Teisnach entstand zunächst im Ortsteil Gstatthof. Kommerzienrat G. Werner hatte den Brüdern Kraus das gesamte Areal des Gstatthofes um 19000 Reichsmark abgehandelt. Es wird berichtet, daß G. Werner beim Verhandeln den Regenschirm aufspannte, so regnete es in die Stube, und sofort nach dem Einigwerden mit den drei Brüdern zur notariellen Verbriefung nach Viechtach fuhr. Ursprünglich wollte sich Werner auf dem schönen Platz in Gstatthof seine Villa bauen. Er ließ aber diesen Plan fallen und verkaufte der Pfarrpfründe den westlichen Teil des Geländes, welcher 14 132 Hektar groß war, um 25 000 Reichsmark. Das Bauen begann. Pfarrkirche, Pfarrhof, Schulhaus, Kinderbewahranstalt und die Beamtenhäuser der Fabrik entstanden. Das Bild zeigt das neue Teisnach im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts. Literatur: Siehe Nr. 81.

Foto: Pfarrarchiv, Teisnach.

84. Kommerzienrat G. Wemer hat im Teisnach- und Regental für Arbeit und Brot gesorgt. Menschen zogen nach Teisnach. Allein in der politischen Gemeinde Teisnach stieg von 1880 bis 1905 die Einwohnerzahl von 1 073 auf 1 616 Bürger an. Eine neue Kirche mußte gebaut werden. Die alte, im zwei Kilometer entfernten Geiersthal, zudern am Nordrand der Pfarrei gelegene Pfarrkirche konnte bereits schon vor der Werner'schen Industrieansiedlung die Besucher nicht mehr fassen und war baufällig geworden. Am 20. September 1898 genehmigte die königliche Regierung den Baubeginn und schon am 25. Oktober 1898 wurde, wie das Foto des Deggendorfer Hoffotografen Osc. Weidauer zeigt, feierlich der Grundstein gelegt. Literatur: vergleiche Nr. 81.

Foto: Pfarrarchiv, Teisnach.

85. Pfarrer Joseph Mayer, seit 1894 erst in GeiersthalTeisnach, ging entschlossen ans Werk und wurde von G. Werner finanziell großzügig unterstützt. Die Teisnacher selbst griffen zu Schaufel und Pickel und opferten, was sie nur konnten. Die herrliche, im neugotisehen Stil erbaute Pfarrkirche war bereits 1900 fertig. Allein der Rohbau verschlang 190041,62 Goldmark. Für die allernotwendigste Kircheneinrichtung mußten 44 683,28 Goldmark aufgebracht werden. Am 8. Juni 1907 wurde das Teisnacher Gotteshaus zu Ehren von St. Margaretha, dem alten Geiersthaler Patroziniurn, durch Bischef Antonius von Henle feicrlich konsekriert. Literatur: vergleiche NI. 81.

Foto: Pfarrarehiv, Teisnach.

86. So sah die Einrichtung der Pfarrkirche im Jahre 1905 aus. In der Apsis war ein einfacher Notaltar aufgestellt. Die beiden barocken Seitenaltäre stammen noch aus der Geiersthaler Kirche, dessen Langhaus, wie berichtet, kurz nach 1900 abgebrochen wurde. Foto und Auskunft: Pfarrarchiv, Teisnach.

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87. Von den 1 960 Bürgern, welche die Marktgemeinde Viechtach 1890 zählte, waren nur 22 protestantisch und 1 israelitisch; alle übrigen waren katholisch. Die Geistlichen und der Bürgermeister, die Lehrer und die Beamten des Marktes und des Bezirkes, der Bezirksarzt und der Apotheker führten und lenkten die Menschen. Die langen Friedensjahre hatten den Besitzenden und den Geschäftsleuten einen bescheidenen Wohlstand gebracht. Allein bei der Betriebszählung vom 12. Juni 1907 hatte die Marktgemeinde 19 ausgefüllte Land- und Forstwirtschaftskarten, 24 Gewerbebogen und 169 Gewerbeformulare zu verzeichnen. Die Taglöhner, Dienstleute und Inwohner im Markte hatten aber gerade ihr tägliches Brot und mußten sich mit ihrem Schicksal abfinden. Die Ansichtskarte stammt aus den ersten Jahren unseres Jahrhunderts und wurde, wie damals üblich, in ihren Konturen ein wenig nachgezogen. Die Wiesen und Felder reichen bis an den Ortskern heran. Literatur: Werner Pohl, Heimatkundliche Beiträge aus dem Viechtreich. Heft 12, S. 44. Viechtach, 1976.

Foto: Sammlung Hermann Popp, Viechtach.

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88. Nach Wiguleus Hundt, dem bayerischen Staatsmann und Historiker, wird Viechtach erstmals 1272 als Markt bezeichnet. Zum Marktflecken konnte sich der Ort sicherlich nur deshalb entwickeln, weil sich hier die Pfahlhochstraße von Deggendorf nach Cham und der Bayerweg von Maria Posehing nach Böhmen kreuzten. Elf Warenmàrkte, immer verbunden mit einem Viehmarkt, und

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