Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Haupt-Verwaltung des Fürs'en zu Solrns

9. Im Jahre 1888 wurden die Grafen Solms-Baruth in den Fürstenstand erhoben. Zu der Herrschaft von 12313 Hektar gehörten 10 139 Hektar Wald. Zur Verwendung von billigern Brennholz wurde 1716 unter Glasermeister Bernsdorf die Glashütte bei Klasdorf angelegt. Unter Hüttenmeister Schaal (1894-1915) wurde eine Höchstleistung von 50000 Lampengloeken monatlich erreicht. Von der hier abgebildeten fürstlichen Hauptverwaltung ging 1945 das Mittelgebäude durch Brand verloren.

10. Obwohl mittelalterliche Urkunden Baruth des öfteren als Stadt bezeichnen, erhielt der Ort erst 1616 förmlich Stadtrecht und das Privileg für zwei Jahrmärkte. Auch Baruth litt stark unter dem Dreißigjährigen Krieg. 1631 gab es dreihundert Pesttote; 1641 brandschatzten die Schweden die Stadt. Am stärksten jedoch wurde die Stadt 1945 bei den Ausbruchskämpfen der 9. deutschen Armee in Mitleidenschaft gezogen. Wer das Straßenbild mit dem heutigen Zustand vergleicht, sieht wie viele Lücken nicht wieder geschlossen wurden.

11. Auf dieser tiefsinnigen Grabtafel des gräflichen solmschen Amtmannes Müller ist zu lesen, er war ein seltener Richter, 'der die Unterthanen nicht weniger liebte als die Gerechtigkeit'. Mit seiner Frau lebte er siebeneinhalb Jahr 'zwar ohne Kinder. aber nicht ohne Vergnügen'. Unter den Baruther Persönlichkeiten ist Johann Georg Lehmann nicht zu vergessen, der am 11. Mai 1765 in der Johannismühle bei Baruth geboren wurde und am 6. September 181l in Dresden starb. Er hat als Offizier in sächsischen Diensten wesentlich zur Entwicklung der Topographie als Wissenschaft beigetragen.

12. Blankensee ist seit 1307 als Herrschaftssitz schriftlich überliefert. Bis nach 1340 gehörte dieser schon in vorgeschichtlichen Zeiten befestigte Platz zum Herrschaftsbereich der Äbtissin von Quedlinburg, dann bis zur Bildung des alten Kreises der Kurfürsten bzw. Könige von Sachsen. Als 1701 die Familie von Thümen das hier abgebildete Schloß baute, gehörte das Dorf noch zu einem Viertel den von Schlabrendorff. 1740 erwarben die von Thümen auch diesen Rest für sich. Nach diesem Rittergeschlecht benannt ist der 'Thürnensche Winkel' zwischen Nuthe und Nieplitz, zu dem noch Stangenhagen, Schönhagen, Gräfendorf, Körzin, Glau, Mietgendorf, Ahrensdorf und Löwendorf gehörten.

13. Über die Ruine auf dem Kapellenberg auf den Glauer Bergen bei Blankensee ist im Heimatkalender für den Kreis Jüterbog-Luckenwalde von 1926 zu lesen: 'August Christian v. Thümen, der Besitzer des Gutes Blankensee (t 1792) hat als Kursächsischer Kreisdirektor des öfteren dort oben "buddeln" lassen, hat auch sogar durchs Schlüsselloch der Tür, die zum unterirdischen Gewölbe führte, sehen können; das Gold hat er aber doch nicht bekommen ...

Am Blankensee.

14. Bochow gehört von alters her zu den größten Dörfern des Jüterboger Landes. Das mag unter anderem darin liegen, daß das Gebiet des untergegangenen deutschen Dorfes Grünthai mit eingemeindet wurde. Da es auf der benachbarten Flur von Jüterbog-Damm eine wüste Feldmark Lüttgen Bochow gibt, liegt der Verdacht eines frühen Umzugs des alten slawischen Dorfes nahe. Damit im Zusammenhang steht auch der Umstand, daß im Gegensatz zu Lüttgen Bochow, wo wendische Bodenfunde reichhaltig in Erscheinung treten, im jetzigen Dorf slawische Keramik kaum vorkommt, obwohl der Ortsname eindeutig slawisch ist.

15. Besondere Verdienste um das Dorf Buckow erwarb sich nach Max Wald Gemeindevorsteher Karl Schulze (1846-1926) in seinen 36 Amtsjahren. Dazu gehören der Neubau des Kirchturms (1895), der Schulneubau (1905) und mancher Straßenbau. Das Schwimmbad - irn Bild die Einweihungsfeier 1928 - wurde unter anderem mit Mitteln der Landesversicherungsanstalt der Provinz Brandenburg aus einem verschlammten Dorfpfuhl errichtet. Den Bau führte der Berliner Tiefbauunternehmer Paul Binder aus, der zugleich Jagdpächter im Ort war.

16. Bûrgerrnühle, zwischen Jüterbog und Werder gelegen, hat als Wohnplatz eine alte Geschichte. Schon in urgeschichtlicher Zeit lebten hier am Nuthelauf Menschen. Alsbald nach der deutschen Besiedlung von Jüterbog wurde an dieser günstigen Stelle eine Wassermühle errichtet. Am 1. Februar 1292 bestätigte Erzbischof Erich von Magdeburg eine von seinem Vorgänger gemachte Schenkung der Mühle an die Stadt. Nicht zuletzt wegen des Kleinbahnhaltepunktes entstand hier ein beliebtes Ausflugslokal, das 1960 eingegangen ist. Erst 1955 wurde BürgermühJe mit elektrischem Licht versorgt.

17. Die Herkunft des Namens der Stadt Dahme ist noch heute ungeklärt. Hat der Ort nach dem in der Nähe entspringenden Flüßchen oder umgekehrt das Fließ von dem Ort seine Bezeichnung? Oder haben gar beide ihre Namen von den Herren 'von Dhamis', die einst das Gebiet beherrschten und 1405 ohne männliche Nachkommen ausstarben? In seiner Geschichte erlebte die Stadt einen traurigen Rekord von sechs Großbränden, die 1441, 1498, 1563, 1587, 1666 und 1843 jeweils ganze Straßenzüge einäscherten. Auf dem Luftbild von 1928 ist im Vordergrund das prachtvolle Rathaus nebst Postamt und im Hintergrund das Schloß zu sehen.

18. Über das herzogliche Schloß von Dahme schreibt der dortige Museumsleiter Günther Wagenknecht: 'Einst war es ein Prachtbau, der um 1710 auf den Grundmauern einer Burg errichtet wurde ... Residenz eines nachgeborenen Prinzen sollte der Barockbau werden, Witwensitz der Herzöge von Sachsen-Weißenfels wurde er dann. Den Zweiten Weltkrieg hatte das Schloß noch relativ gut überstanden, die sich daran anschließende Interessenlosigkeit an Feudalbauten nicht mehr.' Dem Verfall vorsätzlich preisgegeben, ist das Schloß heute Ruine.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  9  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek