Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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19. Der hier abgebildete Platz in Dahme ist eines von vielen Beispielen der Auswüchse politischer Macht. Nach dem Stadtbrand von 1843 bekam der alte Tüpfermarkt diese Größe, weil die Häuser in seiner Mitte nicht wieder aufgebaut wurden. Der nun attraktive Platz erhielt in der Folge die Namen von Kaiser Wilhelrn, Adolf Hitier und Ernst Thälmann, um nun schließlich wieder Töpfermarkt zu heißen,

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Verlag ven F. A. Höbnemann, Dahme (Mark).

20. Drei für den Fläming so charakteristische Bockwindmühlen sind hier am Stadtrand von Dahme zu sehen. Auf den Hochflächen des Flämings gab es kaum Gelegenheiten für die Nutzung der Wasserkraft. In der Stadt Dahme gab es 1663 vier Müller, 1815 wurden dreizehn Mühlen gezählt, die 1912 auf acht zurückgingen. Die Nutzung der Naturkräfte konnte mit dem Dampf- und Motorantrieb nicht mehr konkurrieren.

21. Die Badeanstalt in Dahme wurde am 6. Juni 1926 im Beisein von 2500 Menschen eröffnet. Es ist erstaunlich, was gerade in den zwanziger Jahren, die geprägt waren von Rezession und Arbeitslosigkeit, an kommunalen und sozialen Einrichtungen im Kreis geschaffen wurde. Kreiswiesenbaumeister Bechstein lieferte den Entwurf für das Dahmer Bad; Stadtbauführer Brandt verwirklichte ihn.

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Bahnhofswirt Wilhelm OÜIDde.

22. Max Wald, der Heimatforscher und Chronist der Stadt Dahme in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, berichtet: 'Ursprünglich sollte die 1875 erbaute Berlin-Dresdener Bahn Dahme berühren, aber ein großerTeil der Bewohner und Bürgermeister Grunewald waren dagegen, so wurde Uckro der nächste Bahnhof (13 Kilometer entfernt). Die Zweigbahn dorthin besteht seit 1886. Bei der ersten Fahrt verunglückte der Sohn des Rosenthaler Lehrers; ihm wurde ein Arm zerquetscht und ein Bein gebrochen. Die Kleinbahn nach Jüterbog bzw. Luckenwalde mit der Verbindung nach Görsdorf wurde 1900 eröffnet.'

23. Wilhelm Kullrich ist einer der bedeutendsten Söhne der Stadt Dahme, wo er 1821 als Sohn eines Schmiedes geboren wurde. Als erfolgreicher Münzmedailleur schuf er nicht nur die Gedenkmünzen für die Kriege von 1864, 1866 und 1870/71, sondern vor allem die ersten deutschen Markstücke nach Errichtung des letzten Kaiserreiches.

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24. In den Erinnerungen des Pfarrers Karl Breitner aus Dennewitz (1844) ist zu lesen: 'Als im Jahre 1827 der Roggen bereits anfing, weiß zu werden zur Ernte, zeigten sich in einzelnen Schwärmen die Wanderheuschrecken. Anfang wurden sie wenig beachtet, im allgemeinen kannte man sie nicht einmal... Gefährlicher noch wurde das Ungeziefer in den folgenden zwei Jahren. Denn obgleich von Obrigkeits wegen Befehle und Anweisungen zu seiner Vertilgung gegeben wurden ... erhoben sie sich in unzähligen Scharen, alles Grüne verzehrend.' Erst das folgende naßkalte Frühjahr erlöste die Bauern von der Plage.

6. Sept. 1813.

Scbutz bot einst unser Kircblein Vätern in drohender Krie snot.

Heiss nmtobte dieb Friedbof die männermorde.nde FeJdscblaclll Rot vom BruderbJill acb! von der Kircbe Altar.

6. September 1813: 3-5 Uhr.

25. In Erinnerung an die Schlacht von Dennewitz von 6. September 1813, wo preußische Truppen unter den Generalen Bülow und Tauentzien mit weiteren Alliierten eine zahlenmäßig weit überlegene napoleonische Armee vernichtend schlugen, ist vor allem auf Initiative des Pfarrers Eduard Zirnmermann aus Niedergörsdorf zur Jahrhundertwende eine Reihe von Gedenksteinen aufgestellt worden. General von Bülow wurde 1814 durch König Friedrich Wilhelm lIl. mit dem Adelsprädikat 'Graf von Dennewitz' geehrt.

26. Die wichtigsten Seen, die das Kloster Zinna vor allem zur Bereitstellung der Fastenspeise besaß, waren die bei Dobbrikow. Wenn der Fischer des Klosters kam, mußte der Dorfschulze ihm ein Federbett stellen sowie das Pferd füttern. Es war dem Fischer Kochgelegenheit im Schulzenhaus zu gewähren, und Holz und Stroh zu liefern. Dafür bekam der Schulze ein Fischgericht. Interessant ist, daß es wohl im Mittelalter noch weitere Seen bei Dobbrikow gegeben haben muß, die heute verschwunden sind.

Gruß aus Dorf Zin na bei Jüterbog

27. Die wechselhafte Geschichte von Dorf Zinna reicht noch weiter zurück als die des gleichnamigen Klosters, das seine Benennung von dem slawischen Flurnamen 'Czynnow' herleitet. Ab 1936/37 wurde das Dorf aufgelöst, um die Feldmark in den Schießplatz Jüterbog einzugliedern. Die Kirche und einige Wohnhäuser überdauerten diese Zeit bis nach Kriegsende. Nun kam wieder Leben in das Dorf. Neunzig Familien, insgesamt dreihundert Umsiedler aus dem böhmischen Gablonz, gründeten nach 1946 den neuen Ort Neuheim an gleicher Stelle.

28. Die drei Dörfer Felgentreu, Mehlsdorf und Zülichendorf bildeten eine Parochie, die zur Diozese Luckenwalde gehörte. Die hier innen abgebildete Kirche von Felgentreu wurde 1800 erbaut. Von der Vorgängerkirche, deren Entstehungszeit unbekannt ist, blieb die wohl einzige massive Wand für den Neubau stehen. 1821 erwarb die Gemeinde eine Orgel vom Orgelbaumeister Turley aus Treuenbrietzen. Die farbigen Glasfenster sind in den Kriegsjahren 1917/18 angeschafft worden. Bei der Neubesiedlung des Dorfes ist neben den bei anderen Orten genannten Schlössern auch diese Kirche im Rahmen der allgemeinen Denkmalstürmerei abgerissen worden.

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