Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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29. Im Jahre 1935 wurde festgelegt, den Truppenübungsplatz Jüterbog bedeutend zu erweitern. In südlicher Richtung betraf es Dorf Zinna, nach Norden die Dörfer Felgentreu und Mehlsdorf. Der Jüterboger Maler und Schriftsteller Erich Sturtevant verfaßte anläßlich der Auflösung der Dörfer Chroniken (1938 Dorf Zinna, 1939 FeJgentreu und Mehlsdorf). Denmach wurde am 9. März 1936 den Einwohnern von Felgentreu amtlich mitgeteilt, daß das Dorf bis zum April 1937 geräumt sein müßte. Tatsächlich verließen Anfang Januar 1938 die letzten Bewohner das Dorf. Im Gegensatz zu den anderen beiden Orten wurde es nach 1945 unter altem Namen wieder neu besiedelt.

30. 'Die Postagentur in Felgentreu wurde am LApril 1900 eingerichtct, Telefon und Telegraphie einige Jahre später. Der erste Postagent war lange Jahre Gastwirt Gustav Herming (bis zu seinem Tode Februar 1918), dann versah seine Tochter über anderthalb Jahre das Amt. Vom LOktober 1919 bis 31. Dezember 1936 war Adolph Fiernming Postagent, bis zum Juni 1937 seine Tochter Flora.' (E. Sturtevant. )

31. Ein Bild aus Felgentreu aus dem Jahre 1910. Das Fachwerkhaus links gehörte Ferdinand Kerstin. Das Haus rechts vor dem Teich besaß Gastwirt Block. Und das Torhaus zwischen beiden Wohnhäusern ist später abgerissen worden, um einem Tanzsaal für die Gaststätte Platzzu machen. Ein Jahrhundert zuvor gab es im Dorf einen Lehnschulzen, 18 Ganzbauern, 14 Ganzkossäten, einen Halbkossäten, drei Büdner, Fünf Einlieger, einen Krug und einen königlichen Unterförster zum Revier Zinna gehörig.

32. Kirchgang in Gebersdorf. Die Frauen tragen hier noch die traditionelle Kirchenmützentracht des 19. Jahrhunderts. Nach der Jahrhundertwende wurde auf diesen kompliziert zu fertigenden Kopfputz zugunsten des bunten Tuches, der 'Hille' , verzichtet. Über die durch Bienenwachs glänzend gestärkten Blaudruckschürzen gibt es in den Museen von Dahme und Jüterbog interessante Dokumentatienen dieser fast vergessenen Textildrucktechnik.

33. Das Dorf Glau fand 1368 seine erste schriftliche Erwähnung. Bis 1643 gehörte es zum Gutsbesitz von Blankensee. Danach übernahmen die von Thümen das Dorf und die von Schlabrendorff das Rittergut. Von 1756 bis 1872 gehörte Glau zu den Thüm'schen Gütern Blankensee bzw. Stangenhagen. 1948 wurden 123,3 Hektar enteignet und auf zwei landarme Bauern sowie vier Arbeiter und Angestellte als Neubauern aufgeteilt; 80 Hektar hielten zu der Zeit die Sowjettruppen besetzt (P.P. Rohrlach).

34. 'Wer aber weiß noch, daß Gölsdorf einmal führend gewesen ist - in der Seidenraupenzucht? So jedenfalls meldet Herr Leonhardi in seiner "Erdbeschreibung der Kurfürstlich und Herzoglich Sächsischen Lande' vom Jahre 1788!' Das und noch viel mehr Interessantes weiß Dr. F. Hempel in seinem Buch 'Gölsdorf. Ein Bauerndorf auf dem Flärning', Jessen 1956, zu berichten, das von dem universellen Talent Dr. Walter Fink aus Jüterbog vortrefflich illustriert worden ist. Das vorliegende Foto stammt vom Heirnat- und Schuifest 1924.

Herrenhaus - Görsdorf

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35. Auch dieses reizvolle Renaissance-Schloß von Görsdorf wurde Opfer der Denkrnalstürmerei nach 1945 (Abriß 1948). Frühere Schloßherren waren die von Schlieben (1508-1587), Löser (1587-1607), von Löben (1607-1694), von Rodewitz (1694-1702), von Raschkau (1702-1796), von François (1796-1799), von Stammer (1799-1806) und von Polenz (1806-1824). 1832-1836 war auch der damalige Jüterboger Bürgermeister Baltzer Miteigentümer des Gutes.

36. Der Raseneisenstein verarbeitende 'Hammer' in Gottow wurde 1421 erstmalig erwähnt. 'Die Namen Hammer-Fließ, Hammer-Berge, Unterhammer, Moldenhütten, Eisenbach und Schmelze im Bereich des Baruther Haupttales deuten noch heute auf die einstige Eisenindustrie hin, die zwischen Baruth und Luckenwalde herrschte. Märkisches Eisen ist hier gewonnen worden.' So berichtet Wilhelm Reichner irn Heimatkalender des Kreises Jüterbog-Luckenwalde 1926 in seinen Reportagen über Orte des Kreises, die er mit kunstvollen Federzeichnungen illustrierte. Im Bild das Produktionshaus in Gottow zum Ende des vorigen Jahrhunderts.

37. Das Foto von der Belegschaft des Gottower Hammers ist um 1900 in der Endphase der Fabrikation aufgenommen worden. Die von den Arbeitern präsentierten Löffel und Schöpfkellen waren wohl die letzten Produkte gewesen. Eine Urkunde von 1594 berichtet vom 'Gottoischen Hammer... im Ambte Zoßen Bey Schöneweyde gelegen'. Hauptmann von Kratz in Ziesar besaß 1672-1682 den Hammer einschließlich Krug, Braupfannen, Mühle, Obstbäumen und anderem mehr. Anschließend verfügten das Amt Zinna (1682-1754 und 1813-1872) bzw. das königliche Hüttenamt (1754-1813) über den Besitz. Friedrich 11. ließ während der Schlesischen Kriege hier Kanonenkugeln gießen.

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38. Von den Rittergutsbesitzern in GräfendorfweiB der Jüterboger Chronist Brandt (Torgau 1827) wenig Gutes zu berichten. Philipp von Seelen, 'ein unbändiger Jüngling, schändete 1604 eine edle Dirne, wurde bald darauf von einem Sattler in seinem Hause erstochen'. Sein Bruder Joachim 'drückte die Unterthanen mit neuen Steuern und Diensten' und sein Sohn Joachim Caspar 'trieb die Unmoralität aufs höchste, mißhandelte die Bauern, wollte seinen Vater heimlich ermorden, beleidigte den Hauptmann Schlomach und trieb endlich Blutschande mit seiner Stiefmutter... Sein Blut floß den 15. Julius 1652 auf dem Markte zu Jüterbog'.

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