Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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39. Der Kern der Dorfkirche von Gräfendorfist ein spätromanischer Feldsteinbau mit eingezogenem Chor. 1697 wurden durch Verbreiterung der seitlichen Chorwände, Abbruch der Apsis und Anbau der Patronatsloge grundlegende Veränderungen vorgenommen. Das auf dem vorigen Foto abgebildete Gräfendorfer Schloß wurde wie auch andere Herrenhäuser nach dem Zweiten Weltkrieg (1947) abgerissen. Gleiche Schicksale erlitten außer den im Buch schon genarmten Bauwerken die Burg von Bärwalde und das Gutshaus Kappan in Jüterbog. Meinte man, durch Zerstörung der Häuser die Rückkehr der Eigentümer zu verhindern?

40. In Grüna besaß das Kloster Zinna 34 Hufen, wozu die Mönche in ihrem Erbbuch vermerkten, 'wie wir es von den Alten vor 50 Jahren gehört, haben unsere Väter auf eigene Kosten und mit eigenen Händen erbauet, und die Äcker den Kolonisten unter gewissen Bedingungen ausgeteilt'. Als brandenburgische Raubritter in einer Fehde mit dem Kloster auch Grüna plünderten, gehörten seine Bauern 1414 zu dem Heeresaufgebot der 'besten Dörfer Grüna, Zinna, Pechüle, Frankenfelde, Luckenwalde, Neuhof und Werder ', wo die Hüfner eine Reitertruppe stellten, die mit 'pantzer, eyne eisern kolben, ein schwerdt und eynen bogen' bewaffnet gegen Schloß Beuthen zog.

41. Am 1. Juli 1841 wurde die Strecke Berlin-Jüterbog der Berlin-Anhalter-Eisenbahn-Gesellschaft, an der auch der hier abgebildete Bahnhof Grüna liegt, offiziell eröffnet. Schon einen Monat zuvor konnte Landrat Hausehteck die erste Dampflok, die auf einer Probefahrt nach Jüterbog kam, feierlich begrüßen, Mit zur Geschichte dieser Strecke gehört auch der Anschlag des berüchtigten Eisenbahnattentäters Sylvester Matuschka, der am 8. August 1931 zwischen Jüterbog und Grüna den D 43 Basel-Frankfurt(Main)-Berlin mit einer Sprengung zum Entgleisen brachte.

Gruß aus Grüna bei Jüterbog

42. Hauschteckslust hat seinen Namen von dem bedeutenden Landrat des Kreises Karl Lebrecht Hauschteck (1826-1863 im Amt). 1845 erwarb er das zu Grüna gehörende Gelände vom Zimmermeister Kahle. Es entwickelte sich in der Folge hier eine bedeutende Familienausflugsstätte mit dazugehörigem Park und Tiergehege. 1925 waren 45 Einwohner hier gemeldet. Wie viele ähnliche Lokale ging es zu Beginn der DDR-Zeit ein. 1968 wurden die Flurstücke in Jüterbog eingemeindet.

Gruß vom Schloß Iïeinsdorf

43. Amts- und Ökonomierat Adolf Schütze, Rittergutsbesitzer in Heinsdorf, gründete 1857 in Dahme die agrikulturchemische Versuchsstation, die 1901 nach Dahlem verlegt wurde. Er war auch Mitbegründer der Ackerbauschule von 1866, die 1876 in Dahme zur Höheren Landwirtschaftsschule bestimmt wurde. Den Ortsnamen gab es 1183 schon einmal bei Werder, wurde dort aber schon vor 1480 wüst. Da das jetzige Heinsdorf erst 1444 in den Urkunden auftaucht, liegt der Verdacht des Umzugs des ganzen Dorfes nahe.

Funke's Gasthof u, Dorfstrasse.

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44. Über Hohengorsdorf schreibt der Chronist Brandt (1827): ' ... vermutlich das Gerarsdorf in der Urkunde von 1160, war ehedem mit Zippelsdorf, ein eigenes Kirchspiel, verbunden; die Kirche der heiligen Anna gewidmet.' Pastor Ekhard von St. Nicolai in Jüterbog berichtet in seinen 'Scriptores Rerum Jutrbocensium' (Wittenberg 1734), daß in der Nähe des Dorfes in einem Sumpf mit Namen Annikenstall ein heiliger Brunnen (aquatici neptuni stabulurn) in vorchristlicher Zeit verehrt wurde.

45. Es gibt nicht mehr viel, was heute noch in Hohenseefeld an die Jüterbog-Luckenwalder Kreiskleinbahn erinnert. Der Zug im Bild hält vor dem Gasthof 'Zur Eisenbahn', der noch bis in die Neuzeit eine petroleumbeleuchtete Bahnhofsuhr trug. Die 1890 in Betrieb genommene Bahn zur Versorgung der Landwirtschaft gliederte sich in die Strecken Dahme-Hohenseefeld-Jüterbog, HohenseefeldLuckenwalde und Dahme-Gölsdorf. 1963 wurde der Reiseverkehr eingestellt und 1965 die Bahn gänzlich stillgelegt.

46. Der Hohe Galm, die höchste Erhebung des östlichen oder Niederen Fläming, ist ein beliebtes Ausflugsziel seit langer Zeit. Eine alte Kapelle auf dem Berg, der seinen Namen vom slawischen cholm (= Berg) hat, kam 1439 an das Kloster Zinna. Die Mönche entwiekelten daraus einen lukrativen Wallfahrtsort, der schon 1437 auf einem Konzil zu Basel päpstlich bestätigt wurde. Im Zuge der Reformation ließ 1547 Christian von Hake , auf dessen Besitz der Berg lag, die Kapelle abreißen. Kammerherr von Rochow schuf 1788 den ersten Aussichtsturrn, von dem Brandt bis Spree und EIbe gesehen haben will.

Gruß aus Jllmersdorf

- Kirche mit Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal

47. Dieses festlich geschmückte Kriegerdenkmal bei der Kirche von Illmersdorfwurde wohl anläßlich seiner Einweihung aufgenommen. Wenn es nach dem Ersten Weltkrieg allgemein üblich war, daß jede Gemeinde möglichst eindrucksvoll an seine Gefallenen erinnerte , so blieben die Toten des Zweiten Weltkrieges in der Öffentlichkeit zumeist namenslos. In der Gemeinde lllmersdorf wurde 1885 ein bedeutender Münzfund gemacht, der in die Phase der ersten deutschen Besiedlung zurückreicht: 684 magdeburgische und sächsische Brakteaten aus der Zeit um 1200.

Klcsterkirche erbaut 1171-1226

Kloster Zinna

48. Kloster Zinna. 1170 trafen aus dem Kloster Altenberg bei Köln zwölf Mönche rnit dem Abt Theodorius im Jüterboger Land ein und erhielten ihrer Ordenstradition gemäß eine Sumpfniederung zur Kolonisation zugewiesen. Die erste noch im Bau befindliche Kirche fiel der pommerschen Erhebung von 1179 zum Opfer. Die kreuzförmige Pfeilerbasilika, in einer vorzüglichen Granitquadertechnik zusammengefügt, unterscheidet sich grundsätzlich von den anderen jüngeren ZisterzienserKlosterkirchen der Mark in Lehnin und Chorin, Sie ist 1226 geweiht worden.

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