Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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· Fürstenhaus

los er Zin na

aus dem 14. Jahrhundert

Abtei

49. Das Kloster Zinna hatte um 1500 einen Grundbesitz von 39 Dörfern und einer Gesamtfläche von mehr als 300 Quadratkilometern. Im Gefolge der Reformation zerfiel der Konvent. 1553 eignete sich der Administrator von Magdeburg das Klostervermögen an, das er als Amt Zinna verwalten ließ. Dieses Amt kam 1680 zu Brandenburg und damit 1701 zu Preußen. In der Abtei unterzeichneten am 27. August 1667 der Brandenburger Kurfürst und Georg Il. von Sachsen den 'Zinnaer Münzfuß', dem sich dann über fünfzig deutsche Staaten und Reichsstädte anschlossen, um eine einheitliche Geldqualität zu erreichen.

Kloster Zinna.

~ ;iüterbogerstr. mit .Kfoslergebäude.

50. Friedrich der Große bestimmte 1763 den Platz Kloster Zinna zum Standort einer 'Fabrik für wollenes leichtes Zeug und seidene Schnupftücher'. Noch im gleichen Jahr wurden fünf Doppelhäuser für zehn Familien fertiggestellt und bezogen. 1780 gab es 149 massive Häuser für 774 Einwohner, die zum Teil aus der Ober!ausitz kamen. Der preußische Staat übernahm die Umzugskosten und gewährte den Neubürgern zehn Jahre Steuerfreiheit. Bei dieser kolonistischen Leistung darf nicht übersehen werden, daß für die Neubauten die mittelalterliche Klosteranlage als Steinbruch diente.

51. Um 1800 hatte Kloster Zinna (wie der Ort erst seit 1902 amtlich heißt) schon mehr als 1 000 Einwohner. 1830 gab es in der Stadt den ersten Bürgermeister. 1864 zur 100Jahr-Feier der Ortsgründung errichtete man Friedrich 11. dieses Denkmal, das 1949 vernichtet wurde. Am 9. April 1994 weihten die Bürger 'ihrem' König ein neues Denkmal. 1929 verlor Kloster Zinna sein Stadtrecht und galt nun als 'Flecken',

52. Kolzenburg gehört zu dem Besitz, den die Zisterzienser von Zinna den Luckenwalder Rittern 1285 abgekauft hatten. Zur Kreisgründung Jüterbog-Luckenwalde gab es hier einen Lehngerichtsschulzen, elf Bauern, sieben Kossäten, vier Büdner, einen Gast- und Schankwirt, einen ÖIschläger und einen Grützrnüller. 1905 gehörte mit zehn Personen ein Militärbahnhof zum Gemeindebezirk. 1928 kam der Wohnplatz Lindenberg dazu. Der blühende Birnbaum vor dem Fachwerkhaus wurde 1927 aufgenommen.

53. Andacht in der Kirche von Kossin, das neben Bärwalde, Wiepersdorf, Meinsdorf, Herbersdorf und Rinow zum Ländchen Bärwalde, dem 'Ländeken', gehört. Die Mädchen in der typischen Tracht der Landschaft erinnern an ein Gemälde von Felix Waldmüller. Während die ersten beiden andächtig die Hände falten, hat das Mädchen ganz rechts keß die Hand in die Hüfte gestemmt. Was mag aus ihnen geworden sein? Vielleicht erkennt einer der Leser eine Großmutter oder Tante wieder.

54. Langenlipsdorf gehörte seit Beginn zum Jüterboger Land. Die hier nicht abgebildete Dorfkirche ist ein spätromanischer Felssteinbau mit eingezogenern Chor und Apsis aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Besouders bemerkenswert ist ein Unfall beim Bau eines neuen Kirchturms 1882. Am 12. April war mit der Arbeit begonnen worden, am 24. Juni sollte das Richttest startfinden. Da stürzte plötzlich der Neubau ein und begrub 21 Bauleute unter sich. Sechs verlorenihr Leben dabei. Erst im folgenden Sommer konnte der Turm im neogotischen Stil fertiggestellt werden.

55. Der Wohnplatz Lindenberg auf halbem Wege zwischen Kloster Zinna und Luckenwalde entstand aus einer Wassermühle der Zisterzienser. Die Mühle an der Nuthe hatte um 1480 jährlich vier Wispel Roggen und zwei Pfund Pfeffer dem Kloster zu geben. Im Jahr 1745 gab es hier eine Getreidemühle mit zwei Mahlgängen sowie eine ÖI- und Schneidrnühle. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand eine Leinwandfabrikation rnit Walkmühle, die zum Höhepunkt (1858) als wasser- und dampfgetriebene Maschinenspinnerei aus zwanzig Gebäuden bestand, doch Ende des Jahrhunderts wieder einging. 1900 gab es nur noch den Gasthof.

56. Luckenwalde. Hier im Bild das erste Museumsgebäude, die 1847 errichtete katholische Kapelle, die 1919 zugunsten der 1913/14 erbauten katholischen St. -J osephs- Kirche aufgegeben wurde. Das Gebäude des Museums fiel den Endkämpfen von 1945 zum Opfer. Die 1216 erstmals erwähnte Burg Luckenwalde kauften 1285 die Zinnaer Mönche den Rittern Olzo und Wedego von Richow mit den dazugehörigen elf Dörfern für 2 500 Mark ab. Dieses gute Geschäft gelang, indem die Ritter zur Teilnahme an einen Kreuzzug animiert wurden und der Kaufpreis als Reisegeld diente. Der Abt ließ die Burg sofort schleifen. Palisaden von ihrem Wall wurden erst vor wenigen Jahren ergraben und sind im Kreismuseum zu sehen.

57. Im Jahre 1680 kam Luckenwalde unter die Herrschaft der Brandenburger. Indem schon der Große Kurfürst 1684 erste Zeugmacher und Strumpfwirker ansiedelte, begründete er die Tradition der späteren Textilstadt. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm 1. ließ ein 'Fabriquen-Hauß' für vier Tuchmacherfamilien bauen. Friedrich der Große siedelte 24 Geraer Zeugmacherfarnilien hier an, wozu die irn Foto dargestellte 'Große Fabrik' entstand. Der industrielle Aufstieg begarm aber erst im 19. Jahrhundert. Der Ort, der durch die Stein'schen Reformen von 1808 volles Stadtrecht bekam, hatte um 1900 19 Tuch- und zwölf Hutfabriken.

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J31ick auf die friedriehsschule vom Stadipark

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58. Das Gebäude des Luckenwalder Gymnasiums, damals Friedrichsschule genannt, wurde 1910 bezogen. Die Schule ist aus dem 1863 in der Stadt errichteten Progymnasium hervorgegangen. Das neue Schulgebäude galt als besonders richtungsweisend für seine Zeit und wurde daher zum Vorbild zahlreicher weiterer Schulneubauten in anderen Städten. 1929 gab es in dieser Schule 270 Schüler, von denen nur 22 Mädchen waren.

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