Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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J:uckenwalde. Kgi. fimtsgericht.

, irtt:lj.

59. Zum Bezirk des Luckenwalder Amtsgerichts gehörten neben der Stadt selbst die Dörfer Berkenbrück , Dobbrikow, Dümde , Frankenfelde, Frankenförde, Gottow, Gottsdorf, Hennickendorf', Holbeek, Jänickendorf, Kemnitz, Kolzenburg. Liebätz, Ließen, Märtensmühle, Mehlsdorf b. F., Nettgendorf', Ruhlsdorf, Scharfenbrück, Stülpe, Woltersdorf, Zülichendorf sowie die Rittergutsbezirke Gottow/Hüttcnwerk , Holbeek. Lindenberg. Scharfenbrück, Woltersdorf (Forst), Zagelsdorf, Zesch und Zinna (Forst).

60. Die Jugend von Märtensmühle zieht hier am Himmelfahrtstag zum Stollenreiten. Die Kleidung dieser jungen Frauen erinnert noch an die ehemalige bunte Sonntagstracht der Luckenwalder Niederung. Den Sieger ehrt der Preis! Der Sieger tanzt die Runde! Das Pferd, bekränzt und heißt I gibt wiehernd laute Kunde. (A. Jaenicke , Belzig 1937.)

61, Markendor], das als Dorf mit Rittergut im Jahr 1800 einen bescheidenen Besitz von 16 Pferden, 28 Kühen und 266 Schafen hatte, bekam Ende des vorigen Jahrhunderts einigen Aufschwung, als hier ein Pionier-Übungsplatz angelegt wurde. Nach dem Ersten Weltkrieg hatten die Festlegungen von Versailles gleich zweifach Auswirkungen auf das Dorf. Zum einen war aufgrund der verordneten Truppenreduzierungen der Übungsplatz geschlossen worden, zum anderen zogen nun deutschstämmige Elsässer in das Dorf, da Elsaß-Lothringen zu Frankreich kam.

62. Es gab zwei Mehlsdorfim Kreis, eines bei Dahme und eines bei Felgentreu. Letzteres existiert nicht mehr. Es gehört neben Schmielickendorf', das Ende der fünfziger Jahre im Schießplatz Heidehof aufging (vg!. A. Kitzing, Heimatjahrbuch Teltow-FJäming 1994), zu den letzten beiden wüsten Dörfern unseres Jahrhunderts, die dem Militär geopfert wurden. Mehlsdorf, im Bild die Kirche um 1900, das mindestens seit 1285 bestand, wurde 1937 aufgelöst und die Flächen in den Schießplatz J üterbog eingegliedert

63. In einer Zeit, als die Menschen noch nicht von Radio und Fernsehen unterhalten wurden, war die Spinnte, hier in Meinsdor], ein bedeutender Ort der Kommunikation. Man sang, erzählte sich Neuigkeiten oder auch Märchen, besonders gern Gruselgeschichten. Regelmäßig hieß es: 'Da draußen unterm Fenster, da weht ein kühler Wind. Da steh'n die jungen Burschen und trauen sich nicht rinn!' Dann wurde 'ausgekarrt' , das heißt die Stube ausgeräurnt, um Platz zum Tanz zu machen.

64. Beim Federnreißen in Meinsdorf: Anna Stuck, Alwine Bassin, Dora Schirrmeister, Emma Schirrmeister, Frieda Weißbrod, Frieda Grahl und andere in der Tracht des Ländchens Bärwalde bei der geselligen Winterarbeit von Bauersfrauen. Wehe, wenn dabei plötzlich jemand die Tür öffnete und der Windzug die feinen Daunen durch die Stube wehte ...

65. Eine Quelle des Reichtums des Kloster Zinna war das Mühlenmonopol. So kämpften die Treuenbrietzener lange Zeit gegen den Mahlzwang, den ihnen die Mönche im Gegengeschäft für den Stadtmauerbau auferlegt hatten. Abwärts des Nuthelaufs besaßen die Zisterzienser eine Mühle direkt im Kloster, die Neue Mûhle (1170 molendino Litzensehe), die Mühle zu Lindenberg und die Mühle zu Luckenwalde. Die hier abgebildete Neue Mühle gehörte bis 1928 zum Gut Kaltenhausen, dann zu Gemeinde Kloster Zinna, und existiert jetzt nicht mehr.

66. Den Ortsnamen Neuhof gab es gleich zweimal im Kreis Jüterbog-Luckenwalde. Die Orte wurden mit dem Zusatz 'bei Baruth' und 'bei Zinna' unterschieden. Hier ist Neuhof bei Zinna dargestellt. Erstmals 1170 als 'noua curia' erwähnt, ist das Dorfwohl eine Gründung des Klosters Zinna. Um 1815 gab es acht Hüfner, zehn Kossäten und acht Büdner im Dorf. Ein Tierarzt, ein Grützmüller , ein ÖIschläger, ein Schlächter und ein Schmied gehörten ebenfalls dazu. 1863 entstand in Neuhof eine Ziegelei, die 1904, als diese Ansichtskarte verschickt wurde, noch Bestand hatte.

67. Die Kirche in Niebendorf stammt aus dem 13. Jahrhundert. Der kleine Feldsteinbau verfügt über Chor und halbrunde Apsis. Die Kirche hat keinen Turm, sondern ein hölzerner Glockenstuhl steht frei neben dem Gebäude. Der Ort, 1800 in Dorf, Rittergut, Vorwerk und Windmühle gegliedert, wurde 1957 zur Gemeinde Niebendorf-Heinsdorf mit dem östlichen Nachbardorf vereint.

Niedergörsdorf. Einweihung des Erinnerungssteines an die Schlacht von Dennewitz durch Prinz Friedrich Heinrich am 15.,Aug.lq()4

Schutz bol einst unser Kirchlein Vätern in drohender Kriegsnot ; Drum zum Gedächtnis dies ."al stiliet die Ireu adtich e Hand.

(Steininschriît, )

R. T. 232.

68. Im Jahre 1904 weihte der Hohenzollernprinz Friedrich Heinrich in Niedergorsdorf einen Gedenkstein für die Kämpfe von 1813 ein. Noch bedeutender ist der gußeiserne Obelisk, der schon 1817 nach Entwürfen des Baumeisters Schinkel auf dem Denkmalsberg am Ortsrand in Richtung Dennewitz errichtet worden ist und ein Ebenbild in Großbeeren, einern weiteren Schlachtort der Befreiungskriege, hat. Die dazugehörige Ruhrneshalle, angeblich nach Entwürfen von Kaiser Wilhelm Il., wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geplündert und schließlich abgerissen.

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