Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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69. Niedergorsdorf gliederte sich 1931 neben dem eigentlichen Dorf in die Wohnplätze Abbau Altes Lager, Bahnhof Altes Lager, Dennewitz Denkmal, Heinrichsdorf und Bahnhofsansiedlung. In dieser Zeit gab es folgende Bauerngüter: Albert Hecht (111 ha), Richard Herrmann (73 ha), Gottlob Zwanziger (74 ha), Albert Schulze (70 ha), Richard Müller (69 ha), Ernst Hecht (62 ha), Ernst Freidank (59 ha), Albert Müller (52 ha), Paul Schulze (52 ha), Alfred Müller (34 ha), Alfred Haberland (28 ha), Gottlob Niendorf (27 ha), Gottlob Hecht (26 ha), Arnold Kühnast (24 ha) und Paul Jurisch (21 ha).

70. Nonnendorfwurde 1235-1253 als Nannendorf erstmals schriftlich erwähnt. 1459 war das Dorf wüst und wurde erst ab 1691 wieder aufgebaut, was wohl glücklos geschah, da um 1777 der Ort wieder leer war. Erst nach 1800 entwiekelten sich ein Rittergut und das Dorf, die 1928 verwaltungsmäßig vereinigt wurden. Georg von Siemens (1839-1901), Direktor der Deutschen Bank und Gründer der Bagdadbahn, war Eigentümer des Ritterguts. und seine Witwe stiftete dem Dorf einen Kinderhort sowie 1908 die Schule.

71. Im Jahre 1906 nahm diese Gruppe am Kleinbahnhaltepunkt Nonnendorfzum Foto Aufstellung. Gemäß der Dahmer- und Flämingtracht haben die Frauen über dem farbigen Miederrock und der Zierschürze die sogenannte Schwuppjacke. Diese ist aus feinem schwarzen Tuch gefertigt. Als Schmuck sind die Ränder am Halse, beiderseitig des Verschlusses, am Schoß und am Handgelenk mit schmalen Samtstreifen und Perlstickerei besetzt.

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72. Pechüle wurde 1268 durch das Kloster Zinna mit dem benachbarten Bardenitz einern Richard von Zerbst abgekauft. Seit 1680 gehörte das Dorf zu BrandenburgiPreußen. Ob der Postkartentext 'älteste Kirche der Mark' zutrifft, ist fraglich. Jedoch ist der spätromanische Backsteinbau aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts, der im 15. Jahrhundert ein Kreuzrippengewölbe in das Schiff eingezogen bekam, besonders reich und interessant ausgestattet. Wohl noch von den Zisterziensern rühren die Fragmente von Wand- und Deckenmalereien her.

73. Ferdinand von Lochow, der am 16. September 1849 in Petkus geboren wurde und am 8. September 1924 starb, übernahm 1876 das seit 1816 seiner Familie gehörende Gut. Mit seinen Arbeiten zur Getreidezucht wurde er weltberühmt. In den zwanziger Jahren stammten 90% aller Roggensorten in Deutschland aus seiner Forschung. Für verschiedene Klimagebiete der Welt selektierte er angepaßtes Saatgut. Der hier abgebildete Gedenkstein wurde ihm zu Ehren 1926 in Petkus aufgestellt.

74. Prensdorfhatte bei einer Bestandsaufnahme 1819, also kurz nach dem Übergang vom sächsischen Amt Dahme zum preußischen Kreis Jüterbog-Luckenwalde , eine Ziegelei, eine Getreidewassermühle , zwei Getreidewindmühlen, eine Walkrnühle , eine Sägewasserrnühle, 16 Webstühle zur Leinwandfertigung, einen Schankwirt und neun männliche sowie vier weibliche Dienstboten. Zehn Hüfner und sechs Kossäten bildeten die Bauernschaft.

75. Die Dorfmark Reinsdorfwar ehemals eine der größten im Kreis. Die völlige Verwüstung des Dorfes durch die Hussiten geschah im Herbst 1429. Danach eigneten sich die benachbarten Dörfer Gräfendorf, Werbig und Lichtertelde mit Genehmigung des Erzbischofs von Magdeburg die Flur an. 1705 kaufte Elisabeth Praetorius aus Jüterbog die wüste Mark zum Neuaufbau des Dorfes. Dabei war die Neuanlage der Brunnen eine der schwierigsten Aufgaben.

76. Nicht die Stelle ist zu kennen, / wo das Dorf am Flámingrand f lag, das sie die Heimat nennen, / doch schon winkt die hoh're Hand: / alles sank in Kriegsjahren, / nur die starke Kirchenwand / konnte dachlieh sicn bewahren, / zeigt im Wald, wo REINSDORF stand. So lautet eine Strophe aus dem Gedicht Achim von Arnims 'Der Brunnen von Reinsdorf über die Neubesiedlung.

77. Für das Gut Riesdor], das bis zum Ende des 19. Jahrhunderts dem Adelsgeschlecht von Rochow auf Stülpe gehörte, nennt das Landwirtschaftliche Adreßbuch der Rittergüter von 1929 Fritz Richter als Eigentümer mit einem Besitz von 127 Hektar, darauf 12 Pferde, 43 Rinder und 80 Schweine. Wie andere Besitzungen über 100 Hektar wurde das Gut im Rahmen der Bodenreform 1948 enteignet und an landarme Bauern, Landarbeiter und Umsiedler aufgeteilt.

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78. Rohrbeck hat seinen Namen von Rohr- bzw. Schilfbach, was wohl der Nuthe gilt, die hier einst auch Ahe oder Aarbach hieß. Über die Geschichte Rohrbecks steht bei Brandt (1837): 'In dem 30jährigen sowohl, wie in dem jetzigen Kriege (Schlacht bei Dennewitz - H.S.) war Rohrbeck der Schauplatz gräßlicher Verwüstung.' Von 1368 bis 1817 wurde das Dorfvom Amt Jüterbog verwaltet, danach kam es zum Amt Zinna.

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