Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten

Auteur
:   H. Schulze
Gemeente
:   Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde
Provincie
:   Brandenburg
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5823-7
Pagina's
:   96
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Der frühere Kreis Jüterbog-Luckenwalde in alten Ansichten'

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79. Im Bild ist eine Hochzeitsgesellschaft aus den Dörfern Rosenthal und Meinsdorf von 1913 zu sehen. Elisabeth Kunsdorff, eine bedeutende Volkskundeforscherin, berichtet in ihrem Buch 'Die Trachten des ehemaligen Kreises Jüterbog-Luckenwalde' (Leipzig 1956) über die Brautjungfern- und Patentracht: 'Ihre Besonderheit. .. (ist) ein bunter Stoffblumenkranz (kleine Blüten) mit zwei langen, hinten herabhängenden Stoffblumenranken. Sitte war es, vor der Kirche an alle Hochzeitsgäste Rosmarinzweige auszuteilen.'

80. Die Ziegelei von Schönblick mit dem Ziegelmeister Kühne in der Bildmitte wurde gegen Ende des vorigen Jahrhunderts aufgenommen. Spätestens seit 1842 gab es diese Ziegelei, die wie viele andere nach der Jahrhundertwende mit der industriellen Fertigung wie in Rathenow nicht mehr Schritt halten konnte. Im Kreis Jüterbog-Luckenwalde gab es einst mehr als fünfzig Ziegeleistandorte.

81. Das Kindererholungsheim Schonbliek ist wie das Säuglingsheim in Jüterbog ein Werk des Landrates Dr. Usinger, der ab 1925 im Amt war. Er veranlaßte den Bau der Tierkörperverwertungsanstalt in Markendorf und die Verbesserung der Feuerwehrtechnik im Kreis. Schönblick gehörte bis Mitte der siebziger Jahre des vorigen Jahrhunderts als Vorwerk zu Schönhagen, seitdem zu Stangenhagen, wo es auch eingekircht ist. Der Kreis kaufte 1926 das Schloß nebst Umland an und baute bis 1927 diese Unterkunft für rund 35 Kinder, 'deren Entwicklung durch ihre sozialen Verhältnisse bedroht ist'.

82. Erste bekannte Besitzer von Stangenhagen waren die Familie von Brietzen (bis 1216) und der Ritter Ludoph (bis 1219). Danach verfügte zeitweilig auch das Kloster Lehnin über den Ort. Seit 1682 gehörte Stangenhagen rnit Ober- und Untergericht sowie dem Kirchenpatronat den von Thümen. Wie viele andere Gutsbesitzer bauten sie sich im 19. Jahrhundert zur besseren Verwertung ihrer Agrarprodukte eine Spritbrennerei. Hier nicht im Bild ist das Gutshaus, das 1945 zerstört wurde.

83. Bei Fritz Geisthardt, Chronist von Stülpe, ist zu lesen, daß 1342 die Gebrüder von Krüllen die Grenzburg vom Magdeburger Erzbischof Otto zu Lehen erhalten haben. 1376 kaufte Werner von Heinrichsdorf die Feste für 300 Schock böhmischer Groschen. Hans Hake erwarb den Besitz 1537 von den von Schlieben. Die erste Nachricht einer Siedlung neben der Burg kommt aus dem Jahr 1458. Das hier abgebildete Schloß, ein zweigeschossiger Putzbau, wurde 1744 errichtet, später jedoch stark verändert.

Gruss ans StUlpe ei Lllckenwala.e

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Kirche und Schule

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84, In der Dorfansicht von Stülpe, im Bild unten links, sind noch die Gleise der Kreiskleinbahn zu sehen, die nördlich nach Luckenwalde und südlich über Petkus-Hohenseefeld nach Dahme führte. Die Kirche ist aus den Steinen der Wallfahrtskapelle auf dem Hohen Golm erbaut worden. Auch einige Inventarstücke übernahm man von dort. Aus der Zeit der Herrschaft der Herren von Hake ist an Kriminalfällen unter anderem überliefert, daß 1601 Urban Krüger auf dem Scheiterhaufen verbrannte, weil er an der Brandstiftung in der Pfarre zu Schlenzer beteiligt war. 1620 richtete man Philipp, des Winzers Sohn von Stülpe, mit dem Schwert, weil er auf dem Mägdetanz einen anderen Burschen tödlich verletzt hatte.

85. Das Rittergut Wahlsdorf, das bis 1815 der preußischen Adelsfamilie von Seydlitz gehörte, ging dann an den Amtmann von Bohnstedt zu Kaltenhausen und 1827 an Christian Schwietzke, Mitbegründer der Kreissparkasse, der es durch den Anbau von Knaulgras bekannt machte. Otto Schwietzke, seit 1903 im Besitz des Gutes, kaufte 1905 noch die Herrschaft Liepe dazu.

86. Die Kirche von Waltersdorf, hier eine Aufnahme des Altars von 1931, ist ein schlichter turmloser Rechteckbau aus Feldsteinen aus dem 15. lahrhundert. In der Barockzeit wurde eine flachbogige Bretterdecke eingezogen und mit Darstellungen der Dreieinigkeit und der Anbetung des Gotteslammes verziert. Eine 1923 beim Orgelabriß gefundene Notiz besagt, daß die Ausmalung durch losef Gerlach 1754 erfolgte.

87. Welsickendorfsoll seinen Namen von dem Ort Welsique in Belgien haben; ebenso wie Rosenthal bei Dahme vom niederländischen Rosendahl und Brück bei Belzig vom belgischen Brügge ihre Namen herleiten. Es gibt tatsächlich zahlreiche Belege für die Besiedlung des Flämings von 'Hollanders' und 'Vlamingen, die aan de zee woonden', wie es in alten Chroniken heißt. Schon Albrecht der Bär und mit ihm Erzbischof Wichmann holten diese Kolonisten in das Land. Über die Geschichte von Welsickendorf gäbe es viel zu berichten. Hier sei nur genannt, daß am 24. Juni 1839 fünfzehn Höfe abbrannten und deshalb Landrat Hauschteck eine Geldsammlung für die Betroffenen unterstützte.

1>orfstrasse mit Kirche.

Postagenlur.

Am Oorfleich.

GrU5S aus Werblg.

88. Über Werbig steht beirn Chronisten Brandt (1827) zu lesen: 'Ein deutsches Amt- und Mutterdorf von Gräfendorf ... 1558 brannte das ganze Dorf ab; der erste lutherische Prediger , zugleich Pastor zu Serno, hieß Nicolaus Köpken, von 1542-1556. Einer seiner Nachfolger, der Pastor Sternberg, wurde wegen Verletzung des 6. Gebots abgesetzt. Zu Werbig gehört auch die wüste Mark Bransdorf.'

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