Dessau - Mildensee damals und heute

Dessau - Mildensee damals und heute

Auteur
:   Rudi Huhn
Gemeente
:   Dessau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6528-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dessau - Mildensee damals und heute'

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9 Die älteste Schenke Mildensees war in Pótnirz. Sie war immer mit dem Richteramt verbunden. Aus der Zeit des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648) ist wenig bekannt. Die Besitzer wechselten oft. Nur bei der Familie Schmidt blieb die Schenke bis 1831 über fast zweihundert [ahre in Familienbesitz. Von 1879 bis 1889 versuchte Otto Siegel, durch Gondelfahrten das Geschäft zu beleben.

PÖTNITZ

Gasthof zum Seeschlösschen

10 Erst 1904 gab Franz König der Gaststätte, die mit einem großen Kaffeegarten direkt am See lag, den Namen 'Seeschlößchen' . Wieder wechselten die Besitzer, es waren die Gastwirte Franz WinkIer und August und Walter Brümmer. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es der Pächter Ernst Schurk. 19 S4 wurde das 'Seeschlößchen' Pionierheim, später Turnhalle für die Mildenseer Oberschule und die Sportgemeinschaften Mildensees. In den achtziger [ahren wurde es abgerissen.

1 1 Zwischen dem 'Seeschlößchen' und dem Nachbarhaus betrieb Rainer Posewitz von 1979 bis 1992 eine Annahmestelle für Altstoffe. Anfang der achtziger [ahre wurde die Gaststätte mit dem Saal abgerissen. Erst 1994/95 wurde nach eigenen Entwürfen die Praxis von Zahnarzt Rainer Maloszyk errichtet und am 2. Mai 1995 eröffnet. Anschrift: Pötnitz 34. Hier hat sich der Ortsname Pötnitz als Straßenname erhalten.

12 Das Gutshaus zu Pótnirz. Das Gut ging aus dem Scholitzer und Pötnitzer Gut hervor. Ursprünglich waren beide Nienburger Klosterbesitz. FürstJohann Georg Il. (16271693) kaufte 1665 die beiden Güter und gestaltete sie vollkommen um. Sein Sohn, FürstLeopoldI. (1676-1747) als 'Alter Dessauer' bekannt, ließ dieses Wohnhaus um 1700 mit einigen Wirtschaftsgebäuden errichten. Das bronzene Standbild des' Alten Dessauers' wurde 1860 auf dem Großen Markt (Schloßplatz) aufgestellt.

13 Der große Hof des Gutshauses zeigte sich 1982 so vom ehemaligen Gemeindeamt, das damals zum Gutsbezirk gehörte. Durch Landund Wiesenabgabe an viele Kleinbauern wurde das Gut stark verkleinert. Das Restgut war nicht mehr lebensfähig, es wurde 1927 aufgegeben. 1986 wurde das Gutshaus, zuletzt noch als Wohnhaus genutzt, mit den Nebengebäuden abgerissen. An dieser Stelle entstand ein Abstellplatz für landwirtschaftliche Geräte.

14 Die Kirche in Pötnitz, erstmalig 1198 erwähnt, ist das einzige Gotteshaus in unserer Gegend, das im 12. [ahrhundert ohne Verwendung von Felssteinen erbaut wurde. Vom Erzbischof Ludolf wurde sie zur pfarrkirche erhoben. Eine Abbildung vom Urzustand (Dreischiffig mit Querhaus, Chorquadrat und runder Ostapsis) gibt es nicht. Die Abbildung, hier noch ohne Friedhof, ist ein Stahlstich von [acobo Pozzi (18141897), einem Neffen von Carlo Ignazio Pozzi, aus dem [ahre 1835. Die Kirche ist im Denkmalverzeichnis als Einzeldenkmal aufgeführt.

15 Ein Blick über den Scholitzer See zeigt die Kirche 1955 von der nördlichen Seite. Der 35 Meter hohe Vierungsturm, eine Erfindung der Neugotik, birgt eine Glocke, die über sechshundert [ahre alt ist. Zum Bilderschmuck gehörten bis zur Wende die Altargemälde der zerstörten Dessauer Schloßkirche, darunter das 'Gemälde des Abendmahls Christi' van Lucas Cranach d. ]. (1515-1586) van 1565. Die insgesamt drei Gemälde waren im Oranienbaumer Schloß ausgelagert und wurden 1946 durch den Pfarrer Fritz Blume (1901-1978), der in der Schloßkirche und seit 1939 in Pötnitz tätig war, nach Mildensee geholt.

16 Die Kirche ist von einem gepflegten Friedhof umgeben, der für alle Konfessionen offen ist. Hauptsächlich liegt der Friedhof auf der Südseite der Kirche. Am Langhaus ein schön gestalteter Weiheraum mit den Pfarrergräbern und dem Ehrenmal für die Gefallenen des Ersten Weltkrieges van 1914-1918.AnderSüdwestecke des Langhauses steht mit verwitterter Inschrift das Grabmal des Oberamtmannes Christian Gebhard Nordmann, der am 24. September 1823 gestorben ist. Es war einer der erfolgreichsten Landwirte, der mit dem Gut von Pötnitz in ganz Deutschland bekannt wurde.

17 Fürst Franz (1740-1817) ließ 1804-1806 die Kirche von seinem Baumeister Carlo Ignazio Pozzi (1766-1842) zu ihrer heutigen Form umbauen. Das ursprüngliche Aussehen der achthundert [ahre alten Kirche ist durch die Bögen, die gotisch gebrochen sind, am Langschiffhaus noch zu erkennen. Als Stützen dienen abwechselnd Backsteinpfeiler und Sandsteinsäulen. Die beiden Seitenschiffe, die vermutlich niedriger waren, sind abgebrochen. Die vermauerten Arkadenbögen bilden mit diesen Säulen nun die Außenwände. Das Mittelschiff erscheint daher schmal undhoch.

18 Die Lage des Pfarrhauses, unweit der Kirche, ist seit 1665 unverändert geblieben. Dieses Haus ist jedoch erst 1906/07 im]ugendstil erbaut und wird von Eva-Maria Schneider bewohnt. Die Ptarrerin ist seit 1978 in Mildensee tätig und auch für Waldersee, Kleutsch und Sollnitz zuständig. Im anschließenden Konfirmandensaal spielt sich das Gemeindeleben ab. Das pfarrhaus ist im Denkmalverzeichnis als Einzeldenkmal aufgeführt.

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