Dessau - Mildensee damals und heute

Dessau - Mildensee damals und heute

Auteur
:   Rudi Huhn
Gemeente
:   Dessau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6528-0
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dessau - Mildensee damals und heute'

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59 Wenn Steine reden könnten, würde uns der ehemalige Ebertstein folgendes sagen:

Während der NS-Zeit wurde ich nach Oranienbaum geschafft. Dort mußte ich an den Sturmbannführer Werner Dietz erinnern, der am 18. Dezember 1932 auf der Fahrt nach Magdeburg bei ]ütrichau tödlich verunglückt ist. 1945 wollte mich der Bürgermeister Watzel von Oranienbaum nicht mehr. Ich kam wieder nach Mildensee und wurde auf meinem alten Platz als Mahn- und Gedenkstein für die Opfer des Faschismus aufgestellt und eingeweiht. Nach der Wende erinnere ich nun auch an die Opfer des Stalinismus.

60 Die erste Schule Anhalts wurde 1313 in Dessau erwähnt. Die Dellnauer Schule, in der Oranienbaumer Straße, wurde am 5. August 1899 eingeweiht und in Benutzung genommen. Bevor 1934 das Gebäude aufgestockt und um zwei Klassenräume erweitert wurde, zeigte es sich auf der linken Seite mit einem spitzen Giebel zur Straße. 1983 zogen die Schüler in die neue Schule, Breitscheidstraße 4c. Nach einem Umbau, der vom Konsum und von der lEG Pflanzenproduktion vorgenommen wurde, eröffnete der Konsum am 9. Dezember 1985 eine Verkaufsstelle für Industriewaren. Für die Leiterin Erna Lanckow; die diese Verkaufsstelle bis 1991 führte, war das der vierte Umzug innerhalb Mildensees (Foto 198 2). Heute steht das Gebäude ungenutzt.

61 Rechts von der ehemaligen Dellnauer Schule entstand in den [ahren 1994/95 ein Geschäfts- und Wohnhaus mit vier Ladengeschäften und acht Mietwohnungen. Die Pläne zu diesem Gebäude, das auf dem Gelände der Firma 'Dessau Electric GmbH' errichtet wurde, lieferte der Architekt Hajo Hoeler. Die Geschäftsräume wurden von der Stadtsparkasse, einem Haarstudio, einem Blumenmarkt und einer Ofenfirma belegt. Hinter dem Gebäude entstand später ein weiteres Wohnhaus für sechs Familien. Parkplätze stehen für die Bewohner und Kunden bereit.

62 Das Spitzbogenhaus, ein um 1800 im Stil der Neugotik errichteter Backsteinbau, beherbergte einst die Landjägerei - daher der Name 'Landjägerhaus' , der sich bis heute erhalten hat. Von 1837 bis 1880 wurde das Haus in der Oranienbaumer Straße 14 als Mädchenschule genutzt. Noch nach 1945 war hier die örtliche Polizei untergebracht, später wurde daraus ein Wohnhaus. Ab Oktober 1991 wurde das Haus saniert, der Dachstuhl, der vom Schwamm befallen war, mußte abgetragen werden.

63 Das Landjägerhaus ist in neuer Schönheit entstanden. Die Wiederherstellung des Bohlenbinderdaches erforderte schon handwerkliches Können, das von der Mildenseer Firma Hans Streiber gezeigt wurde. Als Bauleiter war der Architekt Günter GaudeI tätig. In diesem Haus amtiert nun Hans-Georg Lingner, der erste frei gewählte Ortsbürgermeister Ostdeutschlands, mit seinem Ortschaftsrat Dessau-Mildensee (Foto: Hofseite 1993). Das Haus wird im Denkmalverzeichnis als Einzeldenkmal genannt.

64 In der Oranienbaumer Straße 16a haben Helga und Claus Rönicke im [ahre 1963 ein Lebensmittelgeschäft eröffnet. Zu diesem Zweck mußte zur DDR-Zeit durch eine Unterschriftensammlung der Nachweis erbracht werden, daß sich die Einwohner dieses Geschäft wünschen. Das Foto zeigt das Wohn- und Geschäftshaus im [ahre 1984 zum 11. Mildenseer Bauernmarkt.

6S Aus dem kleinen Geschäft, das später noch einen Anbau erhielt, hat sich ein moderner Edeka-KompaktMarkt mit vielen Dienstleistungen entwickelt, in dem es auch Zeitschriften und eine Annahmestelle für Lotto und Toto gibt. Seit dem 3. [anuar 1996 betreiben Rönickes auch die Postagentur, die für Mildensee die gesamte Postdienstleistung übernommen hat (Foto 1997).

66 Diese alte Fachwerkscheune mit Bohlenbinderdach ist um 1780 erbaut und diente dem erfolgreichen Landwirt Christian Gebhard Nordmann (1755-1823) als Schafstall. Durch die Einführung von Merinos war er sehr erfolgreich, die Kopfzahl der Herden betrug zeitweise 4000 Stück. Die Zucht hielt sich bis 1871. Heute steht der ehemalige Schafstall, von dem es in der näheren Umgebung vier weitere gab, auf dem Grundstück der Familie Felgner, Bauernweg 4. Nur der Giebel auf der Westseite zeigt sich so schmuck, weil ihn Wolfgang und Bernd Felgner 1985 in Eigeninitiative restauriert haben. Auch dieser zweigeschossige Fachwerkbau ist im Denkmalverzeichnis registriert.

67 Das ehemalige Forsthaus in der Oranienbaumer Straße 27 wurde um 1780 erbaut. In Dellnau versahen zwischen

17 SO und 1930 neun Förster die Forstpflege. Der letzte Förster war Adolf Schuster von 1927 bis 1930. Der Forstbetrieb wurde dann der Oberförsterei Sollnitz unterstellt. In den dreißiger [ahren wohnte hier Frau Dr. Hilde Hille-Ziesemann, Zahnärztin. Eine Kinderkrippe gab es hier van 1960bis 1989.Hiereine Aufnahme aus dem [ahre 1993, in dem die Kanalisation ausgeführt wurde. Heute:

Treffpunkt der Mildenseer Jugend und als Einzeldenkmal im Denkmalverzeichnis aufgeführt.

68 Für die Mitarbeiter der LPG P (Pflanzenproduktion) wurde 1982 der Grundstein für einen Wohnblock mit 24 Wohneinheiten gelegt, der 1984 seiner Bestimmung übergeben werden konnte. Hier ein Foto aus demjahre 1988 mit einem Blick in die Brölwitzer zur Kleutscher Straße. Zur Pflanzenproduktion (Getreide und Futter) gehörten auch die Obstanlagen von 1 18 Hektar sowie zwei Gärtnereien mit Zierpflanzenproduktion. Im Frühjahr 1994 erhielt der Block einen Dachauf- undAusbau mit weiteren acht Wohnun-

gen.

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