Dessau in alten Ansichten Band 1

Dessau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudi Huhn
Gemeente
:   Dessau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5187-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dessau in alten Ansichten Band 1'

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EINLEITUNG

Dessau, die Stadt zwischen Mulde und Eibe, feierte 1988 sein 775jähriges Jubiläum. In einer Urkunde von 1213 wird die Stadt 'Dissowe' zum ersten Male erwähnt. Die Ortschaft ist sicher viel älter und wurde vorwiegend von Slawen bewohnt. Im Tal von Mulde und Eibe liegt Dessau auf einer Höhe von 62 Metern. Früher wurde der Ort nicht selten vom Hochwasser überrascht. Durch die Übergänge von Mulde und Eibe und die Handelsstraßen war es eine günstige Lage für die Entwick1ung der Stadt, die hauptsächlich auf der linken Seite der Mulde liegt. Nur eine Straße, die nach Waldersee führende 'Wasserstadt' , liegt rechtsseitig. Seit dem 12. Jahrhundert regierten hier die askanischen Fürsten. Um die Kirche von St. Marien, die bereits 1213 bestand, entwickelte sich der Ort nur langsam. Im Siegel der Stadt fand man das Bild der älteren Stadtkirche aus dem Jahre 1360 wieder. Ganz in der Nähe der Kirche wurde 1341 von den Fürsten Albrecht und Woldemar von Anhalt ein Schloß errichtet. Unter Fürst Joachim Ernst wurde Dessau 1570 zum ersten Male Residenzstadt des Staates Anhalt.

Eine Teilung der Herrschaft in vier Fürstentümer

- Anhalt Dessau, Anhalt Cöthen, Anhalt Bernburg und Anhalt Zerbst - wurde in den Jahren 1603-1606 herbeigeführt und hielt bis zum Jahre 1863 an. In der Zeit des Fürsten Leopold I. ('Alter Dessauer') wurde die Stadt durch Anlegen von Straßen, zum Beispiel die Wasserstadt 1706 und die Kavalierstraße 1713, erweitert. Die Kavalierstraße wurde später zur neuen Haupt- und Geschäftsstraße. Auch Vororte sind in dieser Zeit entstanden. Eine Verlängerung erfuhr die Kavalierstraße vom Fürsten Leopold Friedrich Franz (1740-1817), im Volksmund 'Vater Franz' genannt, seit 1760. Sie erhielt 1780 den Namen Franzstraße. Um diese Zeit waren die Straßen gepflastert, und 1779 wurden sie auch beleuchtet. 'Vater Franz', ein Enkel vom 'Alten Dessauer' , hatte im 18. Jahrhundert bei der Neugestaltung Dessaus einen entscheidenden Anteil. Er holte Männer, die für die Entwicklung des Landes viel getan haben, nach Dessau. Es entstanden Bauten und Gärten in und um Dessau, die zum Teil heute noch Bewunderung erfahren und uns Entspannung und Erholung bieten. Nicht umsonst wird Dessau auch die 'Stadt im Grünen' genannt.

Im 19. Jahrhundert, die Stadt hatte etwa 12000 Einwohner, kam durch die Industrialisierung die große Wende. Die ersten Eisenbahnlinien wurden 1840/41 angelegt, und das erste Dampfschiff fuhr 1839 am Dessauer Kornhaus vorbei. Viele Großbetriebe sind entstanden, und Handwerksbetriebe vergrößerten sich. Um 1900 stieg die Einwohnerzahl auf 50000 an. Durch die vielen Erfindungen von Professor Hugo Junkers, das Kalorimeter, der Gasbadeofen und auf dem Gebiet des Flugzeugbaues, wurde Dessau weltweit bekannt. Nach dem ersten Weltkrieg (1914-1918) geht die Entwieklung in schnellerem Tempo vor sich. 1925 wurden schon 71 000 Menschen gezählt. Der aus Berlin stammende Architekt Prof. Dr. Walter Gropius (1883-1969) setzte mit seinem Bauhaus in Dessau ein Architekturdenkmal. Die Hochschule für Gestaltung, aus Beton, Stahl und Glas, wurde 1926 eingeweiht.

Dessau ist mit zwei Autobahn-Zubringerstraßen mit der Autobahnstrecke Berlin-Leipzig verbunden. Gleichzeitig wurde ein Teil als Rennstrecke ausgebaut. Nun gab es hier Weltrekorde in der Luft und auf dem Land.

Als 1939 der Zweite Weltkrieg ausbrach, ahnte noch keiner, wie furchtbar er für Dessau ausgehen würde. In der Zeit von 1940 bis 1945 wurde Dessau zwanzigmal aus der Luft angegriffen. Die schwersten Angriffe waren in den Jahren 1944/45. Am 7. März 1945 stand die ganze Stadt in Flammen. Spreng- und Brandbomben legten ganze Straßenzüge in Schutt und Asche. 84% von Dessau waren zerstört, über 1 136 Opfer zu beklagen. Ich selbst habe diesen Angriff aus einer Entfernung von nur vier Kilometern erlebt.

Weil es Vieles von den hier gezeigten Karten nicht mehr gibt, wird das kleine Buch für viele Dessauer, auch für die, die aus dem heimatlichen Nest ausgeflogen sind, ein freudiges Wiedersehen mit bestimmten Erinnerungen sein. Wer sich intensiver mit der Geschichte der Stadt beschäftigen will, der schaue in die Dessauer Chronik von Würdigl Heese 1924/25. Viel Altes und Neues findet der interessierte Leser in den Häuserbüchern der Stadt Dessau von Doktor Franz Brückner.

~ehöroe""9'ebäude.

1. Gruß aus Dessau. Hier grüßt uns zuerst das Behördengebäude aus der Friedrichstraße, dann der herrliche Bliek vom Gestänge über die Mulde zum Schloß und zur Mühle. Das Alte Theater mit der Fassade von Pozzi (1822) schließt sich an. Das Denkmal vom Kaiser Wilhelm I. stand in der Kaiserstraße (jetzt Fritz-Hesse-Straße). Das Gebäude im Hintergrund ist die Antoinettenschule. Daneben die Antoinettenschule von vorn, sie stand in der Antoinettenstraße. In der Mitte das Erbprinzliche Palais in der Kavalierstraße , jetzt Stadtgarten.

2. Dessau von oben. Diese Fliegeraufnahme zeigt Dessau vor dem Zweiten Weltkrieg noch als heile Stadt. Im Vordergrund die Mulde mit dem Gestänge und der Stadtmühle. In der Mitte steht das Herzogliche Schloß, darüber der Große Markt mit der Schloß- oder Marienkirche. Oben links steht das Bauhaus noch allein auf weiter Flur. Der Schöpfer des Bauhauses war Prof. Walter Gropius (1883-1969). Das weltbekannte Architekturdenkmal wurde am 4. Dezember 1926 feierlich eingeweiht. Dessau mußte während des Zweiten Weltkrieges zwanzig Luftangriffe über sich ergehen lassen.

3. Das war Dessau. Vorn links ist die Steinstraße mit dem Hotel 'Goldener Beutel' zu erkennen. Weiter nach rechts ist das Schloß mit dem Schloß- und Lustgarten zu sehen. Darüber der Große Markt, die Marienkirche , das Rathaus und der Kleine Markt. Die Zerbster Straße führt dann nördlich weiter nach Roßlau, In der oberen Bildmitte steht die lohanniskirche und die Leopoldkaserne.

4. Der Große Markt war das schönste Stadtbild Dessaus. Hier im Mittelpunkt Dessaus spielten sich die öffentlichen Begebenheiten ab. Hier fanden auch die Empfänge fremder Fürstlichkeiten mit fröhlichem Jubel statt. Vor der Schloß- und Marienkirche lag eine Häuserreihe mit Kolonnaden, die sogenannten Buden. Erbaut von der Fürstin Henriette Katharina 1694/95. Davor das Bronzedenkmal des 'Alten Dessauers', es ist eine Wiederholung des Schadowschen Originals in Berlin. Im Westen schließen Bürgerhäuser mit den Renaissancegiebeln den Markt ab. Den Großen Markt gibt es nicht mehr.

5. Der Große Markt mit dem Bliek auf die Schloßkirche und den Rathausturm aus dem Jahre 1901. Diese Karte zeigt rechts den Bliek in die Schloßstraße, es ist ein Bild trautester Kleinstadtschönheit alter Zeiten. Nicht umsonst wurde dieser Bliek von der ehemaligen Hofkammer so oft gemalt und fotografiert. Der ehemalige Große Markt hieß von 1949 bis 1990 Clara-Zetkin-Platz, heute heißt er Schloßplatz.

6. Das Denkmal des 'Alten Dessauers' (1676-1747), 1860 errichtet, steht auf dem Großen Markt vor den 'Buden'. Die Statue ist nach dem Denkmal von Johann Gottfried Schadow im Lustgarten zu Berlin von A. Kiß modelliert. Nach dem Zweiten Weltkrieg stand das bronzene Standbild einige Jahre im Ehrenhof vor dem Schloß Mosigkau. Zur 775-Jahr-Feier im Jahre 1988 wurde es wieder an seinem alten Standort aufgestellt. Im Hintergrund die Gaststätte 'Zum Alten Dessauer' (Schloßstraße Nr. 1).

7. Ein Bliek aus der Steinstraße in die Zerbster Straße. In der Mitte das beherrschende Element des Großen Marktes: die Schloßkirche. Das nüchterne Aussehen der Kirche veranlaßte die Fürstin Henriette Katharina von Oranien (1637-1708) 1694/95 nach Plänen des holländischen Baumeisters Cornelius Ryckwaert die Kolonnaden, im Volksmund die 'Buden' genannt, zu errichten. Das Untergeschoß war in dreizehn Arkaden aufgeteilt, dahinter eine lange Wandelhalle, die von Kreuzgewölben überdacht war. Sie wurde von den Handelsleuten genutzt, die gleichzeitig ihre Wohnungen darüber hatten.

8. Der Schloßplatz. Ein Blick vom Schloßhof. Im Vordergrund der Schloßhofbrunnen mit einem Triton (griechischer Meergott, halb Mensch, halb Delphin). Ganz links ein Teil vom Johannbau. Dann die 'Buden'. die die schmucklose Schloßkirche verdecken. In der Mitte ein kleiner Bliek in die Schloßstraße , mit dem Haus Nummer 19. Es soll die Hinterhöfe der 'Buden' verdecken und gehörte zur Kirchengemeinde St. Marien. Rechts folgt die Neue Wache (eine Scheinfassade vom Baumeister Erdmannsdorff), darüber der Rathausturm.

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