Dessau in alten Ansichten Band 1

Dessau in alten Ansichten Band 1

Auteur
:   Rudi Huhn
Gemeente
:   Dessau
Provincie
:   Sachsen-Anhalt
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5187-0
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Dessau in alten Ansichten Band 1'

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79. Kavalierstraße 19. Links vom Museum für Naturkunde und Vorgeschichte stand dieses Haus in der KavalierstraBe (heute Nummer 77). Es wurde 1904 gebaut und 1945 brannte es völlig aus. 1955/56 baute es Foto-Fänder wieder auf und richtete im Erdgeschoß sein Fotogeschäft ein. Später wurde es von Foto-Schade übernommen. Im zweiten Geschäft betreibt der Goldschmied Heinrich Schilling seinen Juwelierladen.

80. Das alte Theater. Das Herzogliche Hoftheater galt als eines der größten und schönsten der damaligen Zeit. Fürst Franz ließ es 1796-1798 durch Erdmannsdorff erbauen. Die Fassade geht auf einen Entwurf von Erdmannsdorff zurück , errichtet ist sie jedoch erst 1820-1822 von Carlo Ignazio Pozzi (1766-1842). Am 7. März 1855 brach die erste große Brandkatastrophe herein, es wurde völlig vernichtet. Nur die Vorhalle mit dem schönen Konzertsaal blieb erhalten.

81. Die Kavalierstraße mit Theater. Der Neuaufbau nach dem Brand von 1855 wurde sofort durch Anordnung des Herzogs Leopold Friedrich (1794-1871) vom Baurat Kretschmar wieder ausgeführt. Die Dessauer Oper stand auf künstlerisch hohem Niveau, was Richard Wagner nach einem Besuch im Dezember 1872 bezeugte. 1919 hat das Theater den alten Namen 'Herzogliches Hoftheater' abgelegt und nannte sich 'Friedrich- Theater'. Der rechte Torbogen war der Eingang einer kurzen Einbahnstraße, 'Theaterbau' genannt, die die Kavalierstraße mit der WalIstraße verband.

De sau

Friedrich - Thea er vernichtet duren Braad am ~5 l. 1922

82. Das Friedrich-Theater. Diese Karte erinnert an den furchtbaren Brand vom 25. Januar 1922. Schon zum zweiten Male wurde das Theater ein Raub der Flammen. Zum Glück brach das Feuer nicht während einer Vorstellung aus, dennoch forderte es zwei Menschen: die Kammersängerin Lilly Klein-Herking (1881-1922) und der Friseurgehilfe Ernst Kirkamm kamen dabei ums Leben. Erhalten blieb wieder das Vorderhaus rnit der Fassade und der Konzertsaal. Das Theater wurde interimistisch in der Muldstraße, in der ehemaligen herzoglichen Reitbahn untergebracht. Nur ein Jahr danach erhob sich wieder der Vorhang.

83. 'Kaffee Altes Theater.' Aus dem ausgebrannten Friedrich-Theater wurde das größte und schönste Café Anhalts. Im Konzertsaal fanden viele Veranstaltungen wie Bälle, Konzerte und festliche Empfänge statt. Aus dem Zuschauer- und Bühnenraum entstand der wundervolle Terrassen-Konzertgarten, der während der Sommermonate gut besucht wurde. Das führende Konzertkaffee Mitteldeutschlands von Altmann und Fülling wurde 1927 eröffnet und 1945 vernichtet. Anstelle des ehemaligen Theaters steht heute das Haus des Reisens. auch mit einem Durchgang auf der rechten Seite.

84. Die Centralhalle war in der kurzen Verbindungsstraße von der Kavalierstraße zur WalIstraße. Die Gaststätte im 'Theaterbau' hieß von 1869 bis 1920 'Centralhalle'. Nach einem Umbau gehörte sie zum Theater. 1922, beim verheerenden Theaterbrand, wurde beid es vernichtet.

85. Der 'Theaterbau'; diese Straße erhielt ein völlig neues Gesicht. Auf der einen Seite entstand das 'Kaffee Altes Theater' und auf der anderen Seite entstand vom Architekten Elster 1927 eine Ladenstraße. Am Ausgang nach der WalIstraße stand ein Bau von Erdmannsdorff mit einer Gedenktafel für Wilhelm Müller. Heute erinnert nur das Durchgangstor vom Haus des Reisens an diese Stelle.

86. Kavalierstraße 30/29, an der Ecke zur Mittelstraße, stand das in den Jahren 1872173 von Kyllmann und Heyden-Berlin geschaffene Direktionsgebäude der Deutschen Continenta1-Gas-Gesellschaft. Linksseitig ist der Bliek frei durch die Mittelstraße bis zur Wallstraße. Alle Gebäude wurden im März 1945 zerstört, die Ruinen wurden abgetragen, das Gelände ist vom Rathans-Center überbaut.

87. Das Messelhaus, nach dem Baumeister Alfred Messel (1853-1909) benannt, wurde 1901/02 in der Kavalierstraße 33 für die Baronin von Cohn-Oppenheim gebaut. Das Motiv der Doppelsäulen von der Vorderfront wiederholte sich im Eingangsraum. Später, im Jahre 1923 wurden diese Räume für Repräsentationszwecke eingerichtet. Beim Pfingstangriff am 18. Mai 1944 wurde dieses Haus zerstört. Die 'Scheibe Nord' steht jetzt an dieser Stelle.

88. In der Kavalierstraße 40, gegenüber der Hauptpost, befand sich die Dessauer Spar- und Leihbank. Doch bevor sie hier im Jahre 1921 einzog, war sie 21 Jahre in der Steinstraße 7/8 tätig. Im Haus befand sich noch das Foto-Atelier von Erich Metzke. Das Gebäude wurde am 28. Mai 1944 zerstört. Nach dem Ausbau des Nachbarhauses nahm die Bank 1946 ihre Arbeit wieder auf und nannte sich Bank für Handwerk und Gewerbe. Heute ist es die Volksbank Dessau- Anhalt.

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