Destedt in alten Ansichten

Destedt in alten Ansichten

Auteur
:   Otto Lüer
Gemeente
:   Destedt
Provincie
:   Niedersachsen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-3390-6
Pagina's
:   104
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Destedt in alten Ansichten'

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VORWORT DES DESTEDTER ORTSBÛRGERMEISTERS

Liebe Freunde des alten Destedt,

Mit großer Freude habe ich die Ankündigung unseres neuen Ortsheimatpflegers vernommen, daß er einen Bildband aus den früheren Tagen unseres Ortes erstellen möchte. Nun liegt dieser Band vor uns und zeigt uns, wie unser schönes Dorf vor fünfzig und mehr Jahren ausgesehen hat. Unmißverständlich ist die Absicht des Autors festzustellen, den 'Alten Destedtern' mit den Aufnahmen die Vergangenheit wieder in das Gedächtnis zurückzurufen. Aber auch den Neubürgern unseres Dorfes möchte er etwas von dem anschaulichen, wie die Ortschaft früher aussah, in der sie sich niedergelassen haben. Auch ist festzustellen, daß jedem Interessierten etwas von der Dorfgeschichte vermittelt werden soll.

Ihnen allen, seien Sie nun 'Alteingesessener' oder 'Neubürger' , wünsche ich bei der Lektüre und bei der Betrachtung der Fotos viele angenehme Stunden.

Ihr Ortsbürgermeister

Im Auftrag des Ortsrates

Destedt in alten Ansichten ... Wo liegt dieser Ort überhaupt? Ein unbekanntes Dorf? Cremlingen 4? An der BI? Dieser Bildband hat die Absicht, allen, die diese 'Stätte' kennen und lieben gelernt haben, zu erfreuen. Paul Wagner, um die Jahrhundertwende Lehrer in Destedt, hat unseren Heimatgedanken in folgende Verse gesetzt:

Kennst du das Dorf in deutschen Gauen, Das schönste dort am Fuß des Elms? Wo Eichen, Buchen, Tannen schauen Von Berg und Hang herab ins Land.

Es ist der Ort, der mich gebar, Wo meiner Väter Wiege war.

Ich achte dich fort und immer fort Mein Destedt als den heilg'sten Ort.

Destedt gehört zu den 'stedt' - Siedlungen, die, wie allgemein angenommen wird, um 700 bis 300 vor Christus entstanden sind.

Ursprung des Ortes wird wohl das Vorhandensein der Quelle, heute noch als Jödebrunnen - Götterbrunnen bekannt, der wichtigste Punkt für eine Ansiedlung mit gewesen sein. Daß er Jödebrunnen - Götterbrunnen - genannt wurde, läßt darauf schließen, hier haben sich schon Menschen in vorchristlicher, das heißt heidnischer Zeit, zu einem Gemeinwesen zusammengefunden. Wann die ersten Anfänge einmal gewesen sein werden, das wird uns wohl für immer verborgen bleiben. Wenn um das Jahr 1000 nach Christus der Elmwald und der Ort Destedt zum Bistum Halberstadt gehörte, ist damit bewiesen, daß er um diese Zeit schon bestanden hat. Die Benennung der Siedlung, die überliefert ist, war 'dä Stidde', 'Desthede' , 'Destede' und später 'Destedt'. 'Dä Stidde' bedeutet wohl die

'Stätte' oder die 'Stelle', wo das Wasser quoll, wo man sich versammelte, wo man sich ansiedelte. Es könnte aber auch ein alter Thingplatz oder eine alte Kultstätte gewesen sein. Nach bisherigen vorläufigen Erkenntnissen wurde Destedt 1301 zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als zwei Hufen Acker von der Familie von Wendhausen an die Familie von Veltheim abgegeben wurde. Von dieser Zeit an war die Familie von Veltheim, vorerst als Lehensherren des Bischofs von Halberstadt, hier in Destedt ansässig. Von 1301 bis zu den 'alten Ansichten' aber ist eine lange Zeit verstrichen, die später noch in einer anderen Darstellung genauer untersucht werden soll. Absicht des vorliegenden Bildbandes ist es nicht, eine Ortschronik zu ersetzen sondern es soll gezeigt werden, wie unser Dorf am Ende des 19. Jahrhunderts und in der erste Hälfte des 20. Jahrhunderts aussah.

Als erstes möchte ich nach einer Ortsbeschreibung des Merians von 1654 nun zu einem Spaziergang durch das Destedt der dreißiger Jahre einladen. Entstanden sind diese Aufnahmen, wenn sie keine besondere Jahreszahl tragen, im Jahre 1932, als Pastor Ernst Dosse nach fast 40jähriger Tätigkeit in Destedt (1894-1932) in den Ruhestand versetzt wurde. Er erhielt sie als Abschiedsgeschenk. Der Spaziergang beginnt bei der ehemaligen Försterei auf der Reihe (heute Elmstraße), folgt dann der Destedter Dorfstraße bis zur Kreuzung unterhalb des Dorfes und setzt sich mit den Straßen An der Unterburg, Parkstraße, Am Jödebrunnen und dem Neuen Weg (heute: An der Oberburg) fort. Danach wollen wir den Park und dessen Entstehung betrachten und uns dann weiter der Kirche, der Schule, dem Kindergarten, der Landwirtschaft, den Vereinen usw. zuwenden.

Abschließend möchte ich all denen recht herzlich danken, die mich bei der Arbeit unterstützt haben.

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1. Merian berichtet 1654 von der Zerstörung des Schlosses.

2. Das ehemalige Försterhaus (erbaut 1780) auf der 'Reihe' (heute Elmstraße 7) wurde jahrzehntelang vom Revierförster Fritz Golze und seiner Familie bewohnt.

3. An der Ecke der Elmstraße und Zum Kleigarten lag früher ein kleiner Teich. Er diente einmal den Wassermassen, die vom Elm heruntergeflossen kamen, als eine Art Auffang- und Klärbecken, andererseits auch der Feuerwehr als Löschwasserreservoir, aber auch den Kindern zum Baden und Spielen. Die Aufnahme stammt aus dem Jahre 1935. Der Teich wurde um 1948 zugeschüttet. Heute sind am gleichen Platz Bänke aufgestellt.

4. Da früher die meisten Einwohner in Destedt von der Landwirtschaft lebten, durfte auch die Dorfschmiede nicht fehlen. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts wurde von der Familie Karl Eßmann eine Schmiede betrieben (heute Elmstraße 10). Hier beschlägt Kar! Eßmann (3. Generation) ein Ackerpferd. Rechts schaut Kar! Eßmann sen. zu, der von 1922 bis 1930 Bürgermeister von Destedt war. Das Bild entstand um 1930. Im Hause der Familie Eßmann befand sich auch das Standesamt, und zwar von der Einrichtung (um 1872) bis zur Gründung der Einheitsgemeinde Cremlingen.

5. Diese Aufnahme zeigt die Nordseite der Reihe. Die Bewohner dieses Grundstücks (heute ElmstraBe 1) waren auf dem Rittergut beschäftigt. Im Hintergrund sind das ehemalige Försterhaus und der Elm zu sehen.

6. Dieses ist die Südseite der Reihe mit den Grundstücken des Försters Becker (erbaut 1863) und der Familien von Hermann Lüer (erbaut 1798) und von Emil und Kar! Eßmann.

7. Ein Bliek von der Reihe auf die Pastorenmauer . Im Hintergrund ist die Spitze des 32 Meter hohen Kirchturms zu sehen, im Vordergrund Otto Lüer (auf dem Berge) mit einem Kuhgespann.

8. An der Ostseite der Abbenröder Straße stehen das Feierabendhaus (im Volksmund auch Armenhaus genannt - erbaut 1701), das Marienstift (der ehemalige Kindergarren - erbaut 1875) und das Pfarrwitwenhaus (erbaut 1557).

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