Detmold in alten Ansichten Band 2

Detmold in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Jürgen Reicke
Gemeente
:   Detmold
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5606-6
Pagina's
:   144
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Detmold in alten Ansichten Band 2'

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VORWORT

Detmold, Haupt- und Residenzstadt des Fürstentums Lippe, liegt am Ostfuß des Teutoburger Waldes, zwischen Werre und Berlebecke sowie an der Staatsbahnlinie Herford-Altenbeken. 134 m ü.M., hat 2 evang. und 1 kath. Kirche, Kapellen der Methodisten und Irvingianer, Synagoge, ein Residenzschloß, ein neues Palais mit Park bei dem Büchenberg, Monumentalbrunnen auf dem Marktplatz, ein Hof- und Sommertheater, desgleichen ein Zuchthaus und zählt (1900) mit der Garnison 11.968 Einwohner (darunter 943 Katholiken und 229 Iuden), die Fabrikation von bunten Etiketten, Tabak und Zigarren, Cakes, Möbeln, Stuck, Seife etc., desgleichen Bildhauerei und Bierbrauerei betreiben. Die Stadt ist Sitz der Landesbehorden, eines Generalsuperintendenten, eines Landgerichts, eines Oberverwaltungsgerichts und hat ein Gymnasium mit Realschule, Schullehrerseminar, Taubstummenanstalt, Baugewerkschule, Gewerbeschule, Waisenhaus, öffentliche Bibliothek (80.000 Bände) und naturhistorisches Museum. (Aus: Meyers Großes Konversatiens-Lexikon, 6. Aufl., Bd. 4, Leipzig u. Wien 1905.)

Nachdem der in der Erstauflage 1977 erschienene Bildband 'Detmold in alten Ansichten', zusammengestellt und bearbeitet von DI. Peter Veddeler in Zusammenarbeit mit Fritz Verdenhalven, bei der Bevölkerung großen Anklang gefunden hat, folgt nun ein weiterer Band, der den interessierten Mitbürgerinnen und Mitbürgern historische Fotografien und Ansichtskarten aus dem Zeitraum von etwa 1880 bis 1930 zugänglich macht. Die alten Fotografien, die oftmals sehr anschaulich von ihrer Zeit erzählen und darüber hinaus streiflichtartig Einblick in die Wohn- und Lebensverhältnisse gewähren, dokumentieren in Verbindung mit den Bildunterschriften nicht nur den Wandel und die Veränderungen innerhalb der letzten einhundert Jahre, sondern vermitteln zugleich einen Eindnick von der kulturellen Vielfalt städtischen Lebens.

Die alteingesessenen Einwohner werden auf den Abbildungen Gebäude und Straßen finden, die im Laufe der Zeit ihr Aussehen deutlich verändert haben bzw. längst dem sogenannten Fortschritt geopfert worden sind; an vieles werden sich die Älteren

aus eigenem Erleben noch erinnern. Die jüngeren Einwohner, insbesondere aber auch diejenigen, die nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute in Detmold ihre Heimat gefunden haben, werden sehen können, wie ihr Wohnort in früheren Zeiten ausgesehen hat. Zugleich eröffnet sich für den heutigen Betrachter aber auch die Möglichkeit zu einem kritischen Vergleich zwischen 'damals' und 'heute',

Bei der Zusammenstellung des Bildmaterials bedingten die Vielzahl und Vielfalt der vorhandenen Fotografien und Ansichtskarten notwendigerweise eine Auswahl. Dabei sind neben der historischen Altstadt, die sich innerhalb der einstigen Stadtbefestigung befindet, auch Gebäude und Straßen der Stadterweiterungen des 18. und 19. Jahrhunderts berücksichtigt worden. Das Bildmaterial stammt zum größten Teil aus den Beständen des NordrheinWestfälischen Staatsarchivs Detmold. Für ergänzende Bildvorlagen sind dem Institut für Lippische Landeskunde, Frau Annette Schäfer (Bildarchiv der Stadt Detmold) und Herrn Heinrich Heuer in Detmold herzlich zu danken. Mein besonderer

Dank gilt auch dem Fotografenmeister Gerhard Wegener, der die Reproduktionen bzw. Bildvorlagen erstellte.

Literatur:

Adreßbücher der Stadt Detmold, Detmold 1884 f. Bau- und Kunstdenkmäler von Westfalen, Bd. 48 Teil I, Stadt Detmold, bearbeitet von Otto Gaul, Münster 1968.

Geschichte der Stadt Detmold, Detmold 1953. Veddeler, Peter I Verdenhalven, Fritz: Detmold in alten Ansichten, ZaltbommellNiederlande 1977. Verdenhalven, Fritz I Verdenhalven, Barbara: Detmold Anno dazumal, Lemgo 1979.

Wegemann, Georg: Das Alter der Detmolder Wohnhäuser, Detmold 1957.

1. Ansicht der Stadt Detmold um 1905 von der Grotenburg aus mit Blickrichtung nach Nordosten. Wie gering die räumliche Ausdehnung der Stadt noch zu Beginn dieses Jahrhunderts war, vermittelt diese Aufnahme, auf der die Türme (von links nach rechts) des fürstlichen Schlosses, der reformierten Kirche am Markt und der neuen lutherischen Kirche in der Schülerstraße zu erkennen sind. In der Bildmitte sind hintereinander das fürstliche Palais (heute Hochschule für Musik), die 1830 erbaute Kaserne I an der Leopoldstraße (heute Neubau der Bezirksregierung), das Seminargebäude (heute Grabbe-Gymnasium) und die Gewerbeschule an der Woldemarstraße (heute Musikschule) zu sehen. Die Villa mit Turm rechts im Vordergrund (heute Dehlenkamp Nummer 1) stellt zudem einen reizvollen Blickfang dar.

2. Bliek auf den Westteil der Stadt vom 'Landkrankenhaus' aus in südwestlicher Richtung. AufdiesemFotoum 1930 aufgenommen - ist am linken Bildrand die Synagoge der jüdischen Gemeinde in der Lortzingstraße zu erkennen, die in der Pogromnacht am 9.110. November 1938 durch Brandstiftung zerstört worden ist. In der Bildmitte ragt der hohe Spitzturm der reformierten Christuskirche am Kaiser- Wilhelm-Platz empor. Im Hintergrund erstreeken sich die Höhenzüge des Teutoburger Waldes mit der Grotenburg, auf der sich das 1875 fertiggestellte Hermannsdenkmal befindet.

3. Ansicht der Stadt Detmold um 1912 von der Woldemarstraße aus mit Blickrichtung nach Westen. Der Schomstein links im Bild gehört zu der Firma Gebr. Klingenberg, die damals als 'Chromolithographische Kunstanstalt und Etiquettenfabrik' an der Homschen Straße firmierte; 1979 wurde die Firma in das Industriegebiet am Hansaweg verlagert. In der Bildmitte neben dem Seminargebäude (heute Grabbe-Gyrnnasium) erheben sich die Türme (von links nach rechts) der neuen lutherischen Kirche in der Schü!erstraße, der reformierten Kirche am Markt und des fürstlichen Schlosses; ganz rechts am Bildrand die Gewerbeschule an der Woldemarstraße (heute Musikschule). Durch das Gartengelände im Vordergrund verläuft der Bahndamm der Eisenbahnlinie von Detmold nach Altenbeken.

4. Dieses Foto wurde im Jahre 1906 von der Gewerbeschule (heute Musikschule) an der Woldemarstraße aus aufgenommen. Der Fotograf - wahrscheinlich der Gewerbeoberlehrer Wilhelm Brecht - hat die im Ausbau befindliche Seminarstraße festgehalten, die im Vordergrund auf die Brücke über den Bahnkörper der Strecke Detmold-Altenbeken zuläuft. In der Bildmitte der hohe Spitzturm der neuen lutherischen Kirche in der Schülerstraße, rechts davon der charakteristische Turm der reformierten Kirche am Markt.

5. Daß der Kuhkamp seinen Namen zu Recht trägt, verdeutlicht dieses um 1920 entstandene Foto. Die unverwechselbare Silhouette der Stadt von Südosten ist geprägt - in der Bildmitte - durch den Turm des alten Regierungsgebäudes in der Kassenstraße (heute Heinrich-Drake-Straße) und rechts davon durch die Türme der reformierten Kirche am Markt, der reformierten Christuskirche am Kaiser-Wilhelm-Platz, der lutherischen Kirche in der Schülerstraße und des Schlosses. Ganz links am Bildrand ist der Neubau (heutige Altbau) des 'Gymnasiums Leopoldinum' an der Hornschen Straße sichtbar und ganz rechts die Turnhalle des 'Turnvereins von 1860' an der Werrestraße (heute Georg- Weerth-Straße), an deren Stelle sich heute ein moderner Neubau befindet.

6. Die Werrebrücke im Kuhkamp bildet im Jahre 1920 den malerischen Hintergrund für dieses Erinnerungsfoto. Die beiden Jungen posieren im damals modischen Matrosenanzug für den Fotografen. Am Horizont verläuft der Bahndamm der Eisenbahnlinie von Detmold nach Altenbeken.

7. Rückansicht des Haupthauses auf 'Gut Johannettental' , benannt nach der Gräfin Johannette Wilhelmine, um 1920. Seit der Verlegung der herrschaftlichen Meierei vom Schloßvorplatz vor die Tore der Stadt im Jahre 1736 waren verschiedene Pächterfamilien teils mehrere Generationen hindurch auf dem Gut ansässig. Nach der Auflösung der Domäne 1934 und der Einrichtung eines Versuchsgutes in den fünfziger Jahren sind heute auf dem Gelände die 'Gutswerkstätten' und der 'Marianne-Frostig-Kindergarten' der Lebenshilfe Detmold e.V. untergebracht; im Haupthaus befindet sich zur Zeit noch die 'Schule am Teuteburger Wald', für die ein Neubau im Schulzentrum in Horn geplant ist.

8. 'Gymnasium Leopoldinum' an der Hornschen Straße um 1925. Seit der Jahrhundertwende reichten die vorhandenen Räume im alten Schulgebäude an der Leopoldstraße nicht mehr aus. Aufgrund der rapide angestiegenen Schülerzahlen wurde dieser Neubau (heutige Altbau) erforderlich, der im Jahre 1907 eingeweiht und bezogen werden konnte. Den Bauplatz hatte übrigens Fürst Leopold IV. zur Verfügung gestellt.

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