Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten

Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Rank
Gemeente
:   Münsing, Die Gemeinde
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4698-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten'

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18. Leider kein sehr gutes Bild von der Degerndorfer Kirche. Es wurde um die Jahrhundertwende aufgenommen, aber man sieht, was verändert wurde, nämlich der alte Dachreiterturm, wie er hier noch den Westgiebel ziert. Recht geschickt hat man 1904/05 einen neuen, größeren und gewichtigeren Turm an die Nord-Ost Ecke der Kirche gestellt und dabei den Helm mit der angedeuteten Zwiebel beibehalten, zu Recht: Er ist ein Charakteristikum des Ortes.

19. Betritt man die Degemdorfer Kirche, so nimmt einen sogleich der schöne Raum mit seiner barocken Ausstattung und der schönen Orgelempore gefangen. Das läßt vergessen, wieviel in dieser Kirche im Lauf der Zeit geändert und umgebaut wurde, und wieviel sie dabei immer wieder eingebüßt hat. So wie hier auf dem Bild sah sie bis 1975 aus. Von den vielen Renovierungen war die von 1879 aus heutiger Sicht die tragischste. Ein übereifriger Expositus wollte die Ausstattung modernisieren. Aber was der Gotik mit den romanischen und dem Barock mit den gotischen Kirchen meist mühelos gelang, hier ging es gründlich daneben. Ein Glück, daß das Geld für neue Seitenaltäre nicht reichte. Ihre schöne in rot, blau und gold gehaltene Farbgebung lassen die Pracht des zerstörten Hauptaltares ahnen. Mit dem neuen Altar aber war niemand zufrieden, immer wieder wurde er geändert und umgebaut, bis man ihn 1975 ganz entfernte.

20. Abgesehen vom Hochaltar ist es vor allern die Kanzel, die die Ausstattung dieser schönen Kirche bereichern würde. Sie wurde erst in den sechziger Jahren abgebaut und nach Aufkirchen gebracht. Das alte Speisgitter mußte 1974 den lithurgischen Forderungen weichen. Die alten Kreuzwegbilder , die heute durch kleinere ersetzt sind, hängen auf diesem Bild noch an den Wänden, und die Tische der Seitenaltäre sind noch nicht abgeschnitten. Daß die bunten Glasfenster im Chor aus den neunziger Jahre des vorigen Jahrhunderts 1938 entfernt wurden, war wahrscheinlich kein großer Verlust.

21. Dieses idyllische Bild des Sonderhamer Weihers ist erst 1987 entstanden. Aber vorfünfzig Jahren hat er nicht viel anders ausgesehen. Vor 100 Jahren allerdings war er noch kleiner, damals reichte er etwa bis zur vorspringenden Landzunge. Entstanden ist er um die Mitte des vorigen Jahrhunderts durch Aufstauen des Lüßbaches im Bereich eines - zum 'Oidahof' gehörenden - Moosfeldes. Der Weiher gehört auch heute noch zum 'Oidahof'. Schon viel früher, nämlich 1490, ist von einem Weiher in Degerndorf die Rede. Er gehörte damals zu Kloster Beuerberg und hat sicher die Kost der Klosterbrüder bereichert. Heute ist er im Besitz der Familie BierbichIer in Ambach. (Foto: H. Rank.)

22. Dieses Bild stellt den Landesökonomierat Josef Schmid dar, den Rumelbauem von Senderharn, geboren am 16. Juli 1855, gestorben am 3. April 1941. Über 25 Jahre lang war er Bürgermeister von Degemdorf und 19 Jahre lang Landtagsabgeordneter. 42 Jahre stand er dem von ihm 1894 gegründeten Darlehenskassenverein DegemdorfEurasburg vor, und schließlich war er auch noch 1. Vorstand des Oberbayerischen Christlichen Bauernvereins. Für den Ort und weit darüber hinaus war ereine starke und wichtige Persönlichkeit, die sich überall dankbare Anerkennung erwarb. Dieses Gemälde ist auch ein Dankesbeweis: Der Raiffeisenverband ließ ihn 1929 zu seinem 75. Geburtstag portraitieren. (Ölbild von Hans Gebelein im Besitz der Familie Klaffenbacher. Foto: H. Rank.)

.. :~ .?..

23. Es wird nicht mehr viele Degerndorfer geben, die dabei waren, als der 'Stoa', ein riesiger Findling, ins Dorf hereingeholt wurde. 1930 hatte man ihn entdeckt und ausgegraben, draußen in der Kiesgrube, wo heute der neue Friedhof ist. Fast zwei Jahre später wurde am Stammtisch der Plan gefaßt, das Monstrum in den Ort zu holen. Der damalige Lehrer Hertel hat dann das weitere Geschehen in Versen und Fotografien festgehalten. Sechs Ochsen hatte man vor die Bäume gespannt, auf denen der Findling hereingeschleift werden sollte. Als diese aber im tiefen Schnee steeken blieben, spannte sich das halbe Dorf an Seilen davor und schon gings weiter. Doch plötzlich ein Ruck - das Seil war gerissen und die Mannschaft purzelte in den Schnee. Diesen Moment hat Lehrer Hertel im Bild festgehalten. (Foto: J. Hertel.)

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24. Einen Tag später, am 31. Januar 1933, kam der Findling ins Dorfherein . Auf dem Bild ist oben am Hang der' Heisdeil Hof' zu sehen, dessen Tenne 1986 abgebrannt ist. Anschließend wurde auch das Haupthaus abgebrochen. Daneben schaut noch das Nebenhaus vom Zimmermeister Steigenberger heraus, das viele Jahre dem Bildhauer Lechner gchört hat. Anschließend ganz rechts steht der 'Ludwe Hof'. (Foto: J. Hertel.)

25. Ein Jahr später, im April 1934, wurde der 'Stoa' mit einer 200 Zentner Winde aufgerichtet und auf einen großen Sockel gestellt. Auf der Fotografie ist in der rückwärtigen Gruppe mit Hut und Krawatte der Bürgermeister Bolzmacher , der Schallenkamer , zu erkennen. Ganz links steht der August Holzer vom Strohmann und vor dem Stein der Sohn vom Bürgermeister, der Georg Bolzmacher. Neben der Kirche, die damals schon seit dreißig Jahren ihren großen Turm hatte, erkennt man den Hof vom Hörmann, genannt 'Hiermo' . Links durch die Balken der Winde schaut noch der Klasenbauer Hof. (Foto: J. Hertel.)

26. Am 19. März 1942 wurden die Glocken der Degerndorfer Kirche vom Turm abgeseilt, auf einen Brückenwagen geladen und abgefahren. An diesem Tag hat der Expositus Betzinger in der Pfarrchronik vermerkt: 'Es ist ein Trauertag für die ganze Expositurgemeinde: Die Glocken werden abgenommen. Neugierige stehen im Friedhof und es ist eine Stimmung wie bei einem Begräbnis.'

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