Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten

Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten

Auteur
:   Hubert Rank
Gemeente
:   Münsing, Die Gemeinde
Provincie
:   Bayern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4698-2
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2-3 weken (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Die Gemeinde Münsing in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

64. Im Jahre 1847 kaufte ein Georg Sailer das hier abgebildete Schneiderhäusl und hat vermutlich dort noch einige Jahre einen Bierausschank betrieben, bis er dann 1852 das erste Wirtshaus in Ammerland südlich davon errichtete. 1874 zeichnete Adolf Steinheil das Schneiderhäusl, und 1875 ist es noch auf einer Uferzeichnung des Malers Grünenwald zu finden. Aus dieser Zeit dürfte auch dieses Foto stammen. Ende der siebziger Jahre wird es wahrscheinlich abgebrochen worden sein. (Fotografie wahrscheinlich von Adolf Steinheil.)

65. In großen Buchstaben steht an der Wand dieses Hauses: 'Gasthaus am See von Jakob Ruppert'. Dieser Jakob Ruppert war eigentlich Gendarmeriewachtmeister , bis er die Wirtin in Ammerland, die Witwe des Sebastian Sailer, heiratete. Die Fotografie stammt aus dem Jahr 1900. Etwa 1911 übergab Ruppert den Gasthof seinem Stiefsohn Sebastian Sailer, dem Großvater des heutigen Besitzers, Für sich und seine Frau baute er dann das Haus auf der anderen Straßenseite neben Kink. Sebastian Sailer heiratete und baute 1910/11 das heute dort stehende Gasthaus.

66. Es wird nicht mehr viele Ammerlander geben, die noch wissen, wo diese Kapelle gestanden hat. Der Hügel hinter dem Ort, der Kapellenberg, hat seinen Namen von diesem kleinen Gotteshaus. Einer der ersten Sommerfrischler, der Apotheker Pachmayr, ließ es Ende der achtziger Jahre des vorigen Jahrhunderts errichten und auch den Wald anpflanzen. Damals war nämlich dort alles freier Wiesenhang, der sich an den Fischerhäusern vorbei bis zum See hinunterzog. 'Erst König Ludwig (Ludwig 11.) ließ am Seeweg entlang zwei Reihen Vogelbeerbäume anpflanzen .. .' schrieb Dr. Karl Riedel in die Dinkelacker Chronik. Um die hölzerne Kapelle hat sich dann wohl niemand mehr gekümmert, so stürzte sie 1910 ein. Die Fotografie wird nicht lange vorher entstanden sein.

67. Hüllenlos zu baden und zu sonnen ist keine Erfindung der letzten Nachkriegsjahrzehnte, wie diese Zeichnung von Colombo Max aus dem Jahr 1926 zeigt. Allerdings unterließ man damals jede Provokation, die heute so oft zum Ärgernis wird. Dafür sorgte schon, wie auf unserem Bild, die Polizei. Freilich gab es auch noch die Badehütten im See, in deren Sichtschutz die Damen ungesehen ins Wasser und wieder heraus gelangen konnten, selbstverständlich im Badeanzug. (Colombo Max - Bleistiftzeichnung 1926, ca. 23/16 cm.)

68. Die Maler haben nicht nur unsere Landschaft entdeckt sondern auch die Sportsegelei. Weiße Segel aufblauem Wasser mit der Uferund Gebirgskulisse im Hintergrund mußten einen Maler begeistern. Drei aus dieser Zunft gaben 1888 den Anstoß zur Gründung des Bayerischen Yachtclubs in Starnberg. Einer von ihnen war Gustav van Hees, der auch sehr mit Ammerland verbunden war. Aber auch in Ammerland waren es zwei junge Maler, die Max Söhne Colombo und CorneiIle, die mit jungen Sommerfrischlern 1891 den Ammerlander Ruderclub ins Leben riefen, der freilich nur wenige Jahre existierte. So wurde dann 1896 der Ammerlander Segelclub gegründet. Das Verdienst, die Ammerlander Jugend für das Segeln begeistert zu haben, gebührt den beiden Herren Dax und Tipp. Ludwig Tipp war auch einer der zwölf Gründungsmitglieder des Bayerischen Yachtclubs. Unser Bild aus dem Jahr 1934 zeigt ein Regattafeld vor Ammerland. Mittendrin Colombo Max im weißen Doppellugger mit den nach venezianischer Art eingefärbten Segeln. Er hatte die Segelei bei italienischen Fischern gelernt. (Foto: Ludwig Rank.)

69. Dieses Bild ist 1939, fünf Jahre später als Bild Nr. 68, aufgenommen worden. Es zeigt ein Regattafeld, dem eben von einern krachenden Startschuß die Bahn freigegeben wurde. Immer noch segelt die Ammerlander- und Ambacher Jugend vorwiegend im Lugger, einem offenen Boot, das sich am Ostufer, an der breitesten Stelle des Sees, deshalb so bewährte, weil es, in Bootshütten aufbewahrt, nicht den Weststürmen ausgesetzt war. Damals war es nicht ratsam, Boote längere Zeit vor Anker oder an eine Boje zu legen und eine Strandung an den steinigen Ufern zu riskieren. Dank neuer Teehuiken besteht diese Gefahr heute nicht mehr. So wurden damals die vielen Ruderboote - sei es als einmastige oder als Doppellugger- mit einem rahgetakelten Schratsegel versehen. Allerdings haben sich auf unserem Foto bereits einige Jollen mit Gaffel- oder Hochsegel dazwischengeschoben. (Foto: Walter Geist.)

70. Bis zum letzten Krieg fand jedes Jahr in Ammerland, von den Burschenvereinen organisiert, ein Seefest statt. Hauptanziehungspunkt war dabei das Fischerstechen, das man wohl um die Jahrhundertwende von Starnberg übernommen hatte. Dort wurde es sicher schon seit dem frühen 19. Jahrhundert durchgeführt. Wie man auf unserem Foto sieht, versuchen zwei maskierte Steeher mit langen gepolsterten Stangen zum Gaudium des Publikums, sich gegenseitig von den über das Bootsheek ragenden Brettern ins Wasser zu stoßen. (Foto: W. Geist.)

71. Man muß zweimal hinschauen: Ist das wirklich Staudach? Es ist Staudach! GrafPocci hat den Hof mit der Kirche 1848 mit dem Stift festgehalten. Ursprünglich hatte das Dachreitertürmchen des gotischen Kirchleins vermutlich ein Satteldach. In der Barockzeit wurde der Turm dann erhöht und bekam eine Zwiebel. Aber 1861, in der Zeit als das Barock ganz unmodern und sogar ve

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  8  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Leveringsvoorwaarden | © 2009 - 2020 Uitgeverij Europese Bibliotheek