Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Jürgen Pump
Gemeente
:   Poel, Die Insel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5875-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2'

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9. Dieses stolze und hübsche Wahrzeichen in Niendorf brannte im Jahre 1953 ab, ein schmerzlicher Verlust für Müller und Bauer. Mit dem Brand endete somit eine jahrhundertelange Mühlentradition auf der Insel. Denn bereits im Jahre 1311 wird von Bockwindmühlen berichtet. Hier sehen wir die Poeler Holländer- Windmühle im Frühsommer 1925. Zum Mühlenhof gehörte links im Bild das MülJerhaus, das noch heute bewohnt wird. In der Mühlenmitte sehen wir die Toreinfahrt. Ein weiterer Torbogen auf der südwestlichen Seite führte dann wieder hinaus. Die Windrose der Mühle sorgte dafür, daß sich der Kopf der Mühle immer in den Wind drehte. Eine große Damptmaschine half bei zu schwachem Wind. Den hohen, eisernen Schornstein sowie den Dampfmaschinenraum erkennen wir deutlich links neben der Mühle. Im Hintergrund zeigen sich ein Teil der Kirchsee und die gotische Kirchc, die zwischen 1210 und 1258 erbaut wurde.

10. Auch in Niendorf ließ man sich zu damaliger Zeit fotografieren. Hier sehen wir den Müller Johann Metelmann mit seiner Frau an der Südseite des Müllerhauses im Jahre 1910. Er übernahm die Poeier Windmühle ab dem Jahr 1874 und führte den Mühlenbetrieb bis zum 1. April 1919. Nachdem er die Mühle an den Sohn Ernst übergeben hatte, nahm er seinen Alterssitz in Wismar. Ernst verkaufte die Mühle am 1. Juni 1940 an den Müller Hallier. Am 16. Mai 1953 brannte dieses Bauwerk morgens zwischen 5 und 7 Uhr nieder. Vermutlich war ein Kurzschluß die Ursache des Brandes. Zur Mühlentradition soll noch folgendes gesagt werden: Man erwies auch während des Mühlenbetriebes den Toten die letzte Ehre. Wenn eine Trauergruppe mit einem Fuhrwerk die Mühle passierte, wurde das Mühlenflügelkreuz so angehalten, daß ein Flügelpaar senkrecht zum Boden zeigte.

11. Wer es nach Ankunft im Kirchdorfer Hafen besonders eilig hatte, konnte auch an Wilhelm Baumanns 'Erfrischungs-Halle' auf die Schnelle einen Imbiß nehmen. Gepflegte, eisgekühlte Getränke, etwas für den kleinen Hunger und Süßigkeiten bot er den Gästen. Für die Getränke wurden extra Eisstangen von der Molkerei Wismar angeliefert, die dann, in Stücke zerkleinert, Brause, Bier und Selters angenehm frisch machten. Sogar einen Keller besaß dieser Kiosk, in dem alle leicht verdèrblichen Waren gelagert wurden. Das Dach dieser 'Erfrischungs-Halle' war mit Rohr eingedeckt. Links im Bild ist der Dampfersteig zu erkennen, der noch heute gern von Gasten und Einheimisehen genutzt wird.

12. Zum fröhlichen Kindertanz spielt hier im Jahre 1924 Fritz Kandier mit seiner 'Treckfiedel' auf. Unter der Anleitung der Lehrerin Hedwig Paepke von der 'Sigglow-Schule', einer Tochter des Pastors Paepke, üben hier die Kinder den Tanz: 'Ach lieber Schuster du .. .' im Hof des Gartenrestaurants Völter für ein Kinderfest. Von links sehen wir die Paare Elli Hadier geborene Kitzerow mit Heinrich Burmeister, Erna Rüger geborene Körner mit Heinz Wilms, Alma Schwartz (ihr Tanzpartner unbekannt) und Elli Schütt geborene Schacht mit Hannes Topp.

elnsel Poel

13. Im oberen rechten Bildteil dieser schönen Karte aus dem Jahre 1912 erkennen wir den hölzernen Dampfer 'Poel', der im Jahre 1920 an den Schiffer Franz Wendt zur Insel Rügen verkauft wurde. Vordem führten dieses Schiff die Poeier Kapitäne Gustav und Peter Steinhagen. Unten zeigt sich der Timmendorfer Hafen, hier noch unbefestigt, erst 1928 baute man die schützende Steinmole. Im Hintergrund ist schwach die Silhouette der Hanse- und Seestadt Wismar mit ihren Kirchtürmen zu erkennen. Stolz blieken der Leuchtturm und der Signalmast auf die weite See. Ein Bliek über den Kirchdorfer Haten, vorbei am Anlegesteg, geht im rechten, mittleren Teil dieser Karte auf das gotische Bauwerk der PoeIer Kirche mit ihrer Wehranlage, den Kirchwällen. Mit der Darstellung der Insel im linken Bildteil war dem ortsunkundigen Gast eine gute Möglichkeit gegeben, sich in den örtlichen Gegebenheiten schnell zurechtzufinden.

14. Eine recht frühe Darstellung ging hier mit diesem Kartengruß aus dem Jahre 1909 aufReisen. Aus Richtung Niendorfkommend führt der 'Steinstieg' der erst viel später eine Brücke erhielt, zum Hafen oder direkt in den Ort Kirchdorf. Am rechten oberen Bildrand ist Tankmar Mahnckes hohe Lagerhalle für Seegras erkennbar, der das von den PoeIer Seegraswerbern geborgene Gut aufkaufte und für den Weitertransport per Prahm nach Wismar sorgte. Weiter links schließen sich der Kuhstall und der Saal der Ausflugsgaststätte V ölter an. Die alte Strohkate, in dem Fritz Henning einst wohnte, schließt die Häusergruppe ab.

15. Noch nicht vergessen ist dieses Haus in der heutigen Wismarschen Straße in Kirchdorf neben der damaligen Bäckerei Louis Wikken. Dieses Haus hatte noch die sogenannte Kloendör, eine 'Iür, die quergeteilt sich bei Bedarf auch bloß oben öffnen ließ. Unter dem Dach dieses Hauses logierten in damaliger Zeit auch die Wismarer Schornsteinfeger, die wegen der schlechten Verkehrsbedingungen hier vorübergehend eine Bleibe fanden. Links im Hintergrund ist die sogenannte Kirchenbrücke zu sehen, so nannte man den baumbestandenen Gehweg in Richtung Friedhof und Kirche. Im Vordergrund erkennen wir ein Pferdegespann mit Poeier Bauern. Ein Frühlingstag im Jahre 1915. Der blühende Kirschbaum rechts im Bild hinter der Mauer beweist es.

16. Außer den zahlreichen kleinen und größeren Kaufläden in Kirchdorf gab es aber in alten Zeiten auch zwei Einkaufsmöglichkeiten in Weitendorf. Neben Sophie Steinhagen führte Friedrich Steinhagen (nicht mit Sophie verwandt) hier in der Büdnerei Nr. 12 direkt gegenüber der Gaststätte 'Kehrwieder' von Hans Waack diesen Laden. Auf diesem Bild aus dem Jahre 1917 erkennen wir von links die Mutter von Friedrich Steinhagen, seine Frau Helene Steinhagen geborene Kalsow, den Ladeninhaber Friedrich Steinhagen und den Sohn Fritz Steinhagen, der den Beruf eines Kaufmannes ergriff und später in Gießen ein großes Kaufhaus leitete. Die Person rechts mit dem Fahrrad ist der Frisör Hermann Sievert im Alter von 37 Jahren, der die Einwohner Poels auch auswärts frisierte. Von Friedrichs Frau Helene weiß man zu erzählen, daß sie die übriggebliebene Lake ihrer Heringsfässer nutzte, um den Unkräutern vor ihrem Haus zu Leibe zu rücken. Nach 1945 betrieb die Konsumgenossenschaft diesen Laden weiter.

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17. Der Weg irn Vordergrund rechts führt uns vom Dorf Weitendorf Hof nach Weitendorf. Vorn rechts sehen wir das Haus von Walter Hamm. Es schließt sich weiter links, halb verdeckt, das Wohngebäude von Gramkow an. Und weiter geht unser Bliek zum Haus mit Stall von Konrad Saufklever. Ganz links hinter dem Baum steht das älteste Haus Poels, das heute nur noch als Ruine existiert. Unten links sind die Wirtsleute Waack mit Gästen vor ihrer Gasstätte 'Kehrwieder' versammelt. Diese Aufnahme aus dem Jahre 1905 von Fritz Seng aus Wismar zeigt noch nicht den großen Saal der Waackschen Gaststätte.

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18. Diese Ansicht aus dem Jahre 1912 zeigt den größten und wohl auch schönsten Saal der Insel Poel im oberen Teil der Postkarte. Er gehörte zum Gasthof 'Kehrwieder' von Hans Waack in Weitendorf. Im Hintergrund sehen wir ein Wohnhaus mit zwei Schornsteinen, in dem Heinrich (Heiner) Möller mit Familie wohnte. Später zog die Familie Bunke hier ein. Unten ist die Vorderseite der Gaststätte mit Eingangstür sowie ein Teil des Saales zu erkennen. Erwähnenswert ist die falsche Schreibweise 'Poeh!', die ein aufmerksamer Gast bemerkte und durchstrich.

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