Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Jürgen Pump
Gemeente
:   Poel, Die Insel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5875-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2'

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29. Nicht ungefährlich war die Arbeit der Molenbauer. Denn diese 'Klamotten' waren wahrhaft schwer zu regieren und ließen sich nötigen. Da blieben Verletzungen nicht aus. Sogar einen Todesfall gab es im Jahre 1930. Allerdings geschah dieser bei den Steinzangenfischern, als ein Taucher unter Wasser wegen Sauerstoffmangels umkam. Es erforderte also viel Geschick. Kraft und Erfahrung, wenn die Steine geborgen werden sollten, um sie später dann paßgerecht aufzusetzen. Waren dann die Steine an Land gewuchtet, transportierte man sie mit einer Lore auf einern notdürftig verlegten Schienenstrang zum Kopfende des bereits entstandenen Teilstückes der Mole weiter. Wir sehen hier ein Foto von den Arbeiten an der Mole im Jahre 1929 in Timmendorf. Im Bild links auf dem Holzgestell erkennen wir den Bauingenieur Erich Kühn der Wismarer Baufirma Nicolai.

30. Eine Rast haben hier diese fröhlichen Wanderer im Jahre 1928 eingelegt. Es sind die Lehrer Otto Mirow, Wilhelm Karberg und Rektor Paul Falck in Timmendorf, die sich die Bauhölzer der Wismarer Firma Nicolai als Sitzgelegenhcit ausgesucht haben. Im Hintergrund sind Arbeiter damit beschäftigt, die Steinmole für den künftigen Hafen aufzusetzen.

31. Zum Fototermin vor dem altehrwürdigen Timmendorfer Leuchtturm sind die Lotsen Paul Holtz, Friedrich Tunn, Franz Karsten, Wilhelm Stoffers und Leuchtturmwärter Wilhelm Perleberg im Jahre 1930 angetreten (von links). Eine verschworene Mannschaft, denn die Arbeit eines Lotsen verlangte damals wie heute ein hohes theoretisches und auch praktisches Wissen. Schließlich trägt ein Lotse auch Verantwortung für Leib und Leben. Windabdrift, Stromversetzung, Eisfahrt, Regen, Nebel und Schneetreiben sind Dinge, die einen 'ganzen' Mann im Lotsendienst fordern. Denn schließlich hat ein Schiffkeine Räder und keine Bremse. Friedrich Tunn fungierte zur damaligen Zeit als Oberlotse, und Kapitän Paul Holtz hatte vor seiner Lotsentätigkeit in Timmendorfmehrere Male mit großen Segelschiffen das berüchtigte Kap Horn umrundet.

32. Es gehört schon eine Portion Ortskenntnis dazu, große Schiffe in den Hafen zu leiten. Schnell könnte es zu einer Havarie kommen, die Besatzung und Schiff gefährden würden. Eine Beratung im fremden Revier ist also dringend nötig. Dort draußen auf offener See wird dann dem Lotsen zunächst körperliche Arbeit - und oftmals sogar Artistikabverlangt, denn es geht per Jakobsleiter (Strickleiter) die mitunter sehr hohen Bordwände hinauf, während Schiff und Boot sich in der schweren See stark bewegen. Hier auf diesem Foto steigt ein Lotse im Jahre 1930 vor Timmendorf auf. Und wie wir sehen können, sogar unter 'Dampf', Denn er nahm nicht einmal bei seinen Kletterkünsten die Tabakspfeife aus dem Mund.

33. Wir sehen hier den Riß des Timmendorfer Leuchtturms aus dem Jahre 1871. Wie für jedes Bauwerk, so fertigte man auch für dieses Vorhaben eine Bauzeichnung. Mit dem Bau dieses schönen Poeier Seezeichens hatte die alte Bake in Timmendorf ausgedient. Bis zum Jahre 1930 wies der Leuchtturm in dieser Form den Seeleuten den Weg. Dann aber mußte umgebaut werden. Der zunehmende Schiffsverkehr forderte mehr Sicherheit. Man stockte den Turm um 2,60 Meter auf.

34. Auch die Poeier Fischer haben seit eh und je die Krabbenfischerei betrieben. Die Garnelen, fälschlicherweise Krabben genannt, sind etwa 6cm lang. Nach der Farbe unterscheidet man die gelbe Ostseegarnele und die bei uns weniger vorkommende Nordseegarnele. Der Geschmack soll am besten sein, wenn der Rogen braun gefärbt, also reif ist. Die Ostseegarnele hält sich in den Secgraswiesen auf. Gefangen wird sie mit Krabbenkörben. Die Körbe werden abends ins Wasser gesetzt und bei Tagesanbruch herausgenommen. Auch mit dem 'Krabbensall', eine Art Kcscher, der über den Grund geschoben wird, wurden die Garnelen hauptsächlich als Köder für die Aalschnüre gefangen, Auf diesern Foto im Jahre 1930 sehen wir vor Timrnendorf die Fischer Karl Rust, Georg Siggel und Erich Hartig (von rechts) bei ihrer Arbeit mit dem 'Krabbensall',

35. Düster wirkte er wohl schon seit eh und je, der Schwarze Busch im Westteil der Insel Poel. Mußte er wohl auch, denn schließlich verband sich ja mit diesem größten Gehölz der Insel auch die gruselige Sage der 'Dükerrnudder' . Im hinteren Teil des kleinen Eichenwaldes finden wir noch heute das 'Dückermudderlock', einen kleinen Teich. Der heutige Weg zum Wasser führt direkt an der Straße entlang, während der Wanderer im Jahre 1930 noch mitten durch das Wäldchen mußte, wollte er zum Strand gelangen.

36. Der Buhnenbau am Poeier Weststrand war und ist eine dringende Sache, denn die gefräßige See raubt noch heute bei Sturm jährlich nicht unbeträchtliche Mengen an Erdreich. Buhnen erfüllen die Funktion als Wellenbrecher und nehmen dem Wasser einen Teil seiner Kraft. Nachdem wie hier Mitte der dreißiger Jahre etwa mit einer Ramme zwei Pfahlreihen geschlagen waren, füllte man mit Strauchwerk und Steinen den Zwischenraum aus. Für den Antransport des Baumaterials benutzte man Schienen und Loren. Auf diesem Foto ist rechts Bernhard Pierstorf zu erkennen.

37. Noch bevor der Bademeister Gustav Steinhagen mit seiner Tätigkeit als Bademeister am Strand des Schwarzen Busches den Gästen einen möglichst angenehmen Urlaub gewährte, gab es schon diese primitive Hütte mit dem hochtrabenden Schriftzug 'Badeverwaltung', Später wurde dieser Schuppen erweitert, und Gustav Steinhagen nahm sogar während der Urlaubszeit hier mit Frau seinen Wohnsitz. Die Person im Vordergrund ist vermutlich der erste Bademeister der Insel Poel. Der kleine Tisch unterhalb der lustig flatternden Wäsche könnte nach Aussage von Einheimischen zum Verkauf von Badekarten gedient haben. Dieses Foto entstand um die Jahrhundertwende. Am linken Bildrand wird 1910 das Kurhaus des Bauunternehmers Fanter entstehen.

38. Wie bereits im ersten Buch 'Die Insel Poel in alten Ansichten' crwähnt, hatte der PoeIer Bademeister Gustav Steinhagen (Gusch Schiet genannt) die schwere Aufgabe, die Strandburgen der Urlauber im Herbst wieder einzuebnen. Nicht immer stand eine 'Slöp' (Schleppe zum Einebnen, die mit Pferden gezogen wurde) zur Verfügung. Hier müht er sich auch einmal mit der Schaufel, die 'Kunstwerke' zu zerstören. Und er soll sogar die schweren Strandkörbe Huckepack getragen haben. Zu Gustav Steinhagens Tätigkeit gehörten die Pflege und Instandhaltung der Badeanstalt, und selbstverständlich lag die Kassierung auch in seinen Händen. Er war ein Bruder des Kolonialwarenhändlers Wilhelm Steinhagen in der Kirchdorfer Vorstraße (heute Wismarsche Straße). Dieses Foto entstand im Jahre 1928.

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