Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2

Auteur
:   Jürgen Pump
Gemeente
:   Poel, Die Insel
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-5875-6
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Insel Poel in alten Ansichten Band 2'

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Ostseebad Insel Poel

Kurhaus u. Schwarzer Busc a von der Sec aus

39. Noch steht nach seiner Fertigstellung im Jahre 1910 das Kurhaus des Bauunternehmers Fanter am Weststrand der Insel Poel alleine da. Doch wenig später baute dann weiter südlich ein Herr Gelber ein zweites Kurhaus. Nutzen konnte er allerdings dieses Gebäude nicht lange, denn er fiel im Ersten Weltkrieg. Der Weingroßhändler Michaelis aus Wismar erwarb dieses Haus dann zu privaten Zwecken und nutzte es als Sommerresidenz. Vorn rechts sehen wir eine Urnkleidekabine. Und zwischen dem Kurhaus und der Urnkleidekabine erkennen wir die Bude vom Bademeister Gustav Steinhagen. Ganz links steht einsam und verlassen vielleicht der erste PoeIer Strandkorb. In der Bildmitte im Hintergrund zeichnet sich deutlich der 'Schwarze Busch' ab.

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Strand beim schwarz-ên Busch

40. Diese Darstellung aus dem Jahre 1926 zeigt die Badeanstalt am Schwarzen Busch im oberen Bildteil. Am Strand vor dem Bewuchs der Düne versteekt sich die Bude des Bademeisters Gustav Steinhagen, der neben vielen anderen Aufgaben auch die Versorgung der Gäste übernahm. Die schützenden Buhnen existieren zu dieser Zeit noch nicht. Sie baute man erst Ende der zwanziger Jahre. Unten sehen wir rechts das Kurhaus Grahl und links die Sommerresidenz des Wismarer Weingroßhändlers Michaelis. Die kleineren Gebäude weiter links sind ein Geräteschuppen und eine Waschküche, die zur Sommerresidenz gehörten.

Insel Poel

Strandp ?? rtle

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41. Strandpartie. Zwar zeigen sich hier auf diesem Foto aus dem Jahre 1917 neben der Badeanstalt am Schwarzen Busch die ersten Burgen noch recht schlicht und lieblos zusammgekratzt, aber Besitz ergriffen hatte man immerhin schon von einem Stückchen Land für die Urlaubszeit. Und Flagge zeigen gehörte natürlich auch dazu. Liegestühle neben der Personengruppe am linken Bildrand sorgten für die Gemütlichkeit. An der Seeseite der Badeanstalt sowie im Seegrasgürtel liegen je ein Rettungsboot Iür besonders Wagemutige.

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42. Burgenbau schien bei den Sommergästen auch auf der Insel Poel eine Lieblingsbeschäftigung zu sein. Wahre Kunstwerke entstanden oft, und man wetteiferte um die schönste Burg. Doch waren dies alles vergängliche Meisterwerke, denn nach vierzehn Tagen reisten neue 'Künstler' an. Und zog mit dem Herbst wieder Ruhe ein, begarm das zerstörisches Werk des Bademeisters, Zu seinen Aufgaben zählte auch das Einebnen und Glätten des Strandes. Auf diesem Foto aus dem Jahre 1928 sehen wir bereits eine Buhne, deren Sinn darin besteht, den Strand bei Sturm vor der wütenden See zu schützen.

43. Eine Postkarte aus dem Jahre 19 J 2. Nicht nur der Gastwirt Völter und Bademeister Gustav Stemhagen sorgten am Strand des' Schwarzen Busches' für das leibliche Wohl. Auch die Gaststätte ' Zur Insel ' war dort mit einer Bude vertreten. Ernst Lernbke, der vor Schümann und Groth diese Gastwirtschaft in Kirchdorfbetrieb, hatte hier einen kleinen Schuppen, den er fantasievoll 'Seestern' taufte. Er versorgte hier die Sommerfrischler mit Getränken. Von links erkennen wir den Hund Prinz, Agnes Steinhagen, Erna Lembke (später Post), in der Tür stehend. Liegend haben es sich Minna Lembke (später Groth) und Annemarie Lembke (später Ripke) vor der Bude für den Fotografen bequemgemacht.

44. Hinter der 'Secgraswerbung' in alten Zeiten auf der Insel Poel verbarg sich für die Insulaner einharter Erwerbszweig, dem selbst auch Poeier Frauen an windigen Tagen oder Nächten nachgehen rnußten.je nachdem, wie stark und aus welchen Richtungen der Wind blies. Dieser begehrte Werkstoff zur Füllung von Matratzen und Polstern wie auch als Material für Dämm- und Isolierzwecke war ein willkommener Nebenverdienst der nicht gerade reichen Fischerfamilien. An den Stränden nahm man eine genaue Streckeneinteilung vor. Der 'Werber' mußte das von der unterseeischen Weide losgerissene und angespülte Seegras in mühevoller Arbeit mit der Forke bergen. Wir sehen auf diesem Foto aus dem Jahre 1929 zwei Poeier Frauen bei der Seegraswerbung in der Nähe des 'Schwarzen Busches'. Vermutlich ist die rechte Person Anna Evers.

45. Auf dieser schönen Abbildung sehen wir den PoeIer Paul Steinfurth mit seiner Raupe im Jahre 1930 in der Moorwiese am Strand westlich des 'Schwarzen Busches'. Im Schlepp eine schwere Betonwalze, mit der er den moorigen Boden verdichtete. Diese Maschine gehörte zum Hof Kaltenhof. Die Moorwiese wurde von der Poelern intensiv genutzt, denn sie galt als die Heukammer der Insel. Nach der Heumahd war die Wiese dann übervoll von Heureutern (Trockengestellen). Zum Schutz gegen Hochwasser hatte man die Moorwiese mit einem Schott seeseitig gesichert. Paul Steinfurth hatte den Spitznamen "Scheelt". Das rührte von seinem ulkigen Spruch her, den er nach allen möglichen Verrichtungen so hinsagte: 'lek hew dat in 't Schoeit' (Schoelt: Bedeutung unklar).

46. Das als Sommerwohnung bezeichnete Haus im oberen Bildteil gehörte einst dem Gollwitzer Robert Schwartz, der dann dieses Gebäude im Jahre 1910 baulich veränderte. Doch bereits 1928 erkannte er das lukrative Geschäft mit dem Tourismus. Es entstand ein vollkommen neues Gebäude, die Pension Robert Schwartz. Rechts sehen wir das Wohnhaus des Landwirtes Lernbcke, das heute noch Wohnzwecken dient. Die riesigen Scheunen allerdings haben bereits das Zeitliche gesegnet. Im unteren Teil des Bildes ist eine dichtumlagerte Umkleidekabine am Gollwitzer Strand zu erkennen. Hans Lembcke verschickte diesen Gruß im Jahre 1905.

47. Einen lustigen und kuriosen Fehldruck hatte der Wismarer Fotograf Hahn im Jahre 1930 hergestellt. Den Dorfteich mit den munter schwimmenden Gänsen vor der Gollwitzer Pension Robert Schwartz versah er mit dem Schriftzug: 'Strandleben bei Gollwitz ... '

48. Eine schöne Idylle im Sommer 1930 am Strand von Gollwitz. Neben den Strandkörben, die ein selbstverständlicher Service der Pension Robert Schwartz waren, hatten die Gäste auch einen kleinen Anlegesteg für Boote zur Verfügung. Unter fachkundiger Anleitung des Pensionwirtes wurden dann auf Wunsch Segel- und Ruderpartien unternommen. Beliebtes Ausfiugsziel war die Vogelschutzinsel Langenwerder, von der die Gäste dann oft bekleckert heimkehrten. Robert Schwartz sehen wir hier auf diesem Foto links in einem der Ruderkähne auf Fahrgäste wartend.

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