Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten

Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten

Auteur
:   G. Klebes
Gemeente
:   Inselbahnen Deutschlands, Die
Provincie
:   Inselbahnen Deutschlands
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2003-6
Pagina's
:   184
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten'

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33. Auf der Pfahljochstrecke im Bereich des Wattenmeeres sehen wir hier im Jahre 1897 einen gemischten Zug mit Lokomotive 'Melitta', Krauss in München lieferte diese Maschine mit FabrikNummer 631 im Jahre 1876 an die Firma Brauns in Bischhausen, dort hatte sie bereits den Namen 'Melitta'. Ursprünglich war sie als Baulokomotive in einer Kiesgrube bei Westerende im Einsatz, ehe sie zur Banfirma Habich & Goth kam. Die Lok bewährte sich recht gut; 1900 wurde sie sogar mit einem neuen Kessel ausgerüstet. Durch Anlieferung neuer Loks auf Borkum brotlos geworden, verkaufte man die Maschine im Jahre 1925 als Baulok nach Emden.

" Er muss hinaus! " /'

34. 'Er muß hinaus!' steht unter dieser harmlos wirkenden Bildpostkarte von 1904. Beim näheren Betrachten erkennen wir einen Reisenden, der mit einem Stiefeltritt auf den Bahnsteig von Borkum befördert wird, er trägt unverkennbar jüdische Züge. Aufklärung hierzu gibt uns ein Reiseführer von 1911: Israeliten ist vom Besuch Borkums dringend abzuraten, da sie sonst gegenwärtig sein mûssen, von den zum Teil antisemitischen Besuchern in rücksichtsloser Weise belästigt zu werden. Borkum war seinerzeit 'Deutsches Volksbad'.

35. Den Bahnhof Borkum Anfang der zwanziger Jahre zeigt dieses Foto. Wir sehen einen schweren Personenzug. Die offenen Sommerwagen tauchen in den offiziellen Statistiken nicht auf; es handelt sich offensichtlich um Selbstbauten, die spater der Marine für Soldatentransporte überlassen wurden. Links erkennt man das 'Bahnhofs-Hotel'.

36. Es versteht sich fast von selbst, daß die Nationalsozialisten das 50jährige Jubiläum der Inselbahn propagandistisch ausnützten. Von links erkennen wir hier im Jahre 1938 aufgestellt: 'Münster', 'Borkum' und 'Leer'. Während die erstere 1948 verschrotter und die letztere 1944 durch einen Bombonangriff zerstört wurde, hat die 'Borkum' bis in die heutige Zeit überlebt. Sie steht als Denkmal am ehemaligen Bahnhof von Bevern (bei Brernervörde), der heute ein Gasthof ist. Sie heißt nun 'Black Molli' - möglicherweise in Anspielung auf die denkrnalsgeschützte, ebenfalls 900-mm-Spurbahn Bad Doberan-Ostseebad Kühlungsborn West, die der Volksmund liebevoll 'Molli' nennt.

37. Zum 50jährigen Jubiläurn der Inselbahn am 15. Juni 1938 zog die 'Münster' einen der Züge in den Borkumer Bahnhof. Die Maschine wurde 1925 unter der Fabriknumrner 4509 von der Düsseldorfer Lokomotivfabrik Hohenzollern hergestellt und war bis 1948 im Einsatz.

38. Ein Kleinbahnzug ist gegen Mitte der fünfziger Jahre in den Loogsterdünen unterwegs von der Reede zum Ort. Der Zug besteht aus Dampflok 'Borkum', dem Marinewagen 1 (ehemaliger Sanitätswagen der Militärkommandantur Borkum), drei Wagen der Weyer-Bauart und Packwagen 39. Im Hintergrund grüßen die Umrisse von Borkum mit dem Alten (rechts) und dem Neuen Leuchtturm (Mitte).

39. Den Bahnhof Borkum etwa Mitte der fünfziger Jahre zeigt diese Ansichtskarte mit der Dampflokomotive 'Münster'. Rechts erkennen wir die kleine Motordraisine Nummer 3. Es war ein 1937 vom Draisinenbau Berlin für die Militärbahn gebautes Fahrzeug von 20 PS Leistung und sechs Sitzplätzen, das erst 1950 zur Inselbahn kam und im Herbst 1961 verschrottet wurde.

40. In den ersten Nachkriegsjahren übernahm die Inselbahn von der Marine zwei Diesellokomotiven, die 1948 und 1951 in Betrieb genornmen wurden. Im Jahre 1957 folgte eine dritte Lokornotive, die neu von der Firma Schöma angeliefert wurde, Es waren dies die 'Leer' (dieselmechanischer Antrieb), die 'Emden' (dieselelektrisch) sowie die 'Münster' (dieselhydraulisch). Alle drei Maschinen sind heute noch verhanden. Unser Bild zeigt die Lokornotive 'Münster' vor einem gemischten Zug auf der zweigleisigen Strecke zwischen Dorf und Reede.

Dagebull-Oland-Langeneß (vergleichen Sie auch mit Abbildung 16)

41. Die Halligen bilden mit den Marschinseln Nordstrand (39 Quadratkilometer) und Pellworm (38 Quadratkilometer) sowie den eigentlichen Halligen mit 20 Quadratkilometern, darunter Langeneß und Oland, die Reste der einst so fruchtbaren Landschaft AltNordstrand, die vor der Zerstörung durch die Flut von 1634 ausschließlich von Friesen bewohnt war. Im Jahre 1927 baute das Amt für Land- und Wasserwntschaft in Husum eine Feldbahn zur Hallig Oland, die eine Spurweite von 900 Millimetern hat. Durch das Wattenmeer wurde ein 4,7 Kilometer langer Bohlendamm errichtet. Es gibt keinen öffentlichen Verkehr; jedoch befördern Einheimische Gaste, Angehörige, sowie lebensnotwendige Güter mit primitiven Segel- und Motorloren. Unser Bild zeigt den Bohlendamm, der bei Flut meist unter Wasser ist.

42. Über die InselOland, die wir hier im Hintergrund erkennen, führt die Fahrt durch blumenübersäte Marschwiesen, mitten durch Weideland, vcrbei an einer kurzen Abzweigung, zum Inselbahnhof. Nach Überqueren des Eilandes erreicht man nach weiteren 2,7 Kilometern Dammstrecke die Insel Langeneß, wo die 10,6 Kilometer lange Gesamtstrecke endet. Die Bahn ist für die weitere Landgewinnung unerläßlich und hat deshalb auch Aussicht, in der Zukunft zu bestehen, obwohl der Erhalt der Bahn sehr kostspielig ist.

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