Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten

Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten

Auteur
:   G. Klebes
Gemeente
:   Inselbahnen Deutschlands, Die
Provincie
:   Inselbahnen Deutschlands
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-2003-6
Pagina's
:   184
Prijs
:   EUR 19.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Inselbahnen Deutschlands in alten Ansichten'

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Fehmam (vergleichen Sie auch mit Abbildung 9)

43. Die Insel Fehmarn ist mit 185 Quadratkilometern die zweitgrößte deutsche Insel. Der volkstümliche Name für die Insel ist 'Knust'. Sie erreichte Berühmtheit durch den Bau der 'Vogelfluglmie' Anfang bis Mitte der sechziger Jahre, Anschluß an das Bahnnetz erhielt die Insel erst im Jahre 1905, als die damalige Kreis Oldenburger Eisenbahn den Trajektvcrkehr über den Fehmarnsund aufnahm. Gleichzeitig wurde die Strecke nach Burg und Orth eröffnet. Im Volksmund hieß die Kleinbahn 'Therese'. Unsere Archivaufnahme zeigt einen Personenzug gezogen von einer Lokomotive der Nummernreihe 1-9 (3/3-gekuppelte Naßdampf-Tenderloks) im Jahre 1916 in den Bahnhof Burg einfahrend.

44. Im Jahre 1927 wurde die Trajektanlage erneuert und ein neues Fährschiff, die 'Fehrnarri', in Dienst gestellt. Unser Archivbild zeigt die neue Anlage auf der Inselseite in Fehmarnsund. Sie wurde von der Firma Jucho in Dortmund erbaut und ersetzte die alten Klappbrücken. Das Fährschiff 'Fehmarn' wurde bei der Werft Nobiskrug in Rendsburg erbaut und am 9. November 1927 nach Fehmarnsund überführt,

45. Fehmam bist Du getauft, Fehmarn, in unserer alten Weltgeschk:hte ehrend genannt, zeige auch Du Dich diesem Namen wiirdig. Du solist eine Brücke sein von hiiben nach drûben. Vom Mutterland zur Insel ständig wirst Du den Sund durchqueren, im Sonnenschein wird Dein Name glänzen, auch mit Wind und Wetter wirst Du kämpfen. Wie diese Rosen an ihrem Strauch dem Wind und Wetter trotzen, so trotze auch Du dem Wind und Wetter und kehre stets, wie heute, glûcklich zurück zu Deinem Haten. (Aus einer Rede anläßlich der Ubergabe des Schiffes.) Unsere Ansicht zeigt die 'Fehrnarn' um 1930 in Fehmarnsund mit einem der Triebwagen, rechts erkennt man das kleine Fährboot 'Rolf".

46. Gleichzeitig mit der Modernisierung des Fährbetriebes beschaffte die Kreis Oldenburger Eisenbahn neue Lokomotiven, die bei der Allgemeinen Elektrizitäts-Gesellschaft in Berlin gebaut wurden. Es handelte sich hierbei um eine 4/4-gekuppette Heißdampf-Tenderlokomotive von zehn Metern Länge und einem Gesamtachsstand von 4300 Millimetern. Beide Maschinen kamen 1941 mit Übernahme der Kreis Oldenburger Eisenbahn an die Deutsche Reichsbahn, erhielten dort die Reichsbahn-Nummern 92441 und 92 442. Die letztere gelangte über die Hohenzollerischen Landesbahnen an die Gesellsohaft zur Erhaltung von Schienenfahrzeugen in Stuttgart.

47. Durch den ansteigenden Bedarf an Decksfläche für den Straßenverkehr, entschloß sich die Reichsbahn 1949 ein weiteres Fährschiff anzukaufen. Man entschloß sich für die 1940 auf der Schiffswerft Kuszewsky in Königsberg erbaute 'Fraucke'. Sie fuhr während des Krieges für die Marine in Pil1au und wurde nach dem Umbau auf den Namen 'Schleswig-Holstein' getauft. Unsere Ansichtskarte zeigt den Trajekt bei der Hafeneinfahrt Fehmarnsund. Mit der Eröffnung der FehmarnsundBrücke am 30. April 1963 endete der Fährdienst. Das Schiff wurde nach Italien verkauft und gehört nun Felice Giuffre; es verkehrt unter dem Namen 'Ferry Capri' als Autofähre zwischen Neapel und Capri.

48. Obwohl 1949 ein zusätzliches Schiff eingestellt wurde, mußte die 'Fehmarn' zur Hebung der Wirtschaftlichkeit modernisiert werden. Die Bundesbahn entschloß sich, eine Dieselanlage einzubauen und das Schiff um 15 Meter zu verlängern. Am 18. September 1951 wurde die umgebaute 'Fehmarn' wieder in Dienst gestellt. Der Fährdienst endete nach 60 Betriebsjahren mit Eröffnung der Vogelfluglinie. Vorher beförderten beide Zugfähren mehr als 400 000 Tonnen Material für den Brückenbau der Fehmarnsundbrücke. Die 'Fehmarn' wurde ebenfalls nach Italien verkauft und wird jetzt von der Reederei Caronte Association unter dem Namen 'Peloritano' als Autofähre in der Meerenge von Messina eingesetzt.

Hela

49. Die Halbinsel Hela ist 36 Kilometer lang und ragt vom Festland aus südöstlich in die Danziger Bucht hinein. Sie bildet dabei das Putziger Wiek. An der schmalsten Stelle ist sie nur 400 Meter breit, an der breitesten knapp drei Kilometer und wird meerwärts durch eine dreifache, bis 25 Meter hohe Dünenkette vor den nagenden Wellen geschützt. Oft war der Verkehr auf der Strecke durch starke Schneefälle behindert, wie hier im Januar 1941.

50. Zwischen den Orten Heisternest und Hela lag während des Zweiten Weltkrieges ein Marinestraflager, durch das die Bahn führte, Das Lager war durch scharf bewachte Tore gesichert. Die Halbinsel ist mit Nadelhölzern bewaldet, deshalb wurden die Lokomotiven wegen des Funkenfluges mit Ölfeuerung ausgerüstet. Schon bei den Polen war das Fotografieren auf der militärisch wichtigen Halbinsel verboten. So erst recht während der nationalsozialistischen Zeit. So sind wir glücklich, Ihnen wenigstens einige ausdruckstarke Winteraufnahmen der Strecke zeigen zu können, wie hier eine Henschel-Schneeschleuder im Win ter 1941.

51. Der Personenverkehr auf der Bahn war von Anfang an gering, was verständlich erscheint; denn es war eine reine Zubringerbahn zum Kriegshafen Hela. Zunächst ab 1922 für die Polen und dann für die Deutschen. Der Güterverkehr bestand in erster Linie aus Versorgungsgütern für die Kriegsmarine. Die Bahntrasse war eintönig und fügte sich dem Gelände an, das etwa fünf bis zehn Meter über dem Meeresspiegel liegt. Daher gab es keine größeren Einschnitte und Dämme. Da aber, wo leichte Böschungen beiderseits der Linie vorhanden waren, gab es in den Wintern böse Verwehungen. Die Reichsbahn setzte damals alles verfügbare Material ein, um die für die Marine wichtige S

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