Die Lübecker Bucht in alten Ansichten

Die Lübecker Bucht in alten Ansichten

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Lübecker Bucht, Die
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4927-3
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Lübecker Bucht in alten Ansichten'

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9. In Warnemünde verschmolzen sich schon um die Jahrhundertwende beide Funktionen des Ortes als Bade- und Hafenort auf engem Raum. Eine Trennung von beiden wie in Travemünde oder gar in Swinemünde gab es nicht. Die Abbildung zeigt rechts den breiten Strand mit dem feinen Sand und den im Hintergrund gelegenen Strandbädern: vorn das Herrenbad, hinten das Damenbad. Landeinwärts folgen ein StrandwaIIsaum, die breite Bismarck-Promenade, der sich nach links verjüngender Rabattenteil und schließlich die Seestraße mit den Hotels und Pensionen.

10. Die alte Abbildung zeigt die Hafeneinfahrt Wamemündes von der Landseite. Der weiße Fährdampfer sucht sich zwischen den beiden Molen die Fahrrinne in das Hafenbecken, das im Rücken des Betrachters liegt. Hier befindet sich auch der Bahnhof. Als deutliches Band erkennt man die baumbeschattete Straße 'Am Strom'. Am Wasser sieht man auch die Anlegeplätze für die Personendampfer. Am rechten Ufer der hier sehr engen Wamowmündung liegt der Yacht- und Segelhafen.

11. Neben dem regelmäßigen Schiffsverkehr der Frachter, Fähren (Rostock, Gedser), Sonderdampfer (Mön, Graal, Heiligendamm, Müritz) ist das Segeln für Wamemünde als Wassersportart von besonderer Bedeutung. Außer den Einwohnern kommen auch ortsfremde Segler nach Warnemünde. Die Aufnahme zeigt verschiedene Segelbootgrößen in der Warnowmündung.

12. Die Segelregatten fanden in Warnemünde auch schon um die Jahrhundertwende auf offener See statt. Die Rückfahrt erfolgte an der Westmole an den vielen Schaulustigen verbei. Auch sie sollten voll auf ihre Kosten kommen und sich an dem besonderen Anblick weißer Segel erfreuen können. Die alte Ansicht von 1902 (Poststempel) zeigt die Rückkehr der Regattateilnehmer vor der Hafeneinfahrt von Warnemünde.

13. Nordöstlich von Bad Doberan liegt das Ostseebad Nienhagen. Die Küste ist hier eine Steilküste, die in Richtung Warnemünde in der Stoltera ihre höchste Erhebung erreicht. Der Strand ist schmal und grobkörnig. Tortzdem gab es hier in Großmutters Zeiten nicht nur Strandkorburlauber für einen Naturstrand, sondern auch eine hölzerne Badeanstalt, die weit in die Ostsee reichte.

14. Die Luftbildaufnahme mit dem Poststempel vom 13. Juni 1934 zeigt die Stadt Bad Doberan. Schon im 12. Jahrhundert haben sich hier die Zisterziensermönche niedergelassen und ein Kloster gegründet. Im Bild ist die im Jahre 1368 geweihte Klosterkirche rechts hinten zu sehen. Das turmlose Gotteshaus, die Zisterzienser errichteten meistens keinen aufwändigen Glockenturm, gilt als Meisterwerk der Gotik und hat ein 28 m hohes Gewölbe. 'Sie ist zwar bescheiden in ihren Ausmaßen und führt ein stilles, ländliches Dasein, um so größer aber ist der Adel ihrer Erscheinung und der künstlerische Wert ihrer Gestaltung' (Wolff, S. 121). Ganz anders erscheinen die meist ein- bis zweistöckigen Gebäude, die entweder Mehrfamilienhäuser sind oder als Pensionen dienen. Im 19. Jahrhundert war Doberan der Lieblingssommersitz Großherzogs Friedrich Franz 1. Unter seinem Nachfolger erhielt der Ort im Jahre 1879 die Stadtrechte.

Dèberan - Kamp mil MJsik- und lesetempel

15. Als Stahlbad mit Eisenrnoorbädern, Spielbank und Pferderennen (seit 1840) galt Doberan im 19. Jahrhundert als das 'Luxusbad der Aristokratie' (Meyers Reisebuch, S. 184). Es war kein eigentliches Ostseebad wie Heiligendamm; aber es wurde mit der am Ort im Jahre 1820 entdeckten Stahlquelle und Bädern aller Art ein aktives Badeleben entwickelt, daß der Ort schließlich im Jahre 1825 die offizielle Anerkennung erhielt und im Stadtnamen die Bezeichnung 'Bad' tragen durfte. Der abgebildete Kamp mit dem Musik- und Lesetempel ist die Hauptanlage Doberans. Die Pavillons sind achteckig und von einem Säulengang umgeben. Der Innenraum kann als Lese- bzw. Musiksaal genutzt werden. In der Mittagszeit zwischen 12.00 und 13.00 Uhr fanden hier früher regelmäßig Kurkonzerte statt.

16. Die Fliegeraufnahme zeigt das Ostseebad Heiligendamm als Schrägluftbild von der Wasserseite. Links von der Mitte erkennt man als niedriges klassizistisches Gebäude mit Dreiecksgiebelbekrönung das Kurhaus. Während links davon der Neue Flügel steht, befindet sich rechts das Bade- und Logierhaus. Beide Häuser überragen das Kurhaus. Durch die u-förmige Anlage dieser Gebäude mit der Öffnung zur See entsteht zwischen dem Kurhaus und dem Strand eine öffentliche Grünanlage, der Kurplatz. Im Vordergrund erkennt man die 'Perle'. Die im englischen Stil gehaltene Burg ist ein Logierhaus. In der Reihe dahinter erkennt man von links die Gebäude der Post, die Krone sowie die Großherzogliche Sommerresidenz. Ganz rechts am hinteren Bildrand ist die ehemalige Kottage der Großherzogin zu sehen. Dahinter schließt sich der zum Seebad zählende große Buchenwald an, in dem ausgedehnte Wanderungen durchgeführt werden können.

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17. Heiligendamm ist das älteste Seebad an der Ostseeküste. Es wurde schon im Jahre 1793 offiziell als Seebad anerkannt, und zwar noch bevor Travemünde die Anerkennung erhielt. Es ist eine Gründung von Großherzog Friedrich Franz I. Am Kurplatz mit dem Bad und Logierhaus 'Grand Hotel', das links im Bild zu erkennen ist, befindet sich auch der mächtige Granitblock vor dem 'Neuen Flügel', dem später erfolgten Anbau. Der große Granitblock trägt aus Anlaß des 50jährigen Bestehens des Seebades Heiligendamm die Inschrift 'Friedrich Franz I. gründete hier Deutschlands erstes Seebad. 179311843'.

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Joh. Bitter Doberau

18. Zu den Kureinrichtungen des Seebades Heiligendamm zählte auch die Burg Hohenzollern, kurz 'Burg' genannt. Dieses Gebäude ist ein stattliches burgähnliches Logierhaus im englischen Stil. Ecktürme, Zinnen sowie ein runder Eekturm größerer Bauweise geben dem Logierhaus den burgähnlichen Charakter. Die Aufnahme zeigt den Zustand am 7. August 1905.

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