Die Lübecker Bucht in alten Ansichten

Die Lübecker Bucht in alten Ansichten

Auteur
:   Uwe Bremse
Gemeente
:   Lübecker Bucht, Die
Provincie
:   Schleswig-Holstein
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-4927-3
Pagina's
:   112
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Lübecker Bucht in alten Ansichten'

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79. Dieses Schrägluftbild zeigt den Neustädter Hafen etwas genauer in seinen Einzelheiten. Man kann nicht nur in das Binnenwasser hineinschauen, sondern man sieht auch Einrichtungen der Infrastruktur eines Hafens: Anlegestellen für Frachtschiffe und Kutter, Kaianlagen, Gleise für den Transport von Massengütern, Lagerschuppen, Pferdewagen für die regionale Verteilung usw. Die Zeit der Motorboote ist angebrochen; aber die Frachtschiffe stehen noch mit Takelage im Hafen von Neustadt.

Jungfemstirg

80. Die kolorierte Postkarte trägt den Poststempel vom 20. Juni 1909 und zeigt den Jungfernstieg in Neustadt. Ein Wanderweg führt vom Hafen von Neustadt in Richtung Lübecker Bucht zur offenen See, wo man am Ende des Uferwanderweges auch die Seebadeanstalt erkennen kann. Auf hohen Stelzen stehen die Umkleidekabinen. Ein erstes Segelboot von dem am 1. Mai 1925 eröffneten Deutschen Hochsee-Hansa-Sportverband am gegenüberliegenden Ufer weist auf diese Sportart hin und läßt erahnen, daß auch auf dieser Seite - etwa da, wo die Fahne im Wasser steht - der Neustädter Seglerverein sich ansiedeln wird.

81. Der Bliek über das Wasser führt am Hohen Ufer entlang zum Ostseebad Pelzerhaken, das zu Neustadt gehört. Das Hohe Ufer ist ein Steilufer an der Lübecker Bucht, das jährlich durch den inneren und äußeren Küstenverfall abgebrochen und zurückverlagert wird. Im Spülsaum des Steilufers finden Geschiebesammler viele Fossilien, das sind versteinerte Lebewesen. Im Hintergrund erkennt man den Ort Pelzerhaken. Besonders auffallend ist die Marinefunkstation, deren hohe Türme schon vor dem Ersten Weltkrieg errichtet worden sind. Die Türme verunzieren das heutige Landschaftsbild nicht mehr.

82. Im Ortsteil Pelzerhaken von Neustadt wurden nicht nur ein Leuchtturm mit einer Reichweite von 12 Seemeilen und die Marinefunkstation errichtet; auch dem Fremdenverkehr an der Lübecker Bucht wurde Rechnung getragen. Im Jahre 1906 wurde von Kapitän Adolf Marsen aus Heiligenhafen das Strandhaus 'Eichenhain' errichtet. Das Grundgerüst für dieses Haus in Pelzerhaken bildete das Holz des finnischen Seglers 'Haken', der vor Neustadt kenterte. Mit dem Strandhaus 'Eichenhain' war die bauliche Entwicklung Pelzerhakens und die Hinwendung zum Fremdenverkehr eingeleitet worden.

83. Wenn man von Pelzerhaken über Rettin in Richtung Grömitz am Strand entlangwandert, steigt das Ufer vor Grömitz wieder zu beachtlicher Höhe an. In jedem Jahr bricht das Steilufer ein wenig ab. Am Strand bilden sich Halden von Steiluferabbruchsmaterial. Bei Hochwasser wird dieses aufgeweicht und von der Strömung küstenparallel verfrachtet. Die großen Findlinge werden dabei freigespült und liegen als Wellenbrecher und natürlicher Küstenschutz am Strand. Früher wurden diese kleinen Felsen auch als Baumaterial verwendet, z. B. für Hausfundamente, Trokkenmauem, Kirchenbau, Hofeinfassungen und Straßenbau.

84. Einen Überblick über das Ostseebad Grörnitz vermittelt das Schrägluftbild. Das alte Dorf Grömitz liegt landeinwärts und in Strandferne. Die ersten Kureinrichtungen befinden sich aber schon in der Nähe des Strandes, der von einem Kiefernwald getrennt liegt. In der Uferzone sind mehrere kleine Bootsstege der Fischer - an einigen Stegen haben Boote festgemacht - und die große Seebrücke. Hinter dem Ostseebad Grömitz erkennt man als gerade Linie den Deich bis Lenster Strand, während hinten links unterhalb des Horizonts der ehemalige Klostersee von Cismar zu sehen ist. Im Vordergrund dominiert die Knicklandschaft.

Ostseebeä Grömitz i Holst.

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85. 'Auch in diesem Jahre möchten wir Dich nicht vergessen und Dir aus unserer sonnigen Sommerfrische am schönen Ostseestrande einen herzlichen Gruß senden' heißt der Urlaubsgruß auf der Rückseite der Postkarte. Die angesprochene 'sonnige Sommerfrische am Ostseestrand' ist Grörnitz. Auf der Nordseite der Lübecker Bucht gelegen, hat das Ostseebad Grömitz die meisten Sonnenstrahlen der bisher hier dargestellten Bäder, so daß der Ort sich mit recht 'Ostseebad an der Sonnenseite' nennen darf. Die Abbildung mit dem Poststempel vom 24. März 1909 zeigt das Strandleben mit ersten Strandburgen, Strandkörben, Badekarren und Fischerbooten und viele Strandbesucher .

86. Die Idylle von zirka 1940 zeigt den Strandbereich von Grömitz. Während der Hotel- bzw. Wohnbereich bis in die Strandwallandschaft hineinreichen und deutliche Spuren menschlicher Umgestaltung erkennen lassen, erblickt man weiter hinten noch natürliche Strandwälle sowie den Strand mit Strandkörben und der damals schon beliebten Seebrücke. Das windgeschützte Gartenhaus erlaubt den Bliek auf die Lübecker Bucht bei jeder Witterung. Die Uferpromenade trennt beide Bereiche noch als Sandweg ab.

Ostseebad Grömitz

Strand

87. Meyers Reisebuch 'Ostseebäder und Städte der Ostseeküste' von 1899 führt das Ostseebad Grömitz weder im Inhaltsverzeichnis noch in den Ortsbeschreibungen auf. Auch im Register fehlt die Ortsangabe, obwohl hier schon im Jahre 1813 die erste Badeanstalt eingerichtet wurde. Trotzdem entwickelte sich das Sonnenbad erst nach der Jahrhundertwende sehr stürmisch zu einem der bedeutendsten Seebäder der Lübecker Bucht und der ganzen Ostseeküste. Die alte Ansicht vermittelt einen Eindruck vom Strandleben. Neben der Uferlinie ist die Seebrücke eine markante Linie. Während das Strandleben sich beiderseits der Brücke massiert, nimmt die Menge der Strandkörbe mit der Entfernung von der Seebrücke ab. Das ist auch heute noch so, aber nicht mehr ganz so deutlich.

88. 'Das Ostseebad der Sonnenseite' der Lübecker Bucht zeigt sich in der alten Ansicht mit dem Poststempel vom 15. Juli 1933 von einer ganz anderen Seite. Die sehr bewegte See läßt an der hölzernen Seebrücke ihre Wellen brechen und über den Holzsteg sprühen. Trotzdem ist die Sicht klar und gestattet nicht nur einen Bliek auf den Brückenkopf mit den beiden Holzhäuschen. Man erkennt auch auf der anderen Seite der Lübecker Bucht die Moränenkette der Uferzone zwischen Brook, Hohenschönberg und Hafthagen in Mecklenburg.

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