Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:   Sassnitz-Trelleborg, Die Linie
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6383-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten'

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9 Die feierliche Eröffnung der Postdampferlinie Sassnitz- Trelleborg in Sassnitz.

DerWinter 1896/97 war streng gewesen. Nur mit großer Mühe gelang es, die Sassnitzer Hafenbahn und die Hochbauten rechtzeitig fertigzustellen. Im Bild

oben rechts ist der Raddampfer Freya zu sehen, der fast sechs Jahre zuvor die Testfahrt zwischen Sassnitz und TreIleborg erfolgreich beendet hatte. Er brachte am 29.Apri11897 dieschwedisehen Ehrengäste, unter anderen den Außenminister Graf Douglas und den Innenminister Krusenst-

jerna nach Sassnitz. Am Bahnsteig steht der Zug, mit dem die deutschen Gäste, wie der preußische Eisenbahnminister von Thielen, in Sassnitz ankamen. Nach den Eröffnungsfeierlichkeiten in Küsters Hotel und dem Besuch von Schloß Dwasieden begab sich die Festgesellschaft an Bord

des schwedischen Postdampfers Rex am 30.AprilnachTrelleborg. AufReede liegt der deutsche Kreuzer Gefion. Er begleitete den Rex bis nach TreIleborg.

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10 Die feierliche Eröffnung der Postdampferlinie SassnitzTrelleborg in Trelleborg.

Am Freitag, den 30.Apri11897 um 11.05 Uhr kam der Sonderzug mit den Reichstagsabgeordneten im festlich geschmückten TreIleborg an. 'Genau um 1 Uhr gleitet der Rex, Schwedens größter und elegantester Passagierdampfer, in sachter Fahrt in den Hafen von TreIleborg. Unter Hurrarufen und der Musik des Södra Skinska Infanterieregiments, das deutsche Volkslieder und "Hör us Svea" spielte, wurden das Schiff und die ankommenden Gäste begrüßt und ins Rathaus geleitet. Danach reisten die Gäste mit einem Sonderzug nach Lund und dann nach Malmö, wo die Eisenbahnverwaltung ein Essen gab', schrieb die TreIleborger Zeitung.

11 Der schwedische Postdampfer Rex im Sassnitzer Hafen.

Am 1. Mai 1897 begann der planmäßige Betrieb. Auf der ersten Fahrt reisten dreißig Passagiere mit dem Rex der Reederei Sverige- Kontinenten nach Sassnitz. Eine Hin- und Rückfahrkarte kostete damals 15 Kronen. Für die Orte am Ausgangspunkt der Linie begann eine Zeit des wirtschaftlichen Aufschwungs. Für Sassnitz/Crampas förderte die Schiffslinie die Beschäftigung der Einwohner auch außerhalb der Saison. Die Eisenbahn, die Post, der Zoll und Speditionsfirmen, wie die Firma Lesshafft, brachten neue Arbeitsplätze.

Der Vertrag zwischen Preußen und Schweden sah zunächst täglich eine Abfahrt von TreIleborg und Sassnitz mit Schnellzuganschlüssen von und nach Stockholm bzw. Berlin vor. Schon ab 1898 gab es täglich zwei Abfahrten van beiden Häfen.

12 Der Kontinentaldampfer Svea im Trelleborger Hafen.

Die Svoo war damals Schwedens größtes Passagierschiff, 85 m

lang und 21m breit über die Radkästen. 'Stand man auf der alten Mittelbrücke des TreIleborger Hafens und sah die Svoo ausfahren, war es so, als wenn sie die ganze Hafeneinfahrt ausfüllt. Nicht weniger problematisch sah es von der Kommandobrücke aus. Da die Hafeneinfahrt nur 40 m breit war, mußte man schon die Zunge im Mund geradehalten bei der Ein- undAusfahrt. Das Schiff hatte eine elegante Einrichtung, einen sehr schönen Speisesaal, einen großen königlichen Salon und äußerst komfortable Kabinen. Es war fantastisch, wenn man in den Maschinenraum kam und alles sich bewegen sah. Die Maschine schaffte 27 1/, Umdrehungen in der Minute. Jedes Schaufelrad wog eine Tonne',

berichtet der damalige erste Steuermann des Schiffes, Carl Ericsson. Der Postdampfer Svoo war 1878 in Glasgow als Princess Elisabeth für den Liniendienst Vlissingen-Eng land gebaut worden. Die Reederei Sverige Kontinenten kaufte das Schiff, als 1898 zwei täglicheAbfahrten von Sass-

nitz und TreIleborg notwendig wurden. Die Reederei Bräunlich erwarb das Schwesterschiffund nannte es Germania.

13 Ein Zug der Malmö- Kontinentsjärnväg vor dem Bahnhof Trelleborg nedre.

Fototermine von Bahnhofspersonalen vor ihren Bahnhöfen sind Bilddokumente von großem persönlichen und historischen Wert. Sie zeigen in eindrucksvollerWeise den Stolz der Eisenbahner auf ihre Bahn, der sie durch Pünktlichkeit, Sauberkeit und Freundlichkeit zu dienen gewillt sind. Der BahnhofTrelleborg nedre und sein neogotisches Empfangsgebäude mit seinem Turm, den Giebeln und Gauben ist bis heute ein unverwechselbares Symbol fürTrelleborgs Stadtsilhouette. Der Kontinentzug ist hier als Fotoobjekt neben der Bahnhofshalle eingefahren, wo die Gleise der Hafenbahn beginnen. Über die kleine Drehscheibe im Vordergrund ließen sich die Waggons zu den Postdampfern rangieren. Die Malmö Kontinent-Järnvägen

beschaffte 1897 mehrere Lokomotiven für den Personen- und Güterzugdienst, darunter auch die Lokomotiven MKontJ 2 bis 4, von denen eine auf dem Bild zu sehen ist.

14 Die Strandung des Postdampfers Rex.

Trelleborg verließ. Am Morgen des 27. Februar 1900 ging von Sassnitz ein Telegramm an die Postdirektion in Berlin: 'hier 4.30 fälliger dampfer rex bei blandow nahe lahme bei nordoststurm und nebel gestrandet. Beim landen mit boot sollen auch menschenleben verloren sein ... l' Das

Boot, das mit dem ersten Offizier Lysander, einem Matrosen und fünfFrauen vom Küchenpersonal versuchen sollte das Ufer zu erreichen, war zwischen den Steinen zerschellt; die Frauen ertranken, der Matrose starb, nur Leutnant Lysander überlebte das Unglück. Das Schiffbrach drei

Das 20. Jahrhundert begann an der Ostseeküste mit Schnee, Sturm und Eis. Auch am 26. Februar 1 900 tobte ein or kanartiger Sturm als der Dampfer Rex am späten Abend den Hafen von

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Tage später auseinander und wurde verschrottet. Schweden hatte sein damals schönstes Schiff verloren.

15 Der Dampfer N ordstjernan im Sassnitzer Hafen.

Die Rex-Katastrophe brachte die schwedische Reederei Sverige Kontinenten in große Bedrängnis. Sie konnte nicht so schnell ein gleichwertiges Schiff in Dienst

stellen. Man mußte sich mit dem schon 1871 gebauten Nordstjernan behelfen, der für den Einsatz bei der Sassnitzlinie in Stockholm kurzfristig modernisiert wurde. Das Bild zeigt den Dampfer im Sassnitzer Hafen mit dem Bahnhofsgebäude im Hintergrund.

Auf dem Hochufer ist das Hotel Prinz Heinrich von Preußen zu sehen.

16 Der Sassnitzer Postdampferhafen um 1905.

Die beiden Aufnahmen zeigen den Sassnitzer Postsdampferhafen in der Blütezeit des Postdampferverkehrs. Auf dem Bild präsentieren sich in eindrucksvoller Weise das dekorative Bahnhofsgebäude

und der Postdampfer Imperator. Auf dem Hochufer thronen von links nach rechts die Hotels und Pensionen Prinz Heinrich, Geschwister Koch, Villa Wachtmeister, sowie der Strandhof mit seiner Orangerie Seeschloß. Alle Gebäude am Hafen mußten in Fachwerkbauweise errichtet wer-

den, da das gesamte Hafengelände aus frisch aufgeschüttetem Boden bestand. Bei der Eröffnung der Postdampferlinie 1897 stand das Bahnhofsgebäude unmittelbar an der Kaimauer.

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17 Der Postdampfer Imperator im Hafen von Trelleborg.

Der Postdampferkai in Trelleborg lag unmittelbar vor der rechts abgebildeten Kontinent-RoutensExpedition. Dahinter liegt das Tullpackhus 1 (Zollpackhaus 1), und das am 5. Oktober 1908 vom schwedischen König eingeweihte repräsentative Stationsgebäude Trelleborg N edre (später Trelleborg C). Gegenüber ist die Tullkammer (Zollkammer) zu sehen. Hier befindet sich heute das Büro von HANSA-ferry Beim Imperator ist die Paketluke geöffnet über die Gepäck und kleineres Stückgut verladen wurden. Diese veraltete Verladetechnologie führte bei steigendem Transportaufkommen nach der Jahrhundertwende oft zu Verspätungen aber auch zur Beschädigung der Fracht. Dadurch fand die Idee, eine Eisenbahnfähre nach Deutschland einzusetzen, immer mehr Befürworter.

18 Postdampfer Odin.

Der von den Niederlanden gekaufte Raddampfer Germania erfüllte schon bald nicht mehr die Anforderungen des Postdampfer- und Seebäderverkehrs. Als Ersatz beschaffte die Reederei Bräunlich 1902 den Dampfer Odin. Die Odin war nach der Einstellung des Postdampferbetriebs bis 19 14 auf der Linie StettinRügen und Sassnitz-Rönne eingesetzt, war Hilfsminenleger im Ersten Weltkrieg, wurde als Reparationsleistung abgeliefert, zurückgekauft und wieder im Rügen- und Bornholmdienst eingesetzt. Das Schiff sank 1944 bei einer Übung in der Danziger Bucht.

INSEL RÜGEN

Dampfer Odin

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