Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:   Sassnitz-Trelleborg, Die Linie
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6383-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

Levertijd: 2 - 3 werkdagen (onder voorbehoud). Het getoonde omslag kan afwijken.

   


Fragmenten uit het boek 'Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten'

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

19 Der schwedische Postdampfer Prinzess Margarete und die deutschen Postdampfer Imperator und Odin in Sassni tz,

Die schwedische Reederei Sverige Kontinenten konnte den Verlust des Postdampfers Rex im Jahre 1900 nicht vollwertig ersetzen. Im Jahre 1907 schied sie aus dem Postdampferverkehr aus und die neue Reederei Sverige Tyskland übernahm den Liniendienst mit anderen Schiffen. Die Primess Margarete war ein Neubau nach dem Volbild des deutschen Dampfers Odin. Das hölzerne Bollwerk vor dem Empfangsgebäude wurde erst um 1900 vor die Kaimauer gesetzt. Die deutschen Schiffe waren neben dem Postlinienverkehr auch auf den Linien Stettin-Sassnitz und Sassnitz-Bornholm eingesetzt.

20 Der Postdampfer Prinzess Margarete gestrandet.

Der Postdampfer Prinzess Margarete strandete bei Nebel in der Nähe von Stubbenkammer. In den Zeitungen wurde schon die Frage nach einerWiederholung der Rex-Katastrophe gestellt. Durch einen glücklichen Zufall drehte sich aber der Wind. Bei dem eintretenden Hochwasser kam das Schiff fast unbeschädigt wieder frei.

21 Der Trelleborger Hafen um die Jahrhundertwende.

Der StandortTrelleborg wurde durch den Ausbau des Hafens für die Industrie erst interessant. Gute Import- und Exportmöglichkeiten über den Hafen führten unter anderem zur Gründung der Trelleborger Gummifabrik und anderer Betriebe. Während im Hafen heute der Fährverkehr dominiert, war Trelleborg in der Vergangenheit ein bedeutender schwedischer Im- und Exporthafen für Brennstoffe, Holz, Stückgut und Getreide. Das Bild, aufgenommen von der westlichen Mole, zeigt den Kai in den Jahren, als die Zeit der Frachtensegler langsam zu Ende ging. Mehr und mehr Dampfer waren auch im TreIleborger Hafen zu Gast.



. :'

Psu-ti ar Hsunneu.

~~ ... - .~ ..

o Trelleborg.

Iï Y. ,IJ"

22 Hochbetrieb im TrelleborgerHafen.

Dieses Foto ist nicht datiert und auch nicht als Postkarte im Handel gewesen. Die Massenansammlung von Dampfschiffen unterschiedlicher Herkunft und Nationalität im TreIleborger Hafen muß auch den Fotografen sehr beeindruckt haben, als er auf den Turm des Stationsgebäudes TreIleborg nedre stieg, um zu fotografieren.

23 Der Sassnitzer Postdampferhafen mit Kreideseilbahn.

Wo sich heute die Sassnitzer Fähranlagen befinden, endete noch bis 1908 eine Kreideseilbahn. Eigentümer war die Familie von Hansemann, der auch das Schloß Dwasieden gehörte. Hier wurde Kreide transportiert, die in dem noch in der Gegenwart sichtbaren Kreidebruch unterhalb des Lenzberges gebrochen, bei der Verladeanlage in Schiffe verladen und nach Stettin befördert wurde. Mit dem Bau der Fähranlagen und der Westmale entstand eine neue Kreideseilbahn, die im Bereich desWesthafens endete und bis 1945 betrieben wurde.

Das Foto zeigt links oben die damals noch geringe Bebauung des Geländes um die heutige Stralsunder Straße und den Blick auf die Johanniskirche. Deutlich ist die Rampe der Eisenbahnstrecke Sassnitz Hafen-Sassnitz zu erken-

nen.

(0-1' 'SS ~IJ') Q a's::nitz

r-J c .

? ;. __ ; -" ;!!! ~./ 000 ."" ,.~ ~ /

./

24 Der Sassnitzer Hafen um 1905.

Neben dem Postdampfer- und Ausflugsverkehr gab es auch in diesem Hafen konventionellen Frachtverkehr hauptsächlich mit Frachtenseglern. Angelandet wurden Brenn- und Baustoffe. ZurVerladung kamen hauptsächlich Kreide in Fässern oder Schüttgut und Holz. Am Kai im Vordergrund haben zwei Segler festgemacht. Im Bild rechts warten Kreidefässer auf ihre Verladung. Der Segler links im Bild ist an einer der Ankerbojen im Hafenbecken vertäut. Schlaff hängen die Segel zum Trocknen herunter. Im Hintergrund an der Brücke liegen der Ausflugs- und Bergungsdampfer Rügen und dahinter der Postdampfer Nordstern. Das Schiff im Vordergrund, die Meta, gehörte dem SchifferWilhelm Jürgens aus Gager. Er versorgte um die Jahrhundertwende

regelmäßig die Postdampfer mit Kohle aus Stettin und beförderte als Rückfracht Kreide nach Stettin. Für die Urlaubsgäste war das Leben und Treiben am Hafen ein besonderes Erlebnis.

25 Diese Luftaufnahme vom Trelleborg der ausgehenden zwanziger Jahre paßt eigentlich nicht in den chronologischen Ablauf dieser Bildfolgen. Es zeigt ein Ensemble von der im Bild links liegenden Zollkammer über den BahnhofTrelleborg nedre mit Empfangsgebäude, Bahnsteighalle und Lokschuppen und dem Gebäude der Post im Hintergrund. Alle diese Gebäude und Anlagen waren in ihrer Funktion der dem 1897 eröffneten internationalen Postdampferverkehr zugeordnet und sind in keiner zeitgenössischen Aufnahme so eindrucksvoll wiedergegeben. Der BahnhofTrelleborg nedre und die Malmö Kontinent Iàrn väg waren von ihrer Eröffnung im Jahre 1898 durch den schwedischen König Oscar Ir. bis 1909 die Verbindungsglieder vom Schiffzum schwedischen Landesinnern. Nach 1909 behielt die Strecke nach Malmö diese Funk-

tion, während der Bahnhof den internationalen Verkehr an die neue Station Trelleborg Färjestation, später Trelleborg SJ abgeben mußte.

26 Werbung für die Eisenbahnfährverbindung SassnitzTrelleborg.

Diese auch als Plakat erschienene Werbung ist eine überzeugende Visitenkarte für die neue Eisenbahnfährverbindung. Im Jahre 1909 nutzt der Künstler Ed. Krause Wichmann das Motiv der sich begegnenden deutschen und schwedischen Schiffe auf der Linie Sassnitz- TreIIeborg erneut. Die Technik von 1897 scheint schon wieder überholt zu sein. Aus den Postdampfern sind Fähren geworden. Die Fährschiffe Drottning Victoria und Preußen begegnen sich aufhoher See. Reisende können jetzt von Berlin nach Stockholm in komfortablen Schlafwagen reisen, ohne auf den Fährbahnhöfen das Schiff zu verlassen. Die Reisezeit beträgt jetzt 22 Stunden. Das kleine Fischerboot im Vordergrund soll die Größe der Fähren besonders hervorheben.

Die Eisenbahnfährschiffe der Linie Sassnitz- TreIIeborg gehörten zu den modernsten ihrer Art in Europa. Als Vorbild sahen die Konstrukteure Fährschiffe, wie

sie zwischen den USA und Kanada über die großen Seen fuhren. DerVerkehr über die 107 km lange Strecke Sassnitz- TreIIeborg verlangt nach seetüchtigen Schiffen. Der hohe Vordersteven besitzt daher aus Sicherheitsgründen auch keine Bugklappe. Die Beladung erfolgt ausschließlich über das Heck. Deshalb müssen die Schiffe stets rückwärts in das Hafenbecken einlaufen.

Für die zwischen Berlin-Stockholm und Hamburg-Gotenburg (Göteborg) - Kristiania (Oslo) verkehrenden Züge beschafften die Schwedische Staatsbahn (SJ) und die Königlich Preußische Eisenbahnverwaltung (KPEV) spezielle Schlafwagen. Für die verkehrsschwachen Zeiten gab es Wagen, die gleichzeitig die erste, zweite und dritte Klasse führten. Der Name 'TreIIeborg' wurde bis zu einem Beschluß der Stadtverordneten früher oft mit ' ä' geschrieben.

Q Nach Schweden, Ndrwegen u. Finland 0 Q ist die schnellste und bequemsté Verbindung über 0

Q die Dampffährroute 0

Q Sassnitz-Trälleborg 0

Ö zweimal täglich 3'/. Stunden Fahrt. 0

Q_~ Direkte Wagen u. Schlafwagen 0

Berlin-Stockholm u. Hamburg- 0

O .. Gothenburg-Kristiania.. 0

o Nähere Auskünfte, Fahrkarten ere. durch die Reise-

=: bureaus und besonders durch 0 OS· . b (T,·'cg,_-.d" 0

=: chwe dlsches Reise ureau Sclo w d.·",,·bel =

o BERLIN Unter den Linden 22/23. 0

OIlOIIOIlOIlOIlÓIlOIlOOIIOIlOIIOIIOIIOIIOIIO

27 Stapellaufdes Fährschiffes Deutschland am 17. Februar 1909.

Mit der Baunummer 292 liefbei der Schiffwerft AG 'Vulcari' in Stettin am 17. Februar 1909 das Fährschiff Deutschland für die Königliche-Preußische Eisenbahndirektion Stettin vom Stapel. Die Namen für die deutschen Schiffe Preußen und Deutschland waren vom Kaiser selbst bestimmt worden. Schiffsnamen zur Ehrung von Persönlichkeiten wurden, im Gegensatz zur schwedischen Entscheidung, abgelehnt. Die Preußen war 113,8 m lang, 16,2 breit, hatte einen Tiefgang von 4,9 m bei 2 972 BRT. Die Leistung von 5 400 PS mit einer Geschwindigkeit von 16,5 Knoten wurde erreicht mit zwei Dreifach-Expansionsmaschinen, die zwei Schiffsschrauben antrieben. Auf 160 m Gleis hatten 16-18 Güterwagen damaligen Standards Platz. 975 Passagiere konnten mitgenommen werden. Rechts

neben der Fähre liegt ebenfalls ein Eisenbahnfährschiff, die Pikai. Das Schiffbeförderte Eisenbahnwagen im Hafengebiet von Stettin zu Betrieben, die keinen Bahnanschluß hatten aber am Wasser lagen. Es wurde auch zum Transport von sperrigen Schiffsbauteilen herangezogen.

28 Die Drottninq Victoria in der Bauwerft Swan Hunter &Wigham Richardsson, Newcastle.

Schweden befand sich in den ersten Jahren des 20.Jahrhunderts erst im Aufbau einer leistungsfähigen Werftindustrie und Flotte. Die schwedischen Werften konnten nicht kurzfristig solch ein Spezialschiff bauen. Den Auftrag zum Bau der Drottning Victoria erteilte deshalb die Svenska Statens Järnvägar (SJ) einer englischen Werft. Das Schiffkam erstmaligam24.Juni 1909nach TreIleborg. Es eröffnete auch den Verkehr auf der neuen Fährroute am 6. Juli 1909. Auf der Überfahrt von Sassnitz nach TreIleborg gehörte der schwedische König Gustav V zu den Gästen. Das zweite schwedische Fährschiff, die Konung GustavY, wurde einjahr später in Dienst gestellt und auf einer schwedischen Werft gebaut.

<<  |  <  |  1  |  2  |  3  |  4  |  5  |  6  |  7  |  >  |  >>

Sitemap | Links | Colofon | Privacy | Disclaimer | Algemene voorwaarden | Algemene verkoopvoorwaarden | © 2009 - 2021 Uitgeverij Europese Bibliotheek