Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:   Sassnitz-Trelleborg, Die Linie
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6383-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten'

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49 Der Sassnitzer Fährbahnhof um 1930.

Ungefähr zwanzig Jahre nach Bild 29 entstand diese Aufnahme aus gleicher Perspektive. Die Gleisanlagen und Gebäude sind fertiggestellt.Aufder 1908/09 aufgeschütteten Fläche liegt auch das Kohlenlager zur Versorgung der Fährschiffe mit Bunkerkohle. Der Brennstoff wird in Spezialwagen auf das Schiff gefahren und in die Bunker geschüttet.

Der längliche eingleisige Schuppen zwischen dem Güterzug und dem Wasser ist die Wagenwerkstatt. In den weißen Gebäuden ist die Fährschiffverwaltung untergebracht. Erstmalig im Ostseebereich wurde am 2. November 19 11 auf der Königslinie der Seefunkverkehr aufgenommen. Dazu entstanden zwei Funktürme auf dem Hafengelände und die noch heute vorhandenen Funktürme mit einem Funktionsgebäude in Stubbenkammer.

so Die Stadt und der Hafen Trelleborg aus der Vogelperspektive.

Die Zeit der zwanziger Jahre ist die Zeit der Luftaufnahmen. Am 13. Juni 1924 wurde diese Karte von TreIleborg nach Uppsala geschickt. 'So ist man hier in TreIleborg am Ende der Welt', schreibt die Absenderin. TreIleborg bezeichnet sich gerne als 'Porten til! Kontinenten'; das Tor zum Kontinent. Für schwedische Reisende ist in TreIleborg die skandinavische Welt zu Ende. Das übrige Europa ist der Kontinent - eine andere Welt. Das ist eine selbstbewußte Ansicht. So haben es die Schweden geschafft sich lange aus den Konflikten in Europa herauszuhalten.

Das Foto ist außerdem ein wichtiges Zeitdokument. Nach dem Beschluß der Stadt TreIleborg den Hafen zu erweitern, wird Gelände westlich der Mole aufgeschüt-

tet und ein neues Hafenbecken geschaffen. Die enge nur 40 m breite Hafeneinfahrt bleibt aber noch bis um 1956 erhalten.

51 Der Ausbau des TrelleborgerHafens.

Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges wurden Vorschläge wieder aktuell, die schon 1913 zum Ausbau des Hafens entstanden waren. Seit 1921 entstanden mehrere Studien, nachdem viele Hafenanlagen in der ganzen Welt besichtigt wurden.

Im Iahre 1928 konnte der erste Kaiabschnitt mit dem ersten Kran im Nyhamn in Betrieb genommen werden. Der Nyhamn entstand westlich der Westmole. Kaianlagen gab es zunächst ausschließlich an der Landseite des Hafenbeckens. An der seeseitigen Begrenzung war nach 1932 der Liegeplatz der Eisbrecherfähre Starke. Zum offenen Wasser hin lag die TreIleborger Seebadenanstalt und ein kleiner Hafen für Segelboote.

52 Fünfundzwanzigjahre Eisenbahnfahrverbindung Sassnitz- Trelleborg.

Im Sommer 1934 konnten die Sassnitzer und TreIleborger auf fünfundzwanzig Jahre Eisenbahnfährverkehr zurückblicken. Wie schon im Iahre 1909 bei seiner Eröffnung wurde auch jetzt die Bedeutung dieser Linie besonders von schwedischer Seite ausgiebig gewürdigt. Während in den ersten Jahren des Fährverkehrs der Personenverkehr in Kurswagen und die Postbefördemng die Hauptrolle spielten, begann nach 1920 auch der Güterverkehr ernsthaft zuzunehmen. Waren es 1910 nur 72 000 t, die in Güterwagen transportiert wurden, erhöhte sich die Leistung von 208 000 timjahre 1929 auf 525 000 timjahre 1940. Der Straßenverkehr hatte in diesen Jahren noch eine untergeordnete Bedeutung. Das Foto entstand wahrscheinlich vom Turm des

Kranes im Nyhamn. Der Blick geht über die Mittelbrücke in Richtung der Fähranlagen in denen zwei festlich geschmückte deutsche Schiffe liegen. Am alten Liegeplatz der Postdampfer ist die Eisbrecherfähre Starke vertäut, auf der die Feierlichkeiten stattfinden.

53 Das Ernpfangsgehäude des Bahnhofs Trellehorg F vor 1933.

Schon zwölf]ahre nach Eröffnung der Kontinentbahn und des BahnhofsTrelleborg nedre (TreIleborg unterer Bahnhof) entstand parallel dazu der BahnhofTrelleborg F (TreIleborg Fähre). Jetzt besaß TreIleborg drei Bahnhöfe. Vier Bahnlinien gingen von der Stadt aus. Die Schwedische Staatsbahn (SJ) übernahm die Strecke nach Malmö. Auf dem Foto posiert das Personal des Fährbahnhofs vor dem Empfangsgebäude in Klinkerbauweise und einer Rangierlokomotive zur Fährschiffsbedienung. Der BahnhofTrelleborg F besaß neben umfangreichen Gleisanlagen zum Abstellen und Rangieren von Zügen auch den nunmehr dritten Lokschuppen der Stadt.

Das Eisenbahnzeitalter mit dem umfangreichen Zugbetrieb ab TreIleborg nach Malmö überVellinge, nach Lund undYstad, be-

gann schon vor dem Zweiten Weltkrieg zu Ende zu gehen, als die Stillegung einzelner Strecken erwogen wurde. Das damals aus strategischen Gründen Aufgeschobene wurde dann in den sechziger Jahren nachgeholt, so daß heute nur noch die Kontinentbahn übrig geblieben ist.

54 Der weitere Ausbau des Trelleborger Nyhamn.

Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges begann der weitere Ausbau des Hafens in westlicher Verlängerung des Nyhamn. Wie schon beim Bau der Fährbetten mußte man auch hier außerge-

wöhnliche Baumethoden nutzen. Das Gelände des künftigen Hafenbeckens wurde entwässert und gegen Wassereinbruch mit Spundwänden abgesichert. Danach konnte das Erdreich wie bei einem Tagebau abgetragen werden. Auf vielen Fotos in der Bauphase ist das Fährschiff Starke

auf seinem Liegeplatz zu sehen. Diese Foto der Bauarbeiten mit dem 'Land unter' liegenden Bauplatz und der im Hintergrund schwimmenden Fähre wirkt fast bedrohlich. Man ahnt den Druck des Wassers! Der trennende Damm auf dem die Radfahrer neugierig die Arbeiten beobach-

ten, wird einige Zeit später von einem Bagger geöffnet werden und den Wassermassen ihren Weg in das neue Bett öffnen.

55 Eis auf der Ostsee.

Starkes Eis auf der Ostsee behinderte den Fährverkehr erstmalig ernsthaft im Winter 1 92 4. Am 25. Ianuar lagen beide deutschen Fähren im Eis fest. Kapitän Thesenvitz schrieb dazu in seinen Erinnerungen: 'Das deutsche Linienschiff Bmunschweiq sollte helfen. Es gelang nur mühsam die Fähren aus dem Eisgürtel zu befreien. Nachdem die Schiffe den Hafen erreicht hatten, wurde schnell ent- und wieder beladen. Gegen die Warnung des Kommandanten der Bmunschweiq liefen beide deutschen und eine schwedische Fähre im Konvoi wieder nach TreIleborg aus. Wieder blieben die Schiffe stecken und kamen nur mit Hilfe der Bmunschweiq erneut los, blieben aber vorTrelleborg liegen. Erst nach drei Wochen konnte der schwedische Eisbrecher Isbrytaren IJ den Eisgürtel um die Schiffe sprengen.

Am 6. März 1924 was es möglich, daß ein Konvoi von drei Fähren, angeführt durch den Isbrytaren IJ, van TreIleborg nach Sassni tz a usli ef'

Unser Bild zeigt den schwedischen Eisbrecher gefolgt von der DrottningVictoria am 6. März 1924.

56 Die Eisbrecherfähre Starke.

Auch 1928 gab es wieder einen strengen Winter mit starker Vereisung der Ostsee. Deshalb beschlossen die Deutsche Reichsbahngesellschaft und die Schwedische Staatsbahn die Beschaffung einer eisbrechenden

Güterfähre. Die Deutschen Werke in Kiel bauten das Schiff, das am 4. Oktober 1930 vom Stapel lief Erst am 4. Dezember einigten sich die Auftraggeber auf den Namen Starke für das neue Schiff Es wurde bei der Schwedischen Staatsbahnam 28.Januar 1931 in Dienst gestellt. Die Bau- und Be-

triebskosten teilten sich die Auftraggeber. Heimathafen war Trelleborg. Die Starke war Eisbrecher und Güterfähre und auch Reserveschiff der Linie. In der dienstfreien Zeit lag es an einem speziellen Liegeplatz im Trelleborger Nyhamn, wie das Foto zeigt.

57 Im Winter 1937 sitzt das Fährschiff Preußen im Eis fest und kann sich nicht mehr selbst befreien. Als die Kahlereserven aufgebraucht sind, gelingt es der schwedischen Fähre Drottning Victoria bis auf SOm an die deutsche Fähre heranzukommen. Das linke Bild zeigt wie die Besatzungen

beider Schiffe 40 t Kohlen in Säcken über das Eis zur Preußen bringen, die sich wenig später aus dem Eis befreien kann. Das Eis der Ostsee war in diesen Jahren oft so stark, daß die Besatzungen der Fährschiffe zu Fuß an Land gehen konnten.

Die rechte Aufnahme ist ein Privatfoto aus dem Iahr 1937. Es ist das einzige Bild, das die Starke in ihrer ursprünglichen Gestalt im Sassnitzer Hafen zeigt. Links an einer Reserveliegestelle liegt ein deutsches Fährschiff und rechts ein weiteres schwedisches Schiff

58 Untergang und Bergung der Sterke.

Am 26. Februar 1942 lief die Starke in Trelleborg mit dem Auftrag aus, die Fähren Drottning Victoria und Konunq GustavV durch die Eisgrenze vor Jasmund zu bringen. Bei oftmaligem Manövrieren wurde Stubbenkammer passiert. Als die Konung Gustav V nochmals im Eis stecken blieb, mußte die Starke nochmals wenden. Dabei lief das Schiff auf eine Mine. Eine gewaltige Explosion erschütterte das Schiff Die Einrichtungen der Kabinen flogen durcheinander. Mehrere Wagen entgleisten. Sofort wurden alle Schotten geschlossen. Trotz aller Versuche das Schiff so zu trimmen, daß das Leck wenigstens teilweise über die Wasseroberfläche kam, sank es nach neun Stunden in der Höhe von Lahme in 23 m Tiefe. 1943 wurde die Starke durch die Firma Hugo Stin-

nes geborgen, nach Malmö geschleppt und bei der Reparatur verlängert. Das Foto zeigt den Moment, als bei der Bergung der Schornstein der Starke aus dem Wasser auftaucht.

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