Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten

Auteur
:   Wulf Krentzien
Gemeente
:   Sassnitz-Trelleborg, Die Linie
Provincie
:   Mecklenburg-Vorpommern
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6383-5
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Linie Sassnitz-Trelleborg in alten Ansichten'

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59 Am frühen Nachmittag des 19. Oktober 1942 verließen die Fährschiffe Konung GustavV und Deutschland den Sassnitzer Hafen, begleitet von einem deutschen Vorpostenboot. An Bord der Deutschland befanden sich viele Soldaten, die über Schweden zu ihren Einheiten in Norwegen zurückkehrten. In der Nähe der schwedischen Territorialgewässer endete die Escorte, als plötzlich die Deutschland in eine riesige Wasserfontäne eingehüllt war. Gegenstände und Menschen wirbelten durch die Luft.

Ein Torpedo hatte das Achterschiff getroffen. Viele Soldaten nutzen die letzten Sonnenstrah1en des herbstlichen Abends.

Sie wurden Opfer des Torpedoangriffs vom sowjetischen UBoot D-2. Wegen der schweren Heckbeschädigung konnte die Deutschland nur über eine spezielle Brückenkonstruktion entladen werden und mußte anschließend

in Malmö repariert werden. Das Bild links zeigt das deformierte Heck des Fährschiffes, aufgenommen in TreIIeborg und rechts die Deutschland in der Kockums Mekaniske Verkstad AB in Malmö.

60 Das FährschiffDeutschland im Hafen von Trelleborg am 7. September 1944.

Auch im Zweiten Weltkrieg liefen über die Linie Sassnitz- TreIleborg Aktionen zum Verwundetenaustausch. Die Transporte wurden, laut Kapitän Thesenvitz, an mehreren Tagen im Oktober 1943 und im September 1944 durchgeführt. Hauptsächlich britische und amerikanische Verwundete konnten gegen deutsche verwundete Soldaten ausgetauscht werden. Das Foto zeigt das Fährschiff Deutschland bei der Ankunft in TreIleborg am 7. September 1944. Gespannt und voller Freude beobachten die Soldaten das Einlaufen des Schiffes in den Hafen des neutralen Schweden. Die Deutschland präsentiert sich hier in dunkler Kriegsbemalung mit dem neuen, nach der Havarie 1942 angefertigten, Heck. Es sollte eine der letzten Fahrten sein, die das Schiff nach Trelle-

borg führten. Am 27. September 1944 verbot Schweden jede ausländische Handelsfahrt in allen Territotialgewässern der Ostund Südküste Schwedens.

'Am 22. Juni 1909 war ich als Reservekapitän auf der ersten

Fahrt der Deutschland nach TreIleborg dabei und am 27. September 1944 mußte ich leider mit der Deutschland als letzte deutsche Fähre meine liebgewonnene zweite HeimatstadtTrelleborg verlassen,' schrieb Kapitän The-

senvitz in seinen Erinnerungen. Damit war ein Kapitel Fährschiffahrt zwischen Sassnitz und TreIleborg abgeschlossen.

61 Das FährschiffKonung Gustav V im Hafen von Sassnitz im Iahre 1957.

Nachdem der Fährverkehr im September 1944 endgültig eingestellt wurde, konnte er auch nach Kriegsende zunächst von Sassnitz aus nicht wieder aufgenommen werden. Die Rügendammbrücken waren durch Sprengungen stark beschädigt. Die deutschen Fähren mußten nach Einstellung des Fährverkehrs im September 1944 militärische Transporte durchführen. Nach Kriegsende wurden sie als Reparationsleistungen an die Sowjetunion abgeliefert und waren im Fernen Osten im Einsatz. Die SJ setzte ihre Schiffe daher zunächst auflinien nach Polen und dann nach Warnemünde ein. Erst am 16. März 1948 konnte die Konung GustavV erstmalig wieder den Sassnitzer Hafen anlaufen. Zwischen 1952 und 1953 wurde der Fährverkehr nach Sassnitz aufBetreiben

der Sowjetischen Militäradministration erneut eingestellt und nach Warnemünde umgeleitet. Nach 1953 stieg der Güterverkehr ständig. Zur Zeit dieser Aufnahme sind die Verträge zum Neubau von großen Fähren und zum Umbau der Fähranlagen schon unterzeichnet.

62 Die Starke in neuer Gestalt in Trelleborg.

Das Fährschiff Starke kam nach seiner Bergung vor Rügen im Jahre 1943 in die Werft Kockums Mekaniske VerkstadAB in Malmö. In Absprache mit dem Mitreeder, der Deutschen Reichsbahn, wurde beschlossen, das Schiff nicht nur zu reparieren; es sollte auch verlängert werden. Nach Kriegsende ging das Schiff vollständig in schwedisches Eigentum über. Am 26. Ianuar 1946 kam das, für 4 Mil! Schwedenkronen umgebaute und um 12,5 m verlängerte Schiff erstmalig wieder nach TreIleborg. 1951 erhielt die Starke Ölfeuerung. Bis zur Indienststellung der TreIleborg im April 1958, war es das leistungsfähigste

Eisen bahnfährschiff im Ostseeraum und auch noch zwischen Sassnitz und TreIleborg unterwegs, als schon die neuen Schiffe den Hauptteil der Güter beför-

derten. In ihren letzten Betriebsjahren befuhr die Starke die Linie van Stockholm nach Nadendal (Finnland). Erst 1972 wird sie außer Dienst gestellt und abgewrackt.

63 Ein 'Geisterzug' zwischen München und Sassnitz.

Als Geisterzug bezeichnete eine Münchner Zeitung den Triebwagenzug der Bauart Leipzig, der 1953/54 als Sassnitz-Expreß mehrfach wöchentlich zwischen München und Sassnitz pendelte. Das Fährschiff Starke brachte die Fahrgäste in Schlafwagen bis nach Sassnitz. Von hier aus konnten sie mit dem Triebwagen weiterfahren. Der Zug fuhr dann fast ohne Halt bis München durch. Auf den Unterwegsbahnhöfen wunderte man sich über diesen Zug, der in keinem ReichsbahnFahrplan stand und unverhofft, wie ein Geist auftauchte und wieder verschwand.

Dann wurde als DDR-Umgehung die Vogelfluglinie, die zunächst von Großenbrode nach Gedser betrieben wurde, geschaffen. Die Fahrgäste, die aus Skandinavien in Richtung München reisen wollten, mieden jetzt den Transit durch die DDR. Das führte zur

Einstellung dieserTriebwagenverbindung. Kurios war die Fahrt des Triebwagens vom Bahnhof Sassnitz Hafen nach Sassnitz. Wegen der großen Steigung dieser Strecke mußte er von einer Dampflokomotive

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