Die Margarethenhöhe in alten Ansichten

Die Margarethenhöhe in alten Ansichten

Auteur
:   Hugo Rieth
Gemeente
:   Essen
Provincie
:   Nordrhein-Westfalen
Land
:   Deutschland
ISBN13
:   978-90-288-6604-1
Pagina's
:   80
Prijs
:   EUR 16.95 Incl BTW *

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Fragmenten uit het boek 'Die Margarethenhöhe in alten Ansichten'

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Einleitung

Die Margarethenhöhe ist als Stadtteil der Stadt Essen schon von der Entstehung her etwas Besonderes. Von Anfang an wurde dieser Siedlung ein besonderes Interesse zuteil und ihre Ausstrahlungskraft als 'Dichtung in Stein und Grün' hat sich bis heute erhalten. Im [ahre 1904 hatte Frau Margarethe Krupp, die Witwe des verstorbenen Friedrich Alfred Krupp, aus ihrem Privatvermögen Land in der Bauerschaft Rüttenscheid aufgekauft,

um einer infolge des Anwachsens der Stadt Essen ungesunden Bodenspekulation mit entgegenzuwirken. 1905 wurde die Gemeinde Rüttenscheid nach Essen eingemeindet. Aus Anlass der Hochzeit ihrerTochter Bertha im Iahre 1906 stiftete dann Margarethe Krupp hiervon ein Gelände von SO ha sowie eine Million Mark zum Bau einer Wohnsiedlung für die 'minderbemittelte' Bevölkerung der Stadt Essen, also dem kleinen und mittleren Bürgertum. Die Siedlung Margarethenhöhe ist also keine Werksoder Arbeitersiedlung, wie oft fälschlich geschrieben steht. Der höchste Anteil Krupp'scher Werksangehörigen betrug 48 Prozent (1913). Der Vorstand der Margarethe-Krupp-Stiftung entschied sich bei der Suche für den jungenArchitekten Georg Metzendorf, der, aus Heppenheim an der Bergstraße stammend, als selbständiger Baumeister Erfahrungen im Kleinwohnungsbau mitbrachte. Die Margarethenhöhe wurde von Metzendorf von 1909 bis 1934/38 in 29 Bauabschnitten errichtet.

Über die architektonische Arbeit und Leistung Metzendorfs ist

schon viel geschrieben worden. Einigkeit herrscht darüber, dass mit der Margarethenhöhe der Höhepunkt des Siedlungsbaues in Essen und darüber hinaus, gesetzt worden war. Seit 1987 steht die Margarethenhöhe unter Denkmalschutz. Hierin liegen zum Teil die Gründe, die die Margarethenhöhe heute für ihre Bewohner so liebens- und lebenswert machen. Andere sind darin zu suchen, dass die Siedlung mit den sie umgebenden Wäldern einen überschaubaren Bereich bildet, eine lebendige urbane Kleinstadt mit einem Marktplatz als Mittelpunkt, mit Straßen, Gassen, Geschäften, Kirchen, Schule, Kindergärten, Gaststätten usw. Man kennt sich, lebt als Nachbarn miteinander, drückt dieselbe Schulbank und feiert miteinander in Vereinen und privat, kurz, es gab und gibt ein intaktes Gemeinschaftsleben.

Dieses Bändchen zeigt eine Fülle von Bildern aus den ersten Jahrzehnten des Bestehens der Margarethenhöhe, die zumeist vom Gemeinschaftsleben ihrer Bewohner Zeugnis ablegen und die zeigen, wie diese Generationen in dieser Zeit gelebt und diese Zeit erlebt haben. Ich danke allen, die hierzu beigetragen haben, vor allem der Stadtbildstelle Essen, der Margarethe-KruppStiftung, dem Historischen Archiv Krupp und den vielen Margarethenhöhern, die mir bereitwillig ihre Familienfotoalben geöffnet haben.

Hugo Rieth

Rechts: Die Stifterin Frau Margarethe Krupp geborene Freiin von Ende

* 15. März 1854 in Breslau

t 24. Februar 1931 in Essen

Ölbild von Propheter. Es hängt im Sitzungszimmer in der Gaststätte 'Zur Margarethenhöhe'.

Links: Der Baumeister Prof. Georg Metzendorf

* 25. September 1874 in Heppenheim/Bergstraße

t 3.August 1934 in Essen

1 Die Luftaufnahme stammt aus dem [ahre 1933 und zeigt die Siedlung Margarethenhöhe in ihrer typischen Form. Am unteren Rand überspannt die Brücke das Mühlbachtal mit der Eisenbahnlinie und führt auf den Brückenkopf mit dem Torhaus zu. Rechts macht die Sommerburgstraße ihren Bogen um die Siedlung. Außen rechts stehen schon die Häuser an den Straßen Im Stillen Winkel, Hülsfeld, PaulBrandi-Straße und Zur Eibe. Die Trasse der Straße Lehnsgrund ist bereits vorhanden, aber sie ist noch nicht ausgebaut. Oben rechts erkennt man den Bauernhofvon Barkhoff. Links oben erkennt man die Fläche des Sportplatzes und rechts davon die Schule.

In der Mitte liegt als heller Fleck der Kleine Markt, die 'Gute Stube' der Margarethenhöhe.

2 Das erste Bauvorhaben des Architekten Georg Metzendorf bestand in der Planung und dem Bau einer Brücke über das Mühlbachtal, um die Siedlung Margarethenhöhe an die Stadt Essen anzubinden. Der Baubeginn war im [ahre 1910. Im Hintergrund erkennt man die Häuser der Defregger Straße und zwei der alten Kotten in Holsterhausen sowie den Turm der Holsterhauser Windmühle. Das Wohnhaus rechts wurde nach Fertigstellung der Brücke abgerissen. Zunächst durften nur Fußgänger über die Brücke, denn die Füllung musste sich erst setzen und festigen.

3 Die siebenbogige Brücke überspannt mit 170 Meter Länge das Mühlbachtal. Sie ist 1 3 Meter hoch und 14 Meter breit. Rechts führt sie auf den

Brückenkopf mit dem Torhaus zu, die den Zugang zur Margarethenhöhe bilden. Auf diesem Bild erkennt man die ganze Schönheit dieser Sand-

steinbrücke. Bei der Wahl zwischen einer Spannbetonbrücke oder einer Brücke aus heimischen Sandstein, hatte man sich für letztere ent-

schieden. Im Vordergrund einige der vielen blühenden Birnenbäume, die früher viele Spaziergänger aus Essen und Essen- West anlockten.

4 Auch dieses Bild zeigt die lange Brücke, die leicht konkav gewölbt ist und somit den Blick auf den Brückenkopf mit dem Torhaus lenkt, um

die Mächtigkeit des Bauwerks zu mildern. Hier sind auch noch die beiden schönen flankierenden Verkaufspavillons am Anfang der Brücke zu

sehen, die im letzten Krieg leider zerstört wurden und nicht wieder aufgebaut wurden. Die Brücke war zwar seit 1910 fertig, aber erst am 1.

Dezember 1914 fuhr die erste Straßenbahn darüber und damit war die Mitte der Stadt Essen schneller zu erreichen.

5 Diese Aufnahme entstand etwaindenjahren 1927/28. Meta und Karl Schubert verkaufen in dem rechten Pavillon Süßigkeiten undTabakwaren. Auf der Theke steht der

Deckeltopf mit dem damals beliebten Kautabak, dem 'Priem'. Während in dem linken Pavillon eine Milchverkaufsstelle war, war rechts zunächst eine Polizeidienststelle

untergebracht. Unten darunter gab es eine Arrestzelle. 1926 bekam die Polizei ein eigenes Gebäude an der Sommerburgstraße. Hier ist heute noch die Polizeiwache.

Bis zum Kriegsende war dort am Giebel ein schmiedeeiserner preußischer Adler angebracht.

6 Seit 1914 befand sich die Endhaltestelle der Straßenbahn Linie 7 'Am Brückenkopf' und zwar gegenüber der Einmündung der Winkel-

straße in die Sommerburgstraße. Hier war auch eine zunächst einfache Toilettenanlage, zu der eine Stufentreppe den Hang hinabführte. In den

zwanziger [ahren errichtete man ein Wartehäuschen arn Waldrand mitToiletten, Telefonzelle und Trinkhalle, das erst vor dreißig, vierzig [ah-

ren verschwand. Am 8. Dezember 1928 wurde die Endhaltestelle zum Laubenweg verlegt.

7 Das ist die untere Sommerburgstraße mit den

191 0/1 1 erbauten Häusern. Im Vordergrund rechts ist die Einmündung der Straße 'Tiefer Weg'. Neben der Straße er-

kennt man die Trasse der geplanten Straßenbahn, die um diese Zeit noch am Brückenkopf endete. Auffällig sind die weiß gestrichenen Zäune an den Vorgärten, die damals

charakteristisch für die Margarethenhöhe waren. Links van dem zweigeschassigen Haus mündete ein Weg, der von der Winkelstraße herunter führte und 'Eisenpfàd' hieß.

Die Bäume des Waldes links waren damals noch recht klein.

8 Das Torhaus mit Durchblick auf die Häuser der Steilen Straße während der Bauzeit im [ahre 1910. Die Budenjungen bringen den

Bauarbeitern gerade in einer Trage Kaffeekännchen für eine Pause. Die Bauarbeiter waren zumeist Italiener, die in Baracken hausten. Ein Zeit-

zeuge schrieb später, dass er sich daran erinnere, dass die Italiener abends mit den Nachtigallen um die Wette sangen. Der Herr mit dem

Hut in der Mitte des Bildes ist der damalige Bauführer Spahn.

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